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Betrachtung vor der heiligen Kommunion

St.Peter&Paul
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Vor der heiligen Kommunion Im Vertrauen auf Deine Liebe und Barmherzigkeit, die so groß wie Du, o mein Gott und Herr, gehe ich hin zu Dir, ein Kranker zu seinem Heilande, ein Durstiger zur Quelle …More
Vor der heiligen Kommunion

Im Vertrauen auf Deine Liebe und Barmherzigkeit, die so groß wie Du, o mein Gott und Herr, gehe ich hin zu Dir, ein Kranker zu seinem Heilande, ein Durstiger zur Quelle des Lebens, ein Dürftiger zum König des Himmels, ein Knecht zu seinem Herrn, ein Geschöpf zu seinem Schöpfer, ein Trostloser zu seinem freundlichen Tröster. Aber wie wird mir das, daß Du zu mir kommst.Wer bin ich, daß Du Dich selbst mir hingibst? Ich, ein Sünder, wie darf ich es wagen, vor Dir zu erscheinen, und Du, der Heilige, wie kannst Du so gütig zu einem Sünder kommen? Du kennst doch Deinen Knecht und weißt wohl am besten,daß er nichts Gutes in sich hat,daß ihn einer solchen Gabe würdig machte. Wahrhaftig, ich gestehe meine Nichtswürdigkeit, ich erkenne Deine Güte, ich preise Deine Huld, ich danke Deiner Liebe, die keine Grenzen hat. Denn das, was Du hierin und in allem zu meinem Besten tust, das tust Du nicht um meiner Verdienste, sondern bloß um Deiner Liebe wegen; das tust Du nur, um Deine Gnade noch herrlicher an mir zu beweisen, um mir selbst noch mehr Liebe und Demut ins Herz zu legen.

O Du, die Liebe und die Lieblichkeit selbst! Welche Verehrung, Dank und Lobpreisung bin ich Dir nicht dafür schuldig, daß Du mich mit Deinem heiligen Leibe speisest! Es ist doch kein Menschenverstand fähig, die unbegreifliche Würde dieser Deiner Liebe zu begreifen? Was werde ich aber bei dieser Kommunion im Hingang zu Dir, meinem Herrn, den ich nicht nach Würde verehren kann und doch mit voller Andacht empfangen möchte, Besseres und Nützlicheres tun können, als mich ganz vor Dir zu erniedrigen und Deine grenzenlose Liebe im stillen Lobpreisen zu erhöhen. Das will ich tun! Mein Gott, wie nichts fühle ich mich vor Dir, und werfe mich im Abgrunde meines Nichts hin vor Dir, und lobe Dich und will Dich ewig loben, ewig Deinen Namen über alle Namen erhöhen.

Du bist der heiligste unter den Heiligen, und ich der Unreinste unter den Unreinen. Du neigest Dich zu mir, und ich bin nicht wert, zu Dir aufzuschauen. Du kommst zu mir, Du willst bei mir sein. Du ladest mich selbst zu Deinem Gastmahle ein. Du willst mir die Speise des Himmels, das Brot der Engel zu essen geben, kein anderes Brot, als Dich selbst, das lebendige Himmelsbrot, das vom Himmel herabgekommen ist und der Welt das Leben gibt. Wahrhaftig eine wundervolle und bei aller Unbegreiflichkeit für den menschlichen Verstand dennoch glaubwürdige Sache, daß Du, mein Herr und Gott, unter der geringsten Gestalt des Brotes und Weines zugegen bist, und indem Dich der Mensch genießt, unverzehrt bleibst, ewig unser Gott und Herr! Du, dem alles zu Gebote steht, der keines Dinges bedarf, Du wolltest durch dies Dein Sakrament in mir wohnen.Bewahre Du mir Leib und Seele unbefleckt, damit ich mit frohem und reinem Herzen öfters Deine Geheimnisse würdig feiern, und was Du zu Deiner Ehre und zum immerwährenden Denkmale Deiner Liebe gestiftet hast, zu meinem ewigen Heile empfangen kann. Amen.
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Eugenia-Sarto
Du bist der heiligste unter den Heiligen, und ich der Unreinste unter den Unreinen. Du neigest Dich zu mir, und ich bin nicht wert, zu Dir aufzuschauen. Du kommst zu mir, Du willst bei mir sein. Du ladest mich selbst zu Deinem Gastmahle ein. Du willst mir die Speise des Himmels, das Brot der Engel zu essen geben, kein anderes Brot, als Dich selbst, das lebendige Himmelsbrot, das vom Himmel …More
Du bist der heiligste unter den Heiligen, und ich der Unreinste unter den Unreinen. Du neigest Dich zu mir, und ich bin nicht wert, zu Dir aufzuschauen. Du kommst zu mir, Du willst bei mir sein. Du ladest mich selbst zu Deinem Gastmahle ein. Du willst mir die Speise des Himmels, das Brot der Engel zu essen geben, kein anderes Brot, als Dich selbst, das lebendige Himmelsbrot, das vom Himmel herabgekommen ist und der Welt das Leben gibt.
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Ein wunderbarer Text! Danke!
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Solche Betrachtungen sind gar nicht mehr möglich; friedegrüßend und lächelnd schütteln wir die Hand des Nächsten, winken und werfen Kusshändchen den verschiedenen Akteuren zu...nun sind wir alle würdig, das "Mahl" zu konsumieren!
Whitby likes this.
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