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Tina 13
22

Denn der Herrscher des Alls scheut niemand und weicht vor keiner Größe zurück.

Gott, unser Vater.
Du hast uns für die Freude erschaffen.
Dennoch begleiten Enttäuschung und Leid
unser Leben.
Hilf, dass wir dir glauben
und auch in Stunden der Not dir vertrauen.
Mach uns durch die Schmerzen reifer
und hellhörig für die Not der anderen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Die heutige Lesung bildet die Einleitung zum zweiten Teil des Buches der Weisheit (Kap. 6-9). Darin ist die Rede vom Ursprung der Weisheit und von ihrem Wesen und Werk. - Der Abschnitt richtet sich an die Regierenden, „die Gebieter der ganzen Welt“. Auch die heidnischen Herrscher haben ihre Macht von Gott, von dem Gott, der alles erschaffen hat und alles trägt. Er sorgt für die Kleinen so gut wie für die Großen. Wer größere Macht hat, wird strenger gerichtet. Gott prüft die „Taten und die Pläne“. Die Macht (und die Ohnmacht) wird nicht allein nach dem gerichtet, was sie ausgeführt, sondern was sie gewollt hat. - Es ist beachtlich, dass der jüdische Verfasser die Könige der Heidenvölker nicht - wie es in apokalyptischen Kreisen geschah - als Helfer Satans betrachtet, sondern als Beauftragte Gottes. Das ist als grundsätzliche Aussage im Alten Testament sehr selten (vgl. aber Spr 8,15-16 und Dan 2,21.37). - Ps 2,10; Röm 13,1; Lk 12,48; Dtn 10,17; Ijob 34,17-19; Sir 35,12-13; Spr 22,2.

Hört, ihr Könige, und seid verständig, lernt, ihr Gebieter der ganzen Welt!

Lesung aus dem Buch der Weisheit
Hört, ihr Könige, und seid verständig, lernt, ihr Gebieter der ganzen Welt!
Horcht, ihr Herrscher der Massen, die ihr stolz seid auf Völkerscharen!
Der Herr hat euch die Gewalt gegeben, der Höchste die Herrschaft, er, der eure Taten prüft und eure Pläne durchforscht.
Ihr seid Diener seines Reichs, aber ihr habt kein gerechtes Urteil gefällt, das Gesetz nicht bewahrt und die Weisung Gottes nicht befolgt.
Schnell und furchtbar wird er kommen und euch bestrafen; denn über die Großen ergeht ein strenges Gericht.
Der Geringe erfährt Nachsicht und Erbarmen, doch die Mächtigen werden gerichtet mit Macht.
Denn der Herrscher des Alls scheut niemand und weicht vor keiner Größe zurück. Er hat klein und groß erschaffen und trägt gleiche Sorge für alle;
den Mächtigen aber droht strenge Untersuchung.
An euch also, ihr Herrscher, richten sich meine Worte, damit ihr Weisheit lernt und nicht sündigt.
Wer das Heilige heilig hält, wird geheiligt, und wer sich darin unterweisen lässt, findet Schutz.
Verlangt also nach meinen Worten; sehnt euch danach, und ihr werdet gute Belehrung empfangen.

Erhebe dich, Gott, und richte die Erde.

„Verschafft Recht den Unterdrückten und Waisen,
verhelft den Gebeugten und Bedürftigen zum Recht!
Befreit die Geringen und Armen,
entreißt sie der Hand der Frevler!

Wohl habe ich gesagt: Ihr seid Götter,
ihr alle seid Söhne des Höchsten.
Doch nun sollt ihr sterben wie Menschen,
sollt stürzen wie jeder der Fürsten.“


