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Papst-Kritiker greifen Benedikt XVI. an

Neues Buch wirft Ratzinger Modernismus vor
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/papst-kritiker-greifen-benedikt-xvi-an
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Eugenia-Sarto
@Nujaa Welchen Begriff können Sie denn anführen, der thomistisch geprägt im Dogma erscheint, und nun umformuliert von neueren Theologen in einer anderen Sprache genau dasselbe inhaltlich aussagt. Denn Sie wissen ja, dass der Inhalt eines Dogmas in keiner Weise verändert werden darf.
@Nujaa "Wenn sie dabei thomistisch vertraute Begriffe neu interpretieren, wird es richtig kompliziert" Es wird nicht nur kompliziert, sondern es wird falsch! Im Antimodernisteneid hat Joseph Ratzinger vor seiner Priesterweihe feierlich gelobt, die von der Kirche verwendeten theologischen Begriffe genau in dem von der Kirche definierten Verständnis anzunehmen - und eben gerade nicht neu zu interpretieren! Wie es J.R. zum Beispiel bzgl. einem der wichtigsten Begriffe: Transsubstantiation (!) getan hat. Nachweislich.
Nujaa
Wenn man sich nicht gerade auf die charismatische Bewegung versteift, kann man unter den heutigen und den Theologen der Generation Benedikt nicht gerade "Individualtheologie" konstatieren, sie haben schon einen höheren Anspruch und mühen sich redlich. Sie setzen allerdings nicht die scholastische Begrifflichkeit voraus und versuchen es, mal mehr, mal weniger gelungen, mit einer neuen. Wenn sie … Mehr
Eugenia-Sarto
Die Diskussion wäre fruchtbarer, wenn die Anmerkung von @Laurentius von Brindisi berücksichtigt würde: "So wie es zu der vom heiligen Pius X. in "Pascendi" definierten Häresie des Modernismus gehört, das Offenbarungsgeschehen in den Menschen selbst zu verlegen und somit den Glauben vom Lehramt zu entfremden -- genau so ist es dem modernistisch empfindenden Menschen kaum möglich, sich von seiner … Mehr
Nujaa
@Brazos, über den Thomismus hat sich das 'Vatikanum II ja gar nicht geäußert, insofern konnte es ihm auch gar nicht gerecht werden. Seine begriffliche Klarheit konnte es allerdings auch nicht erreichen, was auch nicht das vordringliche Ziel war und in der damaligen und heutigen Situation vermutlich ein historisch nicht erreichbares Ziel ist. Für die 'Entwicklung des Thomismus in seiner Hochform … Mehr
Heilwasser
@Eugenia-Sarto
Benedikt würde den Sühnecharakter des Kreuzestodes Christi leugnen ?
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Offen gesagt. Das kann aus meiner Sicht wieder nur so ein Ding von gewissen
Theologen sein, die eine Schrift nicht im Zusammenhang lesen wollen. Ich kenne
Benediktschriften einigermaßen gut bzw. meine, seine Absicht darin einigermaßen
erkannt zu haben. Ich widerspreche aus meiner Sicht vehement, dass … Mehr
Heilwasser
Das heißt noch nicht, dass es das Urteil Gottes über alle
deren theol. Schriften ist und das wollte EB Levebvre auch
sicher nicht sagen.
CSc
Erzbischof Lefebvre erklärte in einem Vortrag im Priesterseminar Zaitzkofen am 17. Februar 1987:

„Der Papst [Johannes Paul II.] ist Modernist, das ist sicher, wie auch Kardinal Ratzinger und genug Männer in ihrer Umgebung.“

(Das Urteil Mgr. Lefebvres zur Frage möglicher Bischofsweihen in der Priesterbruderschaft: »Wenn es meine Pflicht ist, werde ich Bischöfe weihen.«, in: Mitteilungsblatt der … Mehr
Manche Kommentare hier zeigen erschreckend, wie tief die geistig-religiöse Krise wirklich ist, z.B. von @eiss. Nachdem @Klaus Peter ihn völlig zu recht aufmerksam gemacht hat, keine "komplett andere Lesart des Begriffs «Modernimus» einzuführen", also bitte den theologischen Begriff einer spezifischen Irrlehre nicht in denselben Topf mit Dingen wie der Kalendererneuerung des 16. Jh. zu werfen,… Mehr
Brazos
@Nujaa
Ich schätze die vorkonziliare Theologie und auch Thomas von Aquin, dort sind immer noch Schätze zu finden. Aber ich sehe auch klar das die Kath. Kirche sich bis zum bitteren Ende weiterentwickeln muss. Der universelle Heilsplan Gottes kommt hier bei vielen Postern für mein Gottesbild nun mal erheblich zu kurz, obwohl er ja sogar biblisch ist. Die buchstabengetreue Auslegung des … Mehr
Hans Eisen
Wigand Siebel (Hrsg.): Zur Philosophie und Theologie Joseph Ratzingers, Saka-Verlag, Saarbrücken.
