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„Ich habe Mitleid mit diesen Menschen“

Sel. John Henry Newman (1801-1890)

Theologe und Kardinal, Gründer der Oratorianergemeinschaft in England
Zwölf Meditationen und Fürbitten zum Karfreitag, 9–10 (trad. © Evangelizo)

„Ich habe Mitleid mit diesen Menschen“

Die inspirierte Schrift hat uns gesagt: „Du hast mit allen Erbarmen, weil du alles vermagst, und siehst über die Sünden der Menschen hinweg, damit sie umkehren. Du liebst alles, was ist, und verabscheust nichts von dem, was du gemacht hast […] Du schonst alles, weil es dein Eigentum ist, Herr, du Freund des Lebens“ (Weish 11,23–26). Nun sieh, was ihn vom Himmel herabsteigen lässt und ihm den Namen Jesus gibt [...]: „ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen“ (vgl. Mt 1,21). Es ist seine große Liebe zu den Menschen, sein Mitleid mit den Sündern: das ist es, was ihn vom Himmel herabsteigen ließ. Warum also sollte er einwilligen, seine Herrlichkeit in einem sterblichen Leib zu verbergen, hätte er nicht glühend danach verlangt, die zu retten, die sich verirrt und alle Hoffnung auf Rettung verloren hatten. Er selber sagt: „Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist“ (Lk 19,10). Statt uns zugrunde gehen zu lassen, hat er vielmehr alles getan, was ein allmächtiger Gott seiner göttlichen Eigenschaften gemäß tun konnte: er hat sich selbst gegeben. Und er liebt uns alle so sehr, dass er für jeden von uns sein Leben hingeben wollte: so absolut, so ausschließlich, als wenn da nur ein einziger Mensch zu retten gewesen wäre. Er ist unser bester Freund […], der einzig wahre Freund, und er hat jedes nur mögliche Mittel angewandt, um zu erreichen, dass wir seine Liebe erwidern. Er verweigert uns nichts, solange wir nur einwilligen, ihn zu lieben […] O mein Herr und Retter, in deinen Armen ruhe ich sicher. Wenn du mich hältst, habe ich nichts zu fürchten; aber wenn du mich verlässt, habe ich nichts zu hoffen. Ich habe keine Ahnung, was mir noch bis zu meinem Tod geschehen wird, ich weiß nichts über die Zukunft, aber ich vertraue mich dir an […] Ich verlasse mich ganz auf dich, denn du weißt, was für mich gut ist – ich weiß es nicht.
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„Die inspirierte Schrift hat uns gesagt: „Du hast mit allen Erbarmen, weil du alles vermagst, und siehst über die Sünden der Menschen hinweg, damit sie umkehren. Du liebst alles, was ist, und verabscheust nichts von dem, was du gemacht hast […] Du schonst alles, weil es dein Eigentum ist, Herr, du Freund des Lebens“ (Weish 11,23–26). Nun sieh, was ihn vom Himmel herabsteigen lässt und ihm den …More
„Die inspirierte Schrift hat uns gesagt: „Du hast mit allen Erbarmen, weil du alles vermagst, und siehst über die Sünden der Menschen hinweg, damit sie umkehren. Du liebst alles, was ist, und verabscheust nichts von dem, was du gemacht hast […] Du schonst alles, weil es dein Eigentum ist, Herr, du Freund des Lebens“ (Weish 11,23–26). Nun sieh, was ihn vom Himmel herabsteigen lässt und ihm den Namen Jesus gibt [...]: „ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen“ (vgl. Mt 1,21). Es ist seine große Liebe zu den Menschen, sein Mitleid mit den Sündern: das ist es, was ihn vom Himmel herabsteigen ließ. Warum also sollte er einwilligen, seine Herrlichkeit in einem sterblichen Leib zu verbergen, hätte er nicht glühend danach verlangt, die zu retten, die sich verirrt und alle Hoffnung auf Rettung verloren hatten. Er selber sagt: „Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist“ (Lk 19,10). Statt uns zugrunde gehen zu lassen, hat er vielmehr alles getan, was ein allmächtiger Gott seiner göttlichen Eigenschaften gemäß tun konnte: er hat sich selbst gegeben. Und er liebt uns alle so sehr, dass er für jeden von uns sein Leben hingeben wollte: so absolut, so ausschließlich, als wenn da nur ein einziger Mensch zu retten gewesen wäre. Er ist unser bester Freund […], der einzig wahre Freund, und er hat jedes nur mögliche Mittel angewandt, um zu erreichen, dass wir seine Liebe erwidern. Er verweigert uns nichts, solange wir nur einwilligen, ihn zu lieben […] O mein Herr und Retter, in deinen Armen ruhe ich sicher. Wenn du mich hältst, habe ich nichts zu fürchten; aber wenn du mich verlässt, habe ich nichts zu hoffen. Ich habe keine Ahnung, was mir noch bis zu meinem Tod geschehen wird, ich weiß nichts über die Zukunft, aber ich vertraue mich dir an […] Ich verlasse mich ganz auf dich, denn du weißt, was für mich gut ist – ich weiß es nicht.„
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