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Galahad
14

Liberalismus (in der Kirche)

Der Geist des
liberalen Katholiken

Vortrag von Bischof Bernard Fellay

in Zaitzkofen, März 1998

(Um der Lebendigkeit willen wurde im Wesentlichen

der gesprochene Ausdruck beibehalten.)


Immer wieder stellt man in der Kirche ein ganz erstaunliches Phänomen fest: Kirchenvertreter beten persönlich den Rosenkranz, sind für sich privat fromm, aber wenn es darum geht, den Glauben unerschrocken zu verkünden, dann verbreiten sie die unglaublichsten Irrtümer. Papst Johannes Paul II, Benedikt XVI. usw. Wie kann das sein? Die Antwort lässt sich nur finden, wenn man die Geisteshaltung dahinter versteht. Sie heißt „liberaler Katholizismus“.

1998 hielt S.E. Bischof Fellay eine hervorragenden Vortrag über dieses Phänomen des „liberalen Katholiken“, welches Pius X. in seinem Pontifikat aufs Schärfste bekämpft hat. Trotz seiner Länge wird er in dieser Nummer ganz abgedruckt.

Meine lieben Seminaristen, liebe Schwestern,

es freut mich sehr, Sie anlässlich dieser Visitation wiederzusehen. Ich darf Ihnen heute ein paar Gedanken liefern über die Lage. Nicht so sehr zur Beschreibung von dem, was geschieht, als vielmehr Überlegungen über die Grundsätze, die da im Spiel sind.

Einführung

Kardinal Ratzinger: Sein Buch La mia vita

Anfang Januar war ich in Rom, und ich habe einem Mitbruder gegenüber geäußert: Ich bin froh, dass wir ein Haus in Albano haben und nicht in Rom. Warum das? Weil wir so irgendwie ein bisschen Distanz haben und uns diese Distanz auch ein bisschen Freiheit lässt zu überlegen, zu sehen, nachzudenken. Es gibt in Rom noch genügend Pomp, um zu täuschen. Ja, wer nur so oberflächlich auf Rom schaut, der denkt: Ja, eigentlich läuft es noch ganz gut in der Kirche. Warum so viel Streit? Hier und da sieht man doch noch eine Soutane und auch junge Priester, und das sind keine von der Piusbruderschaft.

Bei dieser Gelegenheit habe ich das Buch von Kardinal Ratzinger gekauft, und zwar auf Italienisch, weil es auf Deutsch nicht zu finden ist: La mia vita – Erlebnisse aus meinem Leben. Ein sehr interessantes Buch, wo der Kardinal die ersten 50 Jahre seines Lebens beschreibt, also von 1927 bis zur Ernennung zum Bischof [der Diözese München-Freising 1977]. Ganz besonders der Anfang ist sehr interessant. Man sieht die Familie. Man sieht einen ganz frommen Ratzinger. Dann die Beschreibung der Studien, des Seminars in Freising, seine Dissertation, das Konzil. Da könnte man ungefähr dieselbe Betrachtung machen wie über den Papst [Johannes Paul II.]: Einerseits sieht man eindeutig eine echte Frömmigkeit. Der Papst betet jeden Tag den Rosenkranz. Man kann nicht leugnen, dass sie fromm sind, dass sie in dieser Frömmigkeit wahrhaftig sind. Dann kommt eine Frage, ich glaube eine ziemlich grundsätzliche Frage: Ja, wenn sie so beten, wieso kommt es dann zu solchen Irrtümern in ihrer Theologie, in ihrem Ökumenismus? Woher kommt das? Wo liegt das Problem?

Volltext
liabchrist
Lieber Bischof Fellay, ihre Darlegung zu unser Papst Benedikt XVII, ist mir in seiner ersten Amtszeit auch aufgefallen. Für mich war unser Papst Benedikt in der Betrachtung früher echt/tief-katholisch geprägt und eingestellt. Aber am Ende seiner Professur wahr er katholisch-light glatt geschliffen. ((Ähnlich wie die Veränderung von jungen Startpolitikern sich im späteren Fraktionszwang- und alle …More
Lieber Bischof Fellay, ihre Darlegung zu unser Papst Benedikt XVII, ist mir in seiner ersten Amtszeit auch aufgefallen. Für mich war unser Papst Benedikt in der Betrachtung früher echt/tief-katholisch geprägt und eingestellt. Aber am Ende seiner Professur wahr er katholisch-light glatt geschliffen. ((Ähnlich wie die Veränderung von jungen Startpolitikern sich im späteren Fraktionszwang- und alle Plus sich selbst liebhabend, gewandelten. ABER der Hl. Vater darf sich doch nicht durch Professoren- u. Amts-Zwiegeist in seiner Gläubigkeit verändern lassen (s. auch seine Lutherbesuch, der zaghafter Umgang in der Missbrauchsgeschichtet, die fehlend klare Anweisung über das liberale Amtsverhalten vieler Bischöfe, wo jeder alles nach Gusto in der Kirche tun und (sündh.) äussern konnte, ..) )!!! - Den er steht doch als Gott-Vertreter über Allem hier auf Erden. Frage mich vor was hat er dann ANGST (bekommen)?! sich durchzusetzen wo ihm doch Gott immer beisteht. >>> Um dies alles wieder in richtige Gleise zu führen hat unser Herr einen für alle anderen Papst gesandt.
Unser Herr und Gott fegt alles unkatholische, auch über derzeitige zwischen Stepps /.../.../ hinweg . PS: Gleiches gilt für viele unser (dt.) Bischofsgarde.
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