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Visionen bei der Grablegung Jesu ,A.K. Emmerick

Josef von Arimathäa und Nikodemus bereiteten die Abnahme des heiligen Leibes vom Kreuz vor. Dabei half ihm auch Cassius, der Lanzenträger, der bei dem Lanzenstich ein Wunder erlebt hatte. Das Blut und Wasser aus der Seite Jesu hatte sein Augenleiden geheilt.
Die Kreuzabnahme geschah mit grosser Ehrfurcht, Trauer und schweigend. Sie hüllten Jesu Leib von den Knien bis zu den Hüften in ein Tuch und legten ihn in die Arme seiner Mutter.
Der Schmerz und die Liebe der heiligen Mutter waren gleich gross. Sie küsste seine blutigen Wangen, und Maria Magdalena lag mit dem Angesicht auf seinen Füssen.
Danach bereiteten die Männer die Leichenherrichtung vor.

Nikodemus hatte hundert Pfund Würze gekauft (nach unserem Gewicht 37 Pfund). Die heilige Jungfrau wusch das entstellte Antlitz des Herrn und reinige alle seine Wunden. Danach verhüllte sie sein Haupt und wendete sich an die Wunden des Halses , der Schultern und des Rückens. Magdalena salbte und küsste die Füsse Jesu, die sie wieder mit ihren Tränen benetzte.
Nun nahte sich Johannes der heiligen Jungfrau mit der Bitte, sich von dem Leibe Jesu zu trennen, auf dass ihn zum Grab bereiten konnten, weil der Sabbath nahe.

Mit grosser Sorgfalt wurde nun der heilige Leib gewaschen und einbalsamiert und mit den Kräutern umgeben. Sodann wickelten sie ihn in das grosse, sechs Ellen lange Tuch, das Josef von Arimathäa mitgebracht
hatte.
Alle nahmen nun um den Leib des Herrn kniend und weinend Abschied. Da zeigte sich ein rührendes Wunder vor ihren Augen.
Die ganze Gestalt des heiligen Leibes Jesu mit allen seinen Wunden erschien auf der Oberfläche des Tuches braunrötlich abgebildet, als wolle er ihre liebende Pflege und Trauer belohnen und ihnen sein Bild durch alle Verhüllung hindurch zurücklassen.
Weinend und wehklagend umarmten sie den heiligen Leib und küssten verehrend das Abbild; ihr Staunen war so gross, dass sie das Tuch nochmals öffneten, und es war noch grösser, da sie alle die Binden des heiligen Leibes weiss wie vorher und nur das oberste Tuch mit der Gestalt des Herrn bezeichnet fanden.

(entnommen aus "Das bittere Leiden unseres Herrn Jesus Christus, Anna Katharina Emmerick)
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@Pazzo So, so Blut und Wasser waren nur Wasser, ein Ödem. Ich denke wir müssen die Bibel umschreiben.
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Pazzo
Unlängst bei einem Vortrag kompetenter Personen nach neuesten Erkenntnissen gehört - in Kurzfassung: Blut und Wasser aus der Seite Jesu waren nicht etwa Blut(Körperchen) und Blutserum, sondern es war pures Wasser, ein Ödem, entstanden durch den Erstickungstod wegen der Annagelung und dadurch Bewegungsunfähigkeit.
Pazzo
@Katholische-Legion Beim Verfassen dieses Kommentars war ich gedanklich wohl schon in Eile zur Auferstehungsfeier. Deshalb hier der Link, der erklärt, worum es beim "Wasser" geht.
Neues am Grabtuch Jesu in Turin (erweitert in Kommentaren)
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