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Galahad
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Kreuzzug für die Wahrheit: Die Wahrheit über die Kreuzzüge (Teil 1)

von Katharina Weinhardt
Es scheint heute allgemeiner Konsens zu sein, dass die Kirche im Mittelalter unter dem Deckmantel der Religion in sich ungerechtfertigte und brutale Kreuzzüge geführt habe, die – so die gängige Meinung – in Wahrheit lediglich der Sicherung politischer Machtstrukturen dienten. Oft wird dabei der Islam dem Christentum gegenübergestellt mit der Unterstellung, dass beide Religionen einheitlich grausam in ihren Eroberungskriegen vorgegangen seien. Diese Hypothese nützt der islamischen Religion insofern, dass heutige gewaltsame Ausschreitungen mit dem Verweis auf die Kreuzzüge verharmlost und relativiert werden können. Zudem soll dabei möglichen Kritikern suggeriert werden, dass religiös motivierte Handlungen im Allgemeinen erst im Nachhinein als gut oder schlecht bewertet werden können und es die Aufgabe der Gesellschaft sein müsse, diese Ausschreitungen an unseren heutigen zivilisatorischen Werten zu messen, wie dies z. B. im Christentum bereits geschehen sei.
Das Christentum kennt das Recht auf Notwehr und Selbstverteidigung, doch es stellt sich die Frage, in welchen Bereich die Kreuzzüge eingeordnet werden müssen: Waren sie Angriffskriege? Akte der Aggression und der religiösen Intoleranz den Muslimen gegenüber? Oder war der Entschluss zu den Kreuzzügen doch vielschichtiger und mit dem Glauben mehr vereinbar als allgemein angenommen?
Dieser Artikel über die Kreuzzüge soll jenseits der öffentlichen Meinung darüber, die leider oft eine Diskreditierung des Christentums zum Zweck hat, Fakten und Informationen offenlegen, die zu einer differenzierten Betrachtung der Kreuzzüge anregen können. Dabei geht es nicht darum, Schuldzuweisungen oder Anklagen zu formulieren, sondern zu versuchen, dem Leser einen detaillierten Einblick in die einzelnen historischen Geschehnisse zu ermöglichen.

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michael7
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