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Gebete vor und nach der. heiligen Kommuion

Hildegard51
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Gebet vor der heiligen Kommunion Heiland, Du himmlische Liebe, die alles umkleidet mit Licht, Die nur von göttlichen Wonnen und seligen Freuden spricht; Du Abglanz des hohen Gottes, der alles mit …More
Gebet vor der heiligen Kommunion

Heiland, Du himmlische Liebe, die alles umkleidet mit Licht,
Die nur von göttlichen Wonnen und seligen Freuden spricht;

Du Abglanz des hohen Gottes, der alles mit Segen erfüllt,
Vor dem der Seraph erbebend sein leuchtendes Antlitz verhüllt:

Du willst ins Herzchen mir steigen, in diesen armseligen Raum,
Mich kosten lassen der Liebe entzückenden Himmelstraum!

Du willst mit reiner Freude erfüllen mein jugendlich Sein!
So komm denn, o Liebe, o Liebe, ich warte schon lange Dein!

Ich habe in glühendem Flehen nach Dir mich gesehnet so lang,
Mich treibet zu Deinem Tische der Liebe inniger Drang.

Ich habe die Tage gezählet, die mich noch trennten von Dir;
O Gott, nun nahet die Stunde, mein Jesus, o komm doch zu mir!

Du liebst ja die Unschuld, die Jugend, ein reines Kindergemüt,
Das wie ein Stern der Tugend am Erdenhimmel erglüht.

Du wolltest die Erstlingsgaben von irdischer Herde und Flur,
Drum bring` ich Dir dar meine Kindheit und weih` sie mit heiligem Schwur.

O nimm sie und segne mein Leben, daß ich Dir diene mit Treu`,
Daß ich Dein Kind hienieden in Unschuld und Liebe stets sei!

Die Welt kann nie beglücken mein liebedürstendes Herz,
Nur Deiner Liebe Entzücken kann stillen jeden Schmerz.

O komm denn, mein Gott und mein alles, mich brennt der Liebe Glut;
Durchströme mein ganzes Wesen, Du süße Gnadenflut!
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Gebet nach der heiligen Kommunion

So ist es wahr, ich fühle den Herrn in meiner Brust;
Ich atme sel`ge Wonne, von der ich nie gewusst.

O Herr, sei mir gepriesen, Du meine Lust und Freud`!
Die Welt hat keine Ahnung von meiner Seligkeit.

Ich ruhe Dir am Herzen, so warm und liebentbrannt,
Es segnet mich in Liebe, o Jesus, Deine Hand.

Ich darf ins Aug` Dir schauen, o Jesus, welche Wonn`!
In meines Herzens Dunkel strahlt Deine Gnadensonn`.

Nur schweigend kann ich ruhen, o Herr, an Deinem Herz!
Mein ganzes Sein sich schwinget mit Dir nun himmelwärts.

Nur Dich will ich noch lieben, mein hehrer Seelenhort,
Und weit von meiner Seele wünsch` ich die Erde fort.

Nicht Sinnenlust und Freude von Dir mich trennen soll,
O Gott, bei Dir alleine ist mir so wohl, so wohl.

Nimm an mein junges Herze, es soll für Dich nur glühn,
Und stets als weiße Lilie an Deinem Herzen blühn.

Draus sollen immer steigen viel Düfte keusch empor;
Nie soll es trüb verschleiern der Erdenlüste Flor.

Ich will als Deine Blume Dir blühen immerdar;
Mein Herzchen soll Dir duften wie Weihrauch am Altar.

Drum bleib, o meine Liebe, doch stets in meiner Brust;
Verlaß mich nie und nimmer, Du meiner Seele Lust!

Ich will ja stets hienieden ein reines Kind Dir sein,
Um einst im Himmel droben mich Deiner stets zu feu`n.
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