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Verlasst den Weg der Häresien!

Stellungnahme des Priesterkreis Communio veritatis vom 13. Mai 2021 (communioveritatis.de):

„Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden“ (Mk 16,15–16).

Bischof Bätzing, mit diesem Aufruf wenden wir uns an Sie und die mit Ihnen konformen Amtsbrüder.

Heute hat unser Herr Jesus Christus Seine Apostel ausgesandt als Zeugen der Wahrheit (vgl. Mt 28,19–20).

Es ist Seine Kirche, die Er sich um den Preis Seines Kostbaren Blutes am Kreuz erworben hat (vgl. Apg 20,28).

Er hat die Hirten beauftragt, Seine Herde zu weiden und sie auf den Weg des ewigen Lebens zu führen.

Wir werfen euch vor, das Gegenteil zu machen.
Ihr vollbringt das Werk der Wölfe (vgl. Apg 20,29–30).

Ihr zerreißt den Leib Christi, indem ihr das Wort Gottes missachtet und die Lehre Seiner Kirche verfälscht.

Ihr treibt die Herde in den Abgrund eures Synodalen Weges.
Ihr tötet die Schafe, weil ihr häretischen Betrug verbreitet.
Ihr spielt euch auf als Herren des Glaubens und Eigentümer der Sakramente.

Da ihr stets betont, besonders auf die Stimmen der Frauen hören zu wollen,[1] möchten wir heute drei berühmte Kirchenlehrerinnen zu euch sprechen lassen. Ihre Worte beantworten euer Verhalten. Die Ausführungen dieser großen heiligen Frauen zeigen euch, wer ihr seid und wo ihr steht.

1. Bischof Bätzing, Sie greifen mit dem desaströsen Plädoyer für die Interkommunion die Herzmitte der Kirche an, indem Sie sagen: „Wer im Gewissen glaubt, was gefeiert wird in der anderen Konfession, der wird auch hinzutreten können und nicht abgewiesen. […] Wer evangelisch ist und zur Kommunion hinzutritt, kann die Kommunion empfangen.“[2]

Das ist ein eklatanter Widerspruch zur Lehre der Katholischen Kirche, die eindeutig ist: „Um die heilige Kommunion zu empfangen, muss man der Katholischen Kirche voll eingegliedert sein und sich im Stand der Gnade befinden“.[3]

Die hl. Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen[4] zeigt euch in ihrem Werk Scivias, wie unheilvoll der unwürdige Empfang der heiligsten Eucharistie für die menschliche Seele ist: „Wahrlich, ich sage euch: Wer das Brot des Lebens isst oder den Kelch des Herrn, das heißt das Sakrament des Herrn über Himmel und Erde, unwürdig, mit Sünden beschmutzt, genießt, wird sich damit schuldig machen. Wieso? Er empfängt den Leib und das Blut des Herrn, das heißt des Erlösers der Welt, auf kränkende Weise und sich zum Tode. Denn er neigt sich dem Bösen zu, ist mit Unreinheit beschmutzt und vergisst die Furcht des Herrn. So befleckt, betritt er das Heiligtum (palatium) der heilbringenden Erlösung. Und deshalb begeht er dort auch einen Mord. Wieso? Weil er sich selbst viele Wunden zufügt und ohne die Linderung und das Bad der Reue seine Vergehen verbirgt und dieses Sakrament vermessen behandelt. Darum sage ich ihm auch: ‚O du elender und schlimmer (amarissime) Mensch, wie wagtest du es, deinen Herrn, nach dem die Himmelsbürger in ihrer Schau verlangen, in eine so elende Grube zu stürzen?‘ […] Denn wer dieses Sakrament schlecht behandelt, weil er sich vom Schmutz der Bosheit nicht reinigt und es unwürdig empfängt, zieht sich ein Rachegericht zu, denn er isst und trinkt es in unreinem Zustand.“[5]

2. Bischof Bätzing, skandalöserweise wenden Sie sich offen gegen das römische Nein zur Segnung homosexueller Partnerschaften.[6] Damit verraten Sie den Schöpfer und verleugnen das Zeugnis der Heiligen Schrift.

Gestützt auf die eindeutige biblische Botschaft hat das beständige Lehramt der Katholischen Kirche Ehe und Familie immer geschützt. So darf gerade heute nicht verschwiegen werden, dass homosexuelle Praktiken zu den gravierenden Sünden gehören, die massiv gegen die Keuschheit verstoßen[7] und von der Heiligen Schrift vehement zurückgewiesen werden (vgl. Gen 19,1–29; Lev 18,22; Röm 1,24–27; 1 Kor 6,9–10; 1 Tim 1,10). Der Katechismus erinnert uns an die „himmelschreiende“ Dimension der Schuld der Sodomiten.[8]

Die hl. Kirchenlehrerin Katharina von Siena zeigt euch in ihrem Werk Dialog der göttlichen Vorsehung, wie sehr der Herr die homosexuellen Handlungen verurteilt: „Die Elenden vollbringen noch Schlimmeres und begehen die verfluchte Sünde wider die Natur. Und wie blinde Toren, deren Vernunft getrübt ist, nehmen sie die Fäulnis und das Elend nicht wahr, worin sie stecken. Nicht nur Mir, der Ich höchste ewige Reinheit bin, ist sie zum Ekel (ja so verabscheuungswürdig, dass Ich um dieser einen Sünde willen fünf Städte durch Mein göttliches Gericht vernichtete, da Meine Gerechtigkeit sie nicht mehr ertragen wollte), sondern sogar den Dämonen.“[9]

3. Bischof Bätzing, Sie haben, ebenso wie die Amtsbrüder, eine besondere Verantwortung vor Gott (vgl. 2 Tim 4,1–5). Eurem Verhalten und den entsprechenden Worten ist hingegen zu entnehmen, dass ihr die eschatologische Dimension eurer Taten völlig ausblendet. Ihr werdet jedoch im Gericht die Vergeltung dessen erfahren, dem die Kirche in Wahrheit gehört (vgl. Offb 22,12).

