Freudismus, Marxismus, Ökologismus, Darwinismus: der Grunddünger der Kultur des Todes.

Es geht hier nicht darum, alle Beiträge der Psychologie und der Psychoanalyse zu bestreiten. Freuds Grundgedanke, dass die Ereignisse in der frühen Kindheit die spätere Persönlichkeit eines erwachsenen Menschen prägen, ist, wenn schon nicht ganz richtig, so doch zumindest teilweise wahr. Auch die grundlegende therapeutische Idee, einem Patienten Erleichterung zu verschaffen, indem man ihn dazu bringt, sein Leiden durch Sprache auszudrücken, ist nicht unbegründet (und im Übrigen auch nicht neu). Ebenso steckt sicherlich ein Körnchen Wahrheit in der von Jung entwickelten Intuition des "kollektiven Unbewussten" (Jung ließ sich später leider von New Age und Theosophie befallen).

Solange sich die Psychologie und die Psychoanalyse bescheiden auf ihren Bereich beschränken, bleiben sie zum Teil glaubwürdig.

Der Fehler beginnt, wenn sie anfangen, ein umfassendes Weltbild zu vermitteln und erklären zu wollen, was gut und was böse ist. Für die Psychoanalyse gibt es eben kein Gut und kein Böse, sondern lediglich in der Kindheit entstandene Determinismen, die uns ihrer Meinung nach dazu verurteilen, ob wir wollen oder nicht, auf diese oder jene Weise zu handeln und im Grunde genommen Roboter zu sein. So ist der schlimmste Verbrecher nicht wirklich „verantwortlich“ von deren Missetaten, und zwar weil ihn die Ereignisse in seiner Kindheit dazu getrieben haben. Ebenso ist ein Heiliger aus denselben Gründen (nur umgekehrt) ein Heiliger. Mit anderen Worten: Es gibt keine Freiheit, es gibt keinen freien Willen und somit in letzter Konsequenz auch keine Schuldgefühle. Diese Sichtweise lehnt natürlich in letzter Konsequenz auch die Berufung des "freien Willens" des Menschen ab, der doch seine einzige wahre Würde darstellt und ihm (manchmal) ermöglicht, sich für Gott zu entscheiden.

Die Psychoanalyse wird, wenn sie nicht mehr an ihrem Platz ist, und wenn sie alles erklären will, auch zur Verneinung Gottes. Sie widersetzt sich grundlegend jeder Idee von Transzendenz. Zwar wirken sich die Ereignisse in der Kindheit langfristig auf das Individuum aus, aber das ist eben eine Frage der "Persönlichkeit", die nicht mit den ontologischen Entscheidungen zwischen Gut und Böse zu verwechseln ist.

Den gleichen Fehler finden wir übrigens auch im Marxismus, der ebenfalls (aber diesmal auf soziologischer und historischer Ebene) behauptet, dass der Ursprung des Bösen in sozialen Ungerechtigkeiten liegt (um es kurz zu machen), und damit die Existenz des Bösen "an sich" leugnet. Das Böse sei das bloße Produkt einer Unordnung, die aus dem Kapitalismus hervorgegangen sei (der Kapitalismus ersetzt hier den negativen Blick der Mutter auf das Kind, aber das Prinzip bleibt das gleiche). Im gleichen Register finden wir auch den "ökologischen Fundamentalismus", der behauptet, dass der Mensch im Grunde nicht mehr wert ist als ein Tier, eine Pflanze oder ein Mineral, und dass es dem Ökosystem im Grunde nur besser ginge, wenn er verschwinden könnte (und damit den Menschen als Abbild Gottes verleugnet, also im Grunde Gott ganz und gar verleugnet). Wir dürfen nicht vergessen, dass alles darauf hinausläuft: die Existenz Gottes zu leugnen.

Schließlich haben wir natürlich noch die falschen Theorien des Darwinismus und der Evolution, die gegen jede Wahrscheinlichkeit darauf beharren, eine Intelligenz, einen Willen, ein "intelligent Design" (d. h. die "Hand Gottes", die die Materie dazu bringt, sich in Richtung Komplexität zu organisieren) hinter der Entstehung des Lebens auf der Erde zu leugnen.

Auf der Grundlage dieser Überlegungen können wir nun leicht verstehen, warum die Kräfte der politischen Korrektheit "Hand in Hand" mit der Psychoanalyse, dem Marxismus, dem Ökologismus und dem Darwinismus gehen; alles zusammen bildet den "fundamentalen Mist", auf dem diese Kultur des Todes und ihre Gesetze der Infamie gegen "Gott und Natur", die die Menschheit erdrücken, gedeihen konnten.

Jean-Pierre Aussant, Autor der "unbewussten Verschwörung" und der "Instrumentalisierung des Coronas"
martin fischer
interessant.