Dieses Buch besteht aus mehreren Aufsätzen, in denen die modernistische Grundhaltung Ratzingers gut herausgearbeitet wird. Es ist daher für Tradis absolut lesenswert. Für viele der Gtv-User ist das wohl schwer zu lesender Stoff.
Nujaa
Da interpretieren Sie die vorkonziliare Theologie doch sehr unfair. In ihr wird der universale Heilsplan Gottes überhaupt nicht geleugnet und Beispiele, die von einer kleinen Schar der Erwählten, für die die christliche Botschaft allein bestimmt wäre, schreiben, sind mir aus der thomistischen Tradition völlig unbekannt.
Nein, Anlaß für das zweite Vatikanum scheint mir vor allem gewesen zu sein, … Mehr
Brazos
@Nujaa
Jedes Konzil ist nunmal eine Weiterentwicklung, man kann sie annehmen, oder ablehnen. Am Ende wird die Kirche als Braut geschmückt zu Gott gehen. Das geht natürlich nur wenn sie ihre Liebe zu Gott, der ewigen Wahrheit wiederspiegelt und auch ihre Liebe zu jedem Erlösten. Man kann da engstirnig sein und sagen, wir sind nur eine handvoll Erlöste und Auserwählte und kommen schon miteinander … Mehr
Nujaa
Mit dem Begriff "Weiterentwicklung" wäre ich vorsichtig, @Brazos , kirchengeschichtlich kann man einen linearen Fortschritt sicher nicht konstatieren. Da gab es außer großen Höhen auch entsetzliche Tiefen und oft auch Ungleichzeitigkeiten der kulturellen, politischen und religiösen Entwicklung. Bloß sich aussuchen, ob man in jeder Zeit und auch in unserer sich bemühen muß, die Vollständigkeit der ewigen Lehre in den verschiedenen Kulturzuständen auszudrücken , das konnte man nie.
Brazos
Der Artikel stimmt, entweder man erkennt das zweite Vaticanum II an, oder man lehnt es ab. Alles andere, wie ein Mittelweg, ist logisch in sich nicht schlüssig. Entweder erkannt man an, dass sich die Kirche weiter entwickeln muss, oder man meint sie sei schon fertig. Natürlich gibt es auch Fehlentwicklungen und Übertreibungen, aber die Kirche ist auf einem guten Weg.
Heilwasser
Im Artikel scheint der Bogen überspannt zu sein. Man muss die
Sache schon fair angehen. Außerdem gibt es nur einen Richter.
Er wird Benedikt XVI. bewerten, sonst niemand !
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Es gäbe genug in der aktuellen Diskussion zu tun.
Heilwasser
@Eugenia-Sarto
In Ihrer Ratzingerkritik Ist die Theologie von Kardinal Ratzinger modernistisch?
sind Sie leider zu weit gegangen. Ich möchte Sie fragen, ob Sie folgende Punkte
nicht bemerkt haben:
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1.) Die Theologie von Ratzinger prinzipiell als modernistisch zu etikettieren, kann
meiner Ansicht nach niemals gerecht sein:
a) - weil Benedikt XVI. in einem gültigen Konklave … Mehr
DJP
Benedikt XVI ist in der Reihe der Konzilspäpste der beste von den schlechten.
JorgevonBurgoss
Von allen Konzilspäpsten war er noch der erträglichste trotz seiner Feigheit.
DJP gefällt das.
Eugenia-Sarto
Zur Definition des Modernismus sollte man am Besten die Enzyklika Pascendi von Papst Pius X. als Grundlage anwenden. Dort wird eingehend das ganze System des Modernismus beschrieben. Man kann über die Theologie von Kard. Ratzinger soviel schon sagen, dass er eine neue Sprache angewandt hat, die der von Karl Rahner ähnelt. Er drückt sich oft sehr unklar und wenig dogmatisch aus.
Dadurch werden einige Glaubenswahrheiten zumindest verschleiert.
