Clicks1.8K

Ann Barnhardt: Das bergoglianische Antipapsttum

All denen, die Englisch können, empfehlen wir den Vortrag von Ann Barnhardt, wo sie ihre Argumente, die wir mehrmals vorgestellt haben, zusammenfasst. Die Darstellung ist sehr überzeugend und Frage der Validität der Rücktritts von Benedikt oder der Wahl vor Bergoglio wird mittlerweile auch im Mainstream aufgegriffen. Ann Barnhardt aber war die erste und ihre gebührt der Dank. Eigentlich ist es sehr einfach, wenn man gesunden Menschenverstand einsetzt. Kein Rücktritt, keine Wahl notwendig, kein neuer Papst gewählt. Sie hat auch recht, wenn sie sagt:

Es spielt keine Rolle, was Benedikt denkt. Er ist weiterhin Papst, weil man das Papstamt in kein Papstkollegium umwandeln kann!

Anders und auf gut Deutsch formuliert:

Benedikt/Ratzinger ist von dem ganzen deutschen Idealismus so wirr im Kopf, dass er denkt, dass das Bewußtsein die Wirklichkeit schafft. Aber die Wirklichkeit bleibt, was sie ist.

Daher der "wesentliche Irrtum" nach Kanon 188. Benedikt irrt so wesentlich, dass sein Rücktritt ungültig ist, denn er will etwas - doppeltes Papstamt, papa emeritus - was sachlich nicht möglich ist. Und hier kommen wir zu einer kleinen Lücke in Anns Beweiskette. Unserer Meinung nach zeigt sie nicht klar genug, inwieweit eine Beziehung zwischen Kirchenrecht, Theologie, Wirklichkeit und übernatürlicher Wirklichkeit besteht. [...]

Lesen Sie weiter unter: traditionundglauben.com/…/ann-barnhardt-t…
Der Terminus "thesis Gänsweiniana" gefällt mir. Diese These vom erweiterten Papsttum kann man aber auch so auslegen, dass der Papst - und das ist natürlich Benedikt XVI. - gewisse päpstliche Aufgaben - etwa Bischofs- und Kardinals-Ernennungen - an jemand anders delegiert und ihm sogar gestattet, sich "Papst" (im Sinne von Unterpapst) zu nennen. Letzteres ist natürlich irreführend, aber was macht …More
Der Terminus "thesis Gänsweiniana" gefällt mir. Diese These vom erweiterten Papsttum kann man aber auch so auslegen, dass der Papst - und das ist natürlich Benedikt XVI. - gewisse päpstliche Aufgaben - etwa Bischofs- und Kardinals-Ernennungen - an jemand anders delegiert und ihm sogar gestattet, sich "Papst" (im Sinne von Unterpapst) zu nennen. Letzteres ist natürlich irreführend, aber was macht man nicht alles im Notstand!

Ähnliches ist ja heute bei Lehrstuhlinhabern der Fall. Früher war der Professor der Lehrstuhlinhaber (Besoldung C4, heute W3); später aber wurden dann Unterprofessuren eingeführt (C3, heute W2), die sich ebenfalls Professor nennen, aber nicht weisungsbefugt sind; d.h. praktisch nur, der Lehrstuhlinhaber könnte sie in ihren Weisungen an Assistenten korrigieren.

