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M.RAPHAEL
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Rot ist Rot; Schwarz ist Schwarz

Heute haben viele Konzilsbischöfe keinerlei Skrupel, die Unzucht zu segnen. Zu sehr sind sie Kinder der Moderne, die keinen Glauben mehr haben. Sie sind wissenschaftsgläubig. Gott ist für sie nur noch ein Prinzip globaler Menschlichkeit, das in jedem Menschen anwesend ist, um ihn dazu zu bringen, immer mitmenschlicher zu werden. Ohne einen in die Welt real eingreifenden Gott, der den Menschen auf Gehorsam gegenüber Seinen Gesetzen der Liebe verpflichtet, kann der Mensch tun und lassen, was er will. Hauptsache er ist sensibel, einfühlsam, nachdenklich, sympathisch und brüderlich. In diesem Sinn bedeutet heute Heiligkeit nicht mehr, sich aus Liebe zu Gott selbst zu kasteien, sondern allen Versuchungen nachzugeben und dann darüber ein hoch kulturelles avantgardistisches Buch zu schreiben, auch wenn das nur im Kopf passiert. So hilft man dem Weltgeist, zu sich zu kommen. Dann ist man ein Berliner, ein cool gestylter Kulturgott, der sich einbildet, vollkommenen Zugang zu allen relevanten Ebenen der Existenz zu haben. Es gibt lauter gottgleiche Künstler in Berlin. Jeder ist ein Mick Jagger, jeder ein Rolling Stone, jeder ein langweiliger Dummkopf.

Sie sind wirklich dumm, weil sie sich einbilden, dass die Welt ihnen gehört. Dabei wissen sie, dass alles vernetzt ist, dass es keine echte Autonomie gibt, dass unzählige Paradoxien und Widersprüche jeden Allwissenheitsanspruch schon im Ansatz lächerlich machen. Weder eine Aussage, wie die von dem weltbekannten Künstler Gerhard Richter, dass ihn nur Kunstwerke interessieren, die er nicht versteht, