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Hl. Ignatius von Antiochien (?-um 110), Bischof und Märtyrer

Tina 13
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Hl. Ignatius von Antiochien (?-um 110), Bischof und Märtyrer „Es gibt nichts Geheimes, was nicht an den Tag kommt“ Tragt Sorge dafür, dass ihr häufiger zusammenkommt, um eure Eucharistie – euere …More
Hl. Ignatius von Antiochien (?-um 110), Bischof und Märtyrer

„Es gibt nichts Geheimes, was nicht an den Tag kommt“

Tragt Sorge dafür, dass ihr häufiger zusammenkommt, um eure Eucharistie – euere Danksagung – und euren Lobpreis vor Gott zu bringen. Wenn ihr euch nämlich oft versammelt, vernichtet ihr die Streitkräfte Satans, und seine verderbliche Macht löst sich auf angesichts der Einmütigkeit eures Glaubens. Was gibt es Besseres als den Frieden, einen Frieden, der alle unsere geistigen und fleischlichen Feinde entwaffnet?

Ihr verkennt keine dieser Wahrheiten, wenn ihr einen vollkommenen Glauben an Jesus habt und eine vollkommene Liebe. Zwei Tugenden sind Anfang und Ende des Lebens: An seinem Anfang steht der Glaube, und die Liebe ist die Vollendung. Die Vereinigung beider Tugenden – das ist Gott selber. Alle anderen Tugenden geben ihnen das Geleit, um den Menschen zur Vollkommenheit zu führen. Das Bekenntnis des Glaubens ist unvereinbar mit der Sünde, so wie es die Liebe mit dem Hass ist. „An den Früchten erkennt man den Baum“ (Mt 12,33). Ebenso erkennt man erst an ihren Werken diejenigen, die ihre Zugehörigkeit zu Christus bekennen. Denn hierbei geht es für uns nicht einfach um ein Bekenntnis des Glaubens, sondern um die wirksame Umsetzung des Glaubens in die Praxis und um das beharrliche Festhalten am Glauben.

Es ist besser Christ zu sein ohne es zu sagen, als es zu sagen, ohne dass man es ist. Man kann sehr wohl den Glauben lehren, vorausgesetzt man praktiziert, was man lehrt. Wir haben ja nur einen einzigen Lehrer (Mt 23,8), ihn, „der sprach, und sogleich war alles geschehen“ (Ps 33,9). Selbst die Werke, die er schweigend vollbrachte, sind des Vaters würdig. Wer das Wort Jesu echt versteht, kann selbst sein Schweigen verstehen. Das wird seine Vollkommenheit ausmachen: er handelt durch sein Wort und offenbart sich durch sein Schweigen. Nichts entgeht dem Herrn; selbst unsere Geheimnisse sind in seiner Hand. Lasst uns also alles, was wir tun, mit dem Bewusstsein tun, dass er uns innewohnt. Wir werden so sein Tempel sein, und er selber wird als unser Gott in uns Wohnung nehmen.

Brief an die Epheser, § 13-15
Tina 13
Hl. Ignatius von Antiochien (?-um 110), Bischof und Märtyrer

„Alle sollen eins sein, wie Du, Vater, in mir bist und ich in Dir bin“

Ihr seid von Jesus verherrlicht und sollt ihn auf jegliche Art und Weise verherrlichen, damit ihr, vereint im gleichen Gehorsam, dem Bischof und den Priestern unterstellt, ganz geheiligt werdet. Ich gebe euch keine Befehle, so als ob ich eine bedeutende Persönlichk…More
Hl. Ignatius von Antiochien (?-um 110), Bischof und Märtyrer

„Alle sollen eins sein, wie Du, Vater, in mir bist und ich in Dir bin“

Ihr seid von Jesus verherrlicht und sollt ihn auf jegliche Art und Weise verherrlichen, damit ihr, vereint im gleichen Gehorsam, dem Bischof und den Priestern unterstellt, ganz geheiligt werdet. Ich gebe euch keine Befehle, so als ob ich eine bedeutende Persönlichkeit wäre. Ich trage zwar Ketten, weil ich mich als Christ bezeichne, aber ich habe die Vollkommenheit in Jesus Christus noch nicht erreicht. Ich bin nur Anfänger in seiner Schule und wende mich an euch als meine Mitjünger. Ich hätte es vielmehr nötig gehabt, durch euren Glauben, eure Ermutigungen, eure Geduld und Langmut auf den Kampf vorbereitet zu werden. Aber weil die Liebe mich nicht schweigen lässt, ergreife ich das Wort und ermahne euch, im Einklang mit dem Geist Gottes voranzuschreiten. Denn wie Christus, unser unveräußerliches Lebensprinzip, eins ist mit dem Denken des Vaters, so sind die Bischöfe, die überall bis an die Enden der Erde eingesetzt sind, eins mit dem Geist Jesu Christi.