Es ist, was ich auch schon gesagt habe, völlig richtig, dass Benedikts Meinung, ob er nun Kirchenoberhaupt sei oder nicht, nicht eintscheidend ist. Das durch ihn legalisierte Kirchenrecht, welches natürlich dem Wort Jesu von einem einzigen "Petrus" mit Binde- und Lösegewalt Rechnung tragen muss und auch trägt, entscheidet das.
Dennoch sollte klar sein, dass - trotz aller so gegenteilig wirkenden Beteuerungen - Benedikt weiß, dass er allein Papst im Sinne des alleinigen Kirchenoberhauptes ist; deswegen hat er sich ja seine Anrede, seine Kleidung und seinen Fischerring nicht nehmen lassen.
CollarUri likes this.
CollarUri
@Tradition und Glauben
Bezüglich AL: Genauer bitte!
Die 45 beteuern, der Jesuit sei kein Häretiker.
Den Inhalt von AL halten sie zwar für häretisch, zeigen aber an den einzelnen Punkten nicht Häresie als solche auf, sondern halten es für "haeresiam favens", die Häresie begünstigend.
Zwar haben sie bezüglich der Person des Jesuiten Unrecht, denn er ist ein Häretiker; indessen lässt sich dies …More
@Tradition und Glauben
Bezüglich AL: Genauer bitte!
Die 45 beteuern, der Jesuit sei kein Häretiker.
Den Inhalt von AL halten sie zwar für häretisch, zeigen aber an den einzelnen Punkten nicht Häresie als solche auf, sondern halten es für "haeresiam favens", die Häresie begünstigend.
Zwar haben sie bezüglich der Person des Jesuiten Unrecht, denn er ist ein Häretiker; indessen lässt sich dies nur an wenigen Aussagen festmachen, nicht am Wortlaut von AL.

Einschlägige wiederholte und stetig vorgetragene Aussagen sind eher:
- Glaubensinhalte seien abzuändern (Zusammenhang mit Katechismus)
- Die Sakramentenlehre sei neu zu fassen (AL, aber nicht dessen Wortlaut allein, sondern dessen Interpretation durch den schlauen Autor)
- Eine verengte Lesart des Evangeliums sei "unumkehrbar" (Liturgie).
@Tradition und Kontinuität
Das sehe ich anders mit den Häresien und nicht nur ich. Lesen Sie doch unseren Blog.

Siehe Correctio filialis, Wir klagen an, Brief der 45.

Alles genau dargestellt mit Denzinger-Angaben.
CollarUri
@Tradition und Glauben
zu a. Was er beim Amtsverzicht gesagt hat: "Der Stuhl Petri wird ab Datum X (28.2.13, 20 Uhr) leer sein." Und alle haben sich entsprechend verhalten.
b) dass er sich Papa [...] nennt
Stimmt, aber ist von a) zu trennen, weil es zeitlich erst nach a) auftrat!
c) bis h): siehe bei b

"dann hätte er [Benedikt] es korrigiert" [was Gänswein anno 16 sagt] Nein, weil z. B. unbekan…More
@Tradition und Glauben
zu a. Was er beim Amtsverzicht gesagt hat: "Der Stuhl Petri wird ab Datum X (28.2.13, 20 Uhr) leer sein." Und alle haben sich entsprechend verhalten.
b) dass er sich Papa [...] nennt
Stimmt, aber ist von a) zu trennen, weil es zeitlich erst nach a) auftrat!
c) bis h): siehe bei b

"dann hätte er [Benedikt] es korrigiert" [was Gänswein anno 16 sagt] Nein, weil z. B. unbekannte Erpressungsgründe oder Irrtümer nach wie vor bestehen.

"formeller Häretiker": Ja, aber eine Fussnote ist noch kein Fuss, der den Jesuiten aus dem Amt kickt.

"Januar 19" in meinem Vorkommentar ist nur ein Szenario, wer kann schon in die Zukunft schauen?

Und Ungehorsam gegen den Bischof werden wir frühestens dann üben, wenn wir die Sache lupenrein bewiesen und vor Augen haben.
@Tradition und Glauben
Amoris Laetitia ist sicher eines der zerstörerischsten Dokumente, das je ein Papst verfasst hat, vielleicht sogar das fatalste schlechthin. Aber Häresien enthält es m.E., fast hätte ich geschrieben "leider", keine ausdrücklichen. Es sei denn, das persönliche Gewissen wird über die Lehre der Kirche gestellt. So genau kenne ich die diesbezüglichen Formulierungen nicht. In …More
@Tradition und Glauben
Amoris Laetitia ist sicher eines der zerstörerischsten Dokumente, das je ein Papst verfasst hat, vielleicht sogar das fatalste schlechthin. Aber Häresien enthält es m.E., fast hätte ich geschrieben "leider", keine ausdrücklichen. Es sei denn, das persönliche Gewissen wird über die Lehre der Kirche gestellt. So genau kenne ich die diesbezüglichen Formulierungen nicht. In dem Falle wäre AL wohl tatsächlich häretisch.
CollarUri likes this.
@CollarUri
"Des Amtes enthoben" siehe Formosus, allerding post mortem. Und dann haben wir die ganze Bellarmin Haereticu Papa Diskussion.

Wir können es ihm beweisen:
a. was er beim Amtsverzicht gesagt hat,
b. das er sich papa emeritus nenntm
c. die weiße Soutane trägt,
d. den Fischerring
e. sich mit "Seiner Heiligkeit" anreden lässt und so unterschreibt,
f. neuernannte Kardinäle zu ihm gebracht …More
@CollarUri
"Des Amtes enthoben" siehe Formosus, allerding post mortem. Und dann haben wir die ganze Bellarmin Haereticu Papa Diskussion.

Wir können es ihm beweisen:
a. was er beim Amtsverzicht gesagt hat,
b. das er sich papa emeritus nenntm
c. die weiße Soutane trägt,
d. den Fischerring
e. sich mit "Seiner Heiligkeit" anreden lässt und so unterschreibt,
f. neuernannte Kardinäle zu ihm gebracht werden
g. er im Vatikan residiert
h. er zumindest vom Gänswein-Auftritt aus dem Jahre 2016 wissen musste, wäre es nicht nach seinem Sinn gegangen, dann hätte er es korrigiert. Zu irgendwelchen Lappalien kath.net/news/66024 das ihn ein Böhnke falsch zitierte oder nicht verstanden hat, äußert er sich schon.

Das Homo-Dossier soll nach Church Militant im Vatikan kursieren, also früher oder später erfahren wir es schon.

Ich verstehe wirklich nicht den Satz mit Januar 19.

Auch für den Fall, dass Benedikt tatsächlich zurückgetreten sein sollte, was ich nicht glaube und Bergoglio Papst ist, so ist doch Bergoglio spätestens seit Amoris Laetitia ein formeller Häretiker.

Nur Ihr, die Geistlichen, die Bischöfe und Kardinäle, seid zu feige etwas dagegen zu unternehmen, oder bei Novus Ordo "Benedikt" zu kommemorieren. So ist es doch!
CollarUri
@Tradition und Glauben "des Amtes enthoben" soll wann geschehen und wie? Sie haben mich entweder bewusst missverstanden oder das inhaltliche Argument einfach aus Nachlässigkeit übergangen. Die Quintessenz ist immernoch, dass wir es dem Benedikt nicht beweisen können, und das ist im Moment alles, was zählt. Ob danach einer "gerichtet" wird und ob das jetzt Judge oder Urteilen ist, ob ein …More
@Tradition und Glauben "des Amtes enthoben" soll wann geschehen und wie? Sie haben mich entweder bewusst missverstanden oder das inhaltliche Argument einfach aus Nachlässigkeit übergangen. Die Quintessenz ist immernoch, dass wir es dem Benedikt nicht beweisen können, und das ist im Moment alles, was zählt. Ob danach einer "gerichtet" wird und ob das jetzt Judge oder Urteilen ist, ob ein Priester es schriftlich hat von seinem Bischof oder womit genau Benedikt erpresst wird, das sind doch nun wirklich Nebensachen.
Stellen Sie Sich doch bitte einmal vor, es ist Januar 19, die Bischöfe kommen zusammen, konstatieren einen Missbrauchsskandal mit dem Jesuiten inklusive, erklären diesen für irrelevant und möchten nun jemanden als Papst haben, beispielsweise indem sie Benedikt als Papst benennen, weil der Heilige Geist ihnen beisteht. Dies (wobei natürlich die rechte Gesinnung der Bischöfe noch vorauszusetzen wäre) brächte das Problem mit sich, dass hieb- und stichfest der genannte Irrtum Benedikts - von Frau Barnhardt ja ganz zurecht bezeichnet - belegt und bewiesen werden müsste und zwar für den 11. Februar 13!

Haben Sie dieses Problem wirklich nicht begriffen?