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Boni
@eiss,
das Problem ist doch, dass in kleinen unmerkliche Schritten der Glaube zerstört wird. Das ganze Zerstörungsprojekt hat im Universalienstreit im 13. Jahrhundert begonnen. Am Ende dieses Prozesses steht nun eine Religion, die zurecht niemand mehr ernst nimmt. Ratzinger hat mit seiner falschen Lehre von der Historizität der Wahrheit (“Was im Syllabus steht, kann man heute so nicht mehr sagen“) einen gewichtigen Eigenbeitrag zur Glaubenszerstörung geliefert.
eiss
@Klaus Peter

„Ist etwa deren Salz aus Ihrer Sicht schal?“ Nein. Über modern oder traditionell streitend, bewegen wir uns durch die Zeit, von Generation zu Generation. Manches ändert sich unmerklich, weil über Generationen hinweg die Veränderung erfolgt. Oft bleibt in den Revolutionen vieles beim Alten, während die unmerkliche Veränderung sehr viel tiefer greift und tatsächlich verändert. Je … Mehr
onda gefällt das.
Klaus Peter
@eiss: Ist es sinnvoll, eine komplett andere Lesart des Begriffs «Modernimus» einzuführen, gegen Kardinal Siri, Kardinal Billot und viele andere, die in Büchern gegen den Modernismus in der Kirche angeschrieben haben? Ist etwa deren Salz aus Ihrer Sicht schal? Vielleicht liegt es auch an mir? und ich verstehe einfach nicht, was Sie meinen.
sudetus
Ratzinger ist auch Modernist, zwar gemäßigt, aber da hilft alles schöntun nichts . Erst als Papst besann er sich wieder auf Liturgie usw. Aber was nützte das alles, Herr Bergoglio zerstört eh alles was Benedikt wieder langsam aufgebaut hat.
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Der Weg von Ratzinger, ob man ihn jetzt gemäßigten Progressismus oder gemäßigten Traditionalismus nennt, ist genau der richtige. Wir können Gott nicht genug danken, dass er unserer Zeit diesen bedeutenden Theologen und frommen Hirten geschenkt hat. Die Kritiker von Ratzinger haben nichts verstanden oder jedenfalls nicht alles verstanden.
Samariter17
Genaueres findet man in dem Vortrag "Verschwörung in der Kirche"
Verschwörung in der Kirche
alfredus
Benedikt XVI. sagte einmal über sich selbst : .. ein gemäßigter Progressist zu sein .. ? ! Das trifft genau den Nagel auf den Kopf und belegt sein Zögern in vielen Bereichen. Auf der einen Seite war er ein Mozart und Gelehrter in seinen Schriften und auf der anderen Seite hat er nicht viel gegen die Mißstände von denen er wusste, unternommen. Assisi ist zum Beispiel ein Beleg dafür, denn obwohl … Mehr
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Sascha2801
@eiss Meiner Meinung nach haben Sie ein falsches Bild davon, was kirchlicher Modernismus bedeutet. Modernismus heißt zu meinen, dass der Glaube sich mit der Zeit verändern kann. Der Modernismus ist das „Sammelbecken aller Häresien“ laut Pius X. Damit ist nicht gemeint gewisse Dinge nicht „in Christus zu erneuern.“ Allerdings haben wir gerade eine nie da gewesene Form, dass Päpste Irrlehren folgen und verbreiten
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Maranatha!
Der verloinkte artikel ist von katholisch.de. Dass katholisch.de die Franziskuskritiker spalten, diskreditieren und schwächen möchte, da sie die unsäglichen Bergoglianischen Umgestaltungen gut finden, ist doch klar.
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eiss
Päpste sind Modernisten, spätestens seit der Renaissance, und Luthers Reformation ist in vieler Hinsicht Reaktion darauf. Oder denken wir nur an den ungeheuerlichen Akt von Papst Gregor XIII., den julianischen Kalender zu modernisieren. Aber auch der Syllabus oder Pascendi sind sorgsame Sammlungen modernistischen Denkens, zwar mit der Warnung vor eben diesem Denken, aber diese Warnung hat den … Mehr
Sascha2801
"Benedikt XVI. sei ein Modernist mit traditionellem Vokabular, so der Vorwurf." Da muss ich ihm recht geben. So sympathisch ich Benedikt XVI persönlich finde und es sehr zu schätzen weiß, dass er die Liturgie etwas würdiger feiern wollte, die tridentinische Messe gefördert hat und sich für die kniende Mundkommunion ausgesprochen hat, ist er dennoch ein Anhänger der neuen Messe, des 2 Vat. … Mehr
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