Ihr sollt also mit eurem Bischof eines Sinnes sein, und diese Haltung ist euch ja auch zu eigen. Eure Priester, die Gottes wahrhaft würdig sind, sind mit dem Bischof verbunden wie die Saiten einer Lyra; so kann durch den vollkommenen Akkord eurer Hingabe und eurer Liebe zu Jesus ein Konzert des Lobes aufsteigen. Jeder von euch möge in den Chor einstimmen. In der Harmonie des Gleichklangs werdet ihr durch eure Einheit den Ton Gottes aufnehmen und mit einer Stimme durch den Mund Christi das Lob des ewigen Vaters singen [...] Es ist also zu eurem Vorteil, in einer untadeligen Einheit zu verbleiben; dadurch könnt ihr euch einer ständigen Einheit mit Gott erfreuen.

Brief an die Ehester, 2−4
Tina 13
Hl. Ignatius von Antiochien (?-um 110), Bischof und Märtyrer
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„Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat“
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Ihr seid Kinder des wahren Lichtes, lasst euch also nicht ein auf Streit und schlechte Lehren. Folgt eurem Hirten in allem, wie es Lämmer tun. Denn es geschieht häufig, dass Wölfe, die scheinbar glaubwürdig sind, diejenigen in die Irre führen, die auf Gottes …More
Hl. Ignatius von Antiochien (?-um 110), Bischof und Märtyrer
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„Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat“
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Ihr seid Kinder des wahren Lichtes, lasst euch also nicht ein auf Streit und schlechte Lehren. Folgt eurem Hirten in allem, wie es Lämmer tun. Denn es geschieht häufig, dass Wölfe, die scheinbar glaubwürdig sind, diejenigen in die Irre führen, die auf Gottes Wegen gehen. Bleibt also einig, so finden sie bei euch keinen Raum.
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Achtet darauf, nur an einer Eucharistie teilzunehmen. Es gibt ja auch wirklich nur ein Fleisch unseres Herrn, einen Kelch, der uns in seinem Blut vereint und einen Altar, so wie es auch nur einen Bischof gibt, mit Priestern und Diakonen um sich. So wird alles, was ihr tut, Gottes Zustimmung finden [...] Meine Zuflucht ist das Evangelium. Es stellt für mich den lebendigen Jesus dar und die Apostel als Leitung der Kirche. Lasst uns auch die Propheten hochhalten, denn auch sie haben die Frohbotschaft angekündigt. Sie haben auf Christus gehofft und ihn erwartet; ihr Glaube an ihn hat sie gerettet. Als Heilige, die in der Einheit mit Jesus Christus verblieben, sind sie unserer Liebe und Bewunderung würdig; sie haben es verdient, von Jesus Christus bezeugt zu werden und Anteil zu haben am Evangelium, unserer gemeinsamen Hoffnung [...]
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Wo Zwist und Zorn herrschen, wohnt Gott nicht. Aber der Herr vergibt allen, die Reue zeigen, wenn die Reue sie in die Einheit mit Gott zurückführt und in die Gemeinschaft mit dem Bischof. Ich glaube an die Gnade Jesu Christi, der all unsere Ketten lösen wird. Ich bitte euch inständig, handelt nie aus Zorn, sondern gemäß der Lehre Christi. Ich habe Leute sagen hören: „Was ich nicht in den Archiven finde, das glaube ich im Evangelium nicht“ [...] Mein Archiv ist Christus; meine unantastbaren Archive sind sein Kreuz, sein Tod und seine Auferstehung und der Glaube, der von ihm kommt. Von da her erwarte ich, gestützt durch euer Gebet, meine ganze Rechtfertigung.
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Brief an die Gemeinde von Philadelphia
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