Widerspruch besteht da keiner, aber es ist eben bisher nur Vermutung und nicht Beweis. Jeder wird sagen, Benedikt habe a n d e r e Rücktrittsgründe gehabt und diese seien hieb- und stichfest, also bestehe Sedisvakanz, wobei einige andere sagen dürften: der Jesuit sei eben doch der Papst, schliesslich hätten dies die Kardinäle und Benedikt anno 13 alle so gesehen oder wenigstens sich so verhalten.

Es würde, selbst wenn der Heilige Geist ihnen die Notwendigkeit einer Korrektur zeigte, noch sehr viele Meinungen darüber geben, was zu tun ist und durch wen.
@CollarUri

ad 1.
Gänswein führte im Jahre 2016 das aus, was Benedikt in nuce 2013 selbst gesagt hat. Kein Widerspruch.

ad 2.
Ich glaube, dass Benedikt mit etwas erpresst wird, was er getan hat und nicht damit, was er als Verleumdung fürchtet.

ad 3.
Natürlich hat die Nennung des Papstes auf die Gültigkeit der Messe keinen Einfluß. Wenn der Priester aus Furcht vor der Entlassung "Franziskus" …More
@CollarUri

ad 1.
Gänswein führte im Jahre 2016 das aus, was Benedikt in nuce 2013 selbst gesagt hat. Kein Widerspruch.

ad 2.
Ich glaube, dass Benedikt mit etwas erpresst wird, was er getan hat und nicht damit, was er als Verleumdung fürchtet.

ad 3.
Natürlich hat die Nennung des Papstes auf die Gültigkeit der Messe keinen Einfluß. Wenn der Priester aus Furcht vor der Entlassung "Franziskus" sagt, obwohl er Benedikt für den Papst hält und dies als "Gehorsam dem Bischof gegenüber" bezeichnet, so sündigt er schwer und ist ein Feigling.

ad 4. Tja, richten und sich ein Urteil bilden, im Englischen steht das Wort to judge für beides, sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Richten im Sinne einen Prozess machen, kann man nur dann wenn er des Amtes enthoben ist.
CollarUri likes this.
CollarUri
@Tradition und Glauben
Was sind die neuen Nachrichten im englischsprachigen Video?
1. Benedikt habe Erzbischof Gänsweins Interpretation vom gespaltenen Papstamt gutgeheissen (ca. bei Minute 30' im Video), und zwar sei dies im Jahr 16 geschehen. Berührt also die Zeit um 13 nicht. Ausgehend von diesem Ereignis blendet Frau Barnhardt zurück und nimmt an, dies sei schon 13 Benedikts Meinung gewesen.…More
@Tradition und Glauben
Was sind die neuen Nachrichten im englischsprachigen Video?
1. Benedikt habe Erzbischof Gänsweins Interpretation vom gespaltenen Papstamt gutgeheissen (ca. bei Minute 30' im Video), und zwar sei dies im Jahr 16 geschehen. Berührt also die Zeit um 13 nicht. Ausgehend von diesem Ereignis blendet Frau Barnhardt zurück und nimmt an, dies sei schon 13 Benedikts Meinung gewesen. Das ist eine plausible Vermutung, aber mit der kann keiner erfolgreich in Rom hausieren gehen. Hätten wir dafür einen Beweis, wären wir in der Tat einen Schritt weiter. Zur Bekräftigung des Arguments nimmt Frau Barnhardt Benedikts Rede vom 27.2.13 als Grundlage und kann anführen, dass sie ins Bild passe, weil der Papst annehme, er sei gleichsam "einmal gekrönt immer gekrönt", obwohl er gerade einen Schritt unternahm, der an sich dagegen sprechen könnte und von dem auch alle Welt angenommen hat, er spreche dagegen. Gänswein hat diesem Irrtum Nahrung gegeben, indem er die Änderung des Papsttums behauptet. Diese Änderung ist Schwachsinn und existiert nicht, aber ist, wie gesagt, durch Benedikt möglicherweise erst 2016 mit behauptet und supponiert worden. Fazit: Es gibt keinen durchschlagenden Beweis in der Sache, nur Vermutungen.

