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Mariahilf ob Passau

Bibiana
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Das anmutige Gnadenbild von Passau ist die Kopie eines Gemäldes von Lucas Cranach(1474-1553). Dieser malte sein Bild 1514 in Wittenberg im Beisein Luthers, als beide noch katholisch waren. Das …Mehr
Das anmutige Gnadenbild von Passau ist die Kopie eines Gemäldes von Lucas Cranach(1474-1553). Dieser malte sein Bild 1514 in Wittenberg im Beisein Luthers, als beide noch katholisch waren. Das Original wurde bestimmt für die Heilig-Kreuz-Kirche in Dresden, kam aber nach der Reformation in die Dresdener Gemäldegalerie.
Als der Passauer Fürstbischof Erzherzog Leopold von Österreich 1610 zu Besuch beim Kurfürsten Johann Georg von Sachsen war, gestattete dieser ihm, sich ein Abschiedsgeschenk aus der Galerie auszusuchen. Der Fürstbischof erbat sich das Marienbild von Cranach. Der Domdekan von Passau, Marquard von Schwendi, der vom Gemälde Cranachs ebenso angetan war, liess vom Passauer Hofmaler Pius eine Kopie anfertigen. Vor dieser betete er innig und schaute mit anderen Zeugen Lichtzeichen an Samstagen und Vorabenden zu Muttergottesfesten auf dem Schulerberg, dem heutigen Mariahilf-Berg. Zuerst wurde daraufhin eine kleine hölzerne Kapelle und 1627 eine steinerne Kirche errichtet. ((Als Erzherzog Leopold Landesfürst von Tirol wurde, nahm er das Originalbild von Cranach mit nach Innsbruck. Hier wurde Cranachs Bild 1650 auf dem Hochaltar der St. Jakobskirche nach dem Tod Leopolds aufgestellt, nachdem man von der Berühmtheit der in Passsau verbliebenen Kopie erfahren hatte. Und ebenso das Original-Bild wurde in der Folgezeit zu einem bekannten Gnadenbild)).
Noch manch andere Kopie des Originalbildes von Cranach fand deutschlandweit, (nach der Befreiung Wiens von den Türken europaweit) Verbreitung und Verehrung. Aber von Mariahilf ob Passau nahm die Verehrung "Maria Hilf" ihren Anfang.
Als im Dreissigjährigen Krieg Passau von den Schweden bedroht wurde, rief die Stadt MARIA an. Der Vormarsch der Schweden wurde gestoppt. Und als die Türken 1683 Wien belagerten, flüchtete Kaiser Leopold mit seiner Gemahlin Eleonore nach Passau und flehten beide vor diesem Bild. Deren Beispiel folgten viele Soldaten und Bürger. Am Fest Maria Namen, am 12. 9. 1683, wurde Wien von den Türken befreit.
Das 18. Jahrhundert war Blütezeit der Mariahilf Wallfahrt. Aber 1803 war Säkularisation des Kapuzinerklosters, zuständig für die Wallfahrtsseelsorge. 1809 wurde Passau von napoleonischen Truppen besetzt und man plante den Abriss der Kirche aus militärischen Gründen. Aber Napoleon, der selbst das Gnadenbild besucht hatte, änderte in letzter Minute diese Pläne.
1846 wurden die Wallfahrtsanlagen unter Bischof Hofstätter wieder hergestellt und die Kapuziner kehrten 1890 zurück. Heute gehört der Mariahilf-Berg zu den grossen deutschen Wallfahrtsorten.
Bibiana
Diese Kopie vom Maler Pius nach dem Original von Cranach gilt als getreues, gelungenes Abbild.

O Maria, immer hilf!
Sunamis 46 gefällt das.
Bibiana
@cyprian Nein, eher nicht.
cyprian
Ist bei den norddeutschen Katholiken das Mariahilfbild auch bekannt bzw. verbreitet?
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Bibiana
Maria hilf!

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