Die hl. Kirchenlehrerin Theresia von Ávila hat in ihrer erschütternden Höllenvision geschaut, dass viele Seelen auf ewig verlorengehen. Sie hat die unvorstellbaren Leiden der Verdammnis an Leib und Seele erfahren: „Ich weiß nicht, wie ich dieses innerliche Feuer, diese Verzweiflung bei so ungeheuren Qualen und Schmerzen beschreiben soll. […] Da ist kein Licht, sondern alles ist tiefste Finsternis […] Später aber hatte ich ein anderes Gesicht von entsetzlichen Dingen, nämlich von den Strafen und Peinen für gewisse Laster.“[10]

Von ihrem eigenen Erleben „rührt auch der außerordentliche Schmerz her, den ich über so viele Seelen empfinde, die der ewigen Verdammnis entgegengehen […] so dass mir in Wahrheit scheint, ich würde mit der größten Freude tausendmal den Tod erleiden, damit auch nur eine einzige Seele so entsetzlichen Peinen entgehe. […] So weiß ich nicht, wie wir ruhig zusehen können, dass der böse Feind täglich so viele Seelen an sich zieht. […] O könnte ich doch diese Wahrheit denen begreiflich machen, die sich mit den unzüchtigsten, abscheulichsten Sünden besudeln, damit sie sich erinnerten, dass sie nicht im Verborgenen geschehen; ja könnte ich ihnen begreiflich machen, welch gerechten Abscheu Gott vor solchen Sünden hat, da sie in so unmittelbarer Gegenwart Seiner Majestät begangen werden und wir uns so unehrerbietig vor ihm betragen! Ich sah, wie billig die Hölle durch eine einzige Todsünde verdient wird“.[11]

Bischof Bätzing, vor diesem Hintergrund rufen wir euch heute zu:
Bedenkt, dass der Allerhöchste Rechenschaft von euch verlangen wird!
Kehrt zu Christus und Seiner Kirche zurück, die Er auf dem Fundament der Apostel gegründet hat!
Verlasst den Weg der Häresien und nehmt die Wahrheit des katholischen Glaubens an!

13. Mai 2021
Hochfest Christi Himmelfahrt
Jahrestag der ersten Erscheinung der allerseligsten Jungfrau Maria in Fatima

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[1] Vgl. Georg Bätzing, Predigt zur Wiedereröffnung und Altarweihe Frauenfrieden, in: bischof.bistumlimburg, 22. November 2020.
[2] Haus am Dom, „Auf dem Weg zum ÖKT 21: Abschluss“, 22. April 2021, in: hausamdom-frankfurt.de/beitrag/auf-dem-weg-zum-oekt-21-abschluss/, 37:50 und 42:50, abgerufen am 3. Mai 2021.
[3] Kompendium des Katechismus der Katholischen Kirche, 291.
[4] Georg Bätzing, a.a.O.: „Hildegard von Bingen war gewiss die bekannteste Frau Europas im 12. Jahrhundert: Gelehrte, Mystikerin, Heilkundige, Äbtissin, Prophetin, ‚Posaune Gottes‘ nannte man sie. 2012 wurde sie zur Kirchenlehrerin erhoben. Und das kann doch nichts anderes bedeuten, als dass wir ihr wie zu Lebzeiten gestatten, mit ihrem Wissen und ihrer spirituellen Erfahrung den Mächtigen in Kirche und Politik ins Gewissen zu reden. Sie hat es nie gescheut. An deutlichen Worten hat es ihr nie gemangelt.“
[5] Hildegard von Bingen, Scivias. Wisse die Wege. Eine Schau von Gott und Mensch in Schöpfung und Zeit, Augsburg 1991, 2. Teil, 6. Vision, Nr. 58, S. 259.
[6] Vgl. Matthias Altmann, „Bätzing: Teile Unverständnis über Nein zu Segnung homosexueller Paare“, in: katholisch.de, 24. März 2021.
[7] Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, 2396.
[8] Ebd., 1867.
[9] Katharina von Siena, Dialog III, 124, in: Gespräch von Gottes Vorsehung, Einsiedeln 1993 (4. Auflage), S. 163.
[10] Theresia von Ávila, Leben, 32,2, in: Aloysius Alkofer, Das Leben der heiligen Theresia von Jesu, 1. Band, München und Kempten 1973 (4. Auflage), S. 311–312.
[11] Theresia von Ávila, 32,5 und 40,10, in: Aloysius Alkofer, S. 313, 416.
Joseph Franziskus
Vielen Dank für die längst überfällige "brüderliche Zurechtweisung" der deutschen Häretiker im Bischofsamt, durch Priester, die ihren Stand gerecht werden.
alfredus
@Lisi Sterndorfer Sie haben recht : ... die deutschen Bischöfe, soweit sie sich nicht distanzieren, sind des Teufels ! Wer nicht sammelt und nicht lehrt, zerstreut und wer nicht mit der Lehre ist, ist gegen sie ! Was unsere Bischöfe veranstalten, ist schon lebensgefährlich und kann leicht zum geistigen Tod führen !
Lisi Sterndorfer
Die deutschen Bischöfe gehen zur Hölle, während der Heiland zum Himmel auffährt (Bild von 1300, Giotto)