2. Bei ca. Min. 50' sagt das Video, dass einer mit Schlamm beschmissen werden kann, auch wenn er unschuldig ist. Und das soll in der Konsequenz die Flucht Benedikts aus dem Amt verursacht haben? Leute, die Pforten der Mafia haben uns überwältigt! Und wenn es so wäre: Wären wir etwa die Richtigen, um die Karre aus dem Dreck zu ziehen? Glauben Sie, unsere Brachialgewalt erreiche auch nur die Schweizergarde? Wäre Benedikt im übrigen vor falschen Anschuldigungen davongelaufen, Recht hätte er! Wir brauchen das Papstamt nicht mit falschen Anklagen behäufen zu lassen, das hat Christus für uns schon durchlitten. Das Papstamt gehört nicht zu Schlammschlachten, weder wegen Geld noch wegen sonstwas.
So kann er also im Ergebnis einer Erpressung unterlegen sein, aber wenn dich der Teufel selbst erpresst, wirst du auf Gottes Hilfe warten müssen und dich besser nicht wehren, du kommst nicht allzu weit.

3. Bei 1h23'30'' fragt das Video, warum ein Priester mit grosser Selbstverständlichkeit findet, man könne der Hl. Messe folgen und die Kommunion erlaubterweise empfangen, auch wenn der Zelebrant den Jesuiten einen Papst nenne. Da geht es nicht um die Frage, ob jener objektiv Papst ist, sondern ob der Zelebrant bewusst eine Unwahrheit sagt, und ob diese eventuelle Sünde die Messe ungültig macht. Hier handelt es sich um Sakramententheologie. Die Messe ist gültig, wenn der Priester das tun will, was die Kirche tut. Selbstverständlich will er es. Sein Bischof hat ihn geheissen, "Franziskus" zu sagen, also sagt er "Franziskus", vielleicht wird dies zur Abwägungsfrage, entweder lügen oder dem Bischof ungehorsam sein, aber das hat für den Gläubigen keinen Unterschied zur Folge. Sollte es einen Unterschied machen, dann für das Gewissen des Priesters, und dieses ist keineswegs das Kriterium weder für Gültigkeit noch Erlaubtheit einer Hl. Messe.

4. Bei 2h02' sagt sie: Der Vorwurf an ihre Adresse, man solle den Papst nicht richten, greife nicht, weil der Jesuit kein Papst sei. Wer sagt, Benedikt dürfe dieses Chaos, das da jetzt herrscht, nicht verursachen oder dulden, der richtet Benedikt. An ihn sollte man appellieren, aber dann beisst sich das Ross in den Schwanz, und jeder kann sich an den Fingern abzählen, dass er immernoch entweder erpresst wird oder was sonst die schönen Gründe sein mögen, die er im Jahre 13 hatte, und die eben auch durch unser Video nicht so beantwortet werden, dass man den "Neu-Römern" auch nur ein bisschen beikäme.

After all: Benedikt ist Papst, aber der Haifisch ist kein Haifisch, dem man's nicht beweisen kann.

Trotzdem danke für das Video, da man die gute Analytikerin Ann Barnhardt einmal zu Gesicht bekam.
Santiago74 likes this.
@CollarUri
Doch. Bei mir klappt es! Und Ihrem Kommentar kann man es ersehen, dass Sie das Video nicht gesehen haben.
CollarUri
@Tradition und Glauben
Leider ist das Video mit deutschen Untertiteln trotz Ihrer Beteuerung auf Ihrer Site nicht erhältlich.
CollarUri
So einfach ist es auch wieder nicht.
Die Tatsache, dass Benedikt als Papst auftritt, beweist keineswegs, dass er dies am 11.2.13 schon für kommende Jahre im Sinn hatte und in kommenden Jahren als Papst auftreten wollte. Wenn der Rücktritt kein Rücktritt von der Papstwürde war, muss man dies an den Reden und angewandten Formen im damaligen Verhalten Benedikts und der Kurie so verständlich wie …More
So einfach ist es auch wieder nicht.
Die Tatsache, dass Benedikt als Papst auftritt, beweist keineswegs, dass er dies am 11.2.13 schon für kommende Jahre im Sinn hatte und in kommenden Jahren als Papst auftreten wollte. Wenn der Rücktritt kein Rücktritt von der Papstwürde war, muss man dies an den Reden und angewandten Formen im damaligen Verhalten Benedikts und der Kurie so verständlich wie möglich festmachen. Sicher ist, dass das Konklave glaubte, einen Papst zu wählen, und dass Benedikt dieses Konklave für echt hielt. Wenn er trotzdem Papst geblieben ist, muss sich dies anhand der besonderen juristisch wirksamen Ereignisse zwischen dem 11.2.13 und dem 19.3.13 (Buona Sera) erweisen!
Insbesondere ist die Papstrede vom 11.2. anzuzweifeln, aber weisen Sie, ob Sie nun Theologe oder sonst ein Katholik sind, dies einem gewievten Kenner der Materie wie Benedikt XVI. erst einmal Punkt für Punkt nach. Wir werfen ja nicht irgendwem einen Irrtum vor, sondern einem der feinsinnigsten Theologen der Gegenwart. Ja, er hat sich geirrt, sonst gäbe er sich nicht im Nachhinein als den Teilhaber am Petrusamt. Nein, dies ist ihm nicht bis ins Detail schlüssig nachgewiesen; es wäre Zeit für die entsprechende Lizentiats- oder Doktorarbeit.
Zwar hat sich im Nachhinein gezeigt, dass er sich schon vorher, in der Zeit der Entscheidung, geirrt haben dürfte; es wäre indessen hilfreich, wenn einer dazu Anhaltspunkte aus den Jahren bis 2013 liefern würde.
@alfredus
Nicht nur gegen das Papsttum, sondern gegen die ganze Kirche.
CollarUri likes this.
@Tradition und Kontinuität
Sie und Ihr Benedikt ... Vielleicht haben Sie das Hauptargument verpasst. Der Rücktritt ist ungültig aufgrund des wesentlichen Irrtums von Benedikt. Und auch wohl der schweren Furcht, aber das kommt auf der zweiten Stelle.

An alle: Das ist nicht der Aufsatz. Nur ein Teil. Hören Sie sich den ganzen Vortrag von Ann Barnhardt an, der 2 Stunden 16 Minuten dauert. Dann …More
@Tradition und Kontinuität
Sie und Ihr Benedikt ... Vielleicht haben Sie das Hauptargument verpasst. Der Rücktritt ist ungültig aufgrund des wesentlichen Irrtums von Benedikt. Und auch wohl der schweren Furcht, aber das kommt auf der zweiten Stelle.

An alle: Das ist nicht der Aufsatz. Nur ein Teil. Hören Sie sich den ganzen Vortrag von Ann Barnhardt an, der 2 Stunden 16 Minuten dauert. Dann haben wir den gemeinsamen Wissensstand, sodass wir uns unterhalten können.
alfredus
Man kann es nicht leugnen, das Pontifikat von Franziskus ist ein gegen das Papsttum gerichtetes Unterfangen. Das haben viele Gläubige schon damals empfunden als er auf der Loggia die Christen mit " Guten Abend " begrüßte. Später konnte man lesen, dass es wegen der Papstgewänder, Streit gab. Franziskus nennt sich Papst von Rom und wohnt auch nicht im Papstpalast. Seine Reden und Auftritte …More
Man kann es nicht leugnen, das Pontifikat von Franziskus ist ein gegen das Papsttum gerichtetes Unterfangen. Das haben viele Gläubige schon damals empfunden als er auf der Loggia die Christen mit " Guten Abend " begrüßte. Später konnte man lesen, dass es wegen der Papstgewänder, Streit gab. Franziskus nennt sich Papst von Rom und wohnt auch nicht im Papstpalast. Seine Reden und Auftritte sind eines Papstes nicht würdig. Mit anderen Worten: er ist nicht der Papst , sondern es ist und bleibt Benedikt XVI.
Vered Lavan likes this.
Der erste Teil der Analyse ist sehr gut. Ihn hätte ich am liebsten dreimal geliked. Die Kritik an Papst Benedikt geht mir aber zu weit.
alfredus likes this.