Mit einem passiven Gehorsam ist den Behörden gegenüber noch nicht alles getan. Gutes tun, zu allen Menschen freundlich und gütig sein (V. 1-2), all das, was man heute etwa „soziales Verhalten“ nennt, ergibt sich für den Christen aus der Tatsache, dass er selbst Erbarmen gefunden hat. Wie in Kapitel 2, so erhalten auch in der heutigen Lesung die christlichen Tugenden - auf dem Hintergrund der heidnischen Laster - ihre Begründung von der Epiphanie her: in Christus ist die Menschenliebe Gottes sichtbar geworden. Seine Ankunft ist nicht nur „in jener Zeit“ geschehen; sie umgreift Gegenwart und Zukunft. Mensch und Kosmos. Für den Einzelnen hat die Weltenwende, die neue Schöpfung, die Erneuerung im Heiligen Geist (V. 5) in der Taufe begonnen; sie vollendet sich im „ewigen Leben, das wir erhoffen“ (V. 7). - Zu 3,1-2: Röm 13,1-7; 1 Petr 2,13-17. - Zu 3,3-7: Tit 2,11-15; 2 Tim 1,10; Joh 6,14; Eph 5,26; Röm 3,24; 8,17.24.

Wir gingen in die Irre, doch er hat uns gerettet aufgrund seines Erbarmens

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an Titus
Mein Sohn!
1Erinnere alle daran, sich den Herrschern und Machthabern unterzuordnen und ihnen zu gehorchen. Sie sollen immer bereit sein, Gutes zu tun,
2sollen niemand schmähen, nicht streitsüchtig sein, sondern freundlich und gütig zu allen Menschen.
3Denn auch wir waren früher unverständig und ungehorsam; wir gingen in die Irre, waren Sklaven aller möglichen Begierden und Leidenschaften, lebten in Bosheit und Neid, waren verhasst und hassten einander.
4Als aber die Güte und Menschenliebe Gottes, unseres Retters, erschien,
5hat er uns gerettet - nicht weil wir Werke vollbracht hätten, die uns gerecht machen können, sondern aufgrund seines Erbarmens - durch das Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung im Heiligen Geist.
6Ihn hat er in reichem Maß über uns ausgegossen durch Jesus Christus, unseren Retter,

7damit wir durch seine Gnade gerecht gemacht werden und das ewige Leben erben, das wir erhoffen.

Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.

Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Er stillt mein Verlangen;
er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.

Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht,
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir,
dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.

Du deckst mir den Tisch
vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl,
du füllst mir reichlich den Becher.

Lauter Güte und Huld
werden mir folgen mein Leben lang,
und im Haus des Herrn
darf ich wohnen für lange Zeit.

Halleluja. Halleluja.
Dankt für alles, denn das will Gott von euch,
die ihr Christus Jesus gehört.
Halleluja.


Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem (vgl. 9,51; 13,22). In der Gestalt von zehn Aussätzigen begegnet ihm, in irgendeinem Dorf, der Jammer der Menschheit. Nicht dass diese Menschen krank sind, ist für ihn das Problem: alle zehn werden vom Aussatz geheilt. Aber nur einer kehrt zurück, um zu danken: nur an ihm kann das Wunder ganz geschehen, zu ihm sagt Jesus: „Steh auf und geh! Dein Glaube hat dir geholfen.“ Der Samariter glaubt und weiß, dass Gott ihn nicht nur geheilt, sondern auch angenommen hat. Ausgerechnet dieser Fremde empfängt von Jesus die Zusage des Heils. Er ist zum Dank fähig. Die andern haben keine Zeit; das Leben wartet auf sie. Den, der ihnen das wirkliche Leben geben könnte, lassen sie stehen. - Lev 13,45-46; 14,1-32; Jes 53,3-11; Mt 8,1-4.17; 10,8; Lk 8,24; Apg 15,8-11; 28,28; Röm 3,27-31; 4,4-8; Gal 2,16; 3,1-9; 5,6.

Ist keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden?

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
11Auf dem Weg nach Jerusalem zog Jesus durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa.
12Als er in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in der Ferne stehen
13und riefen: Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns!
14Als er sie sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Und während sie zu den Priestern gingen, wurden sie rein.
15Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme.
16Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte ihm. Dieser Mann war aus Samarien.
17Da sagte Jesus: Es sind doch alle zehn rein geworden. Wo sind die übrigen neun?
18Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden?

19Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh! Dein Glaube hat dir geholfen.

(Schott)
Tina 13
Du deckst mir den Tisch
vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl,
du füllst mir reichlich den Becher.
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Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.

Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Er stillt mein Verlangen;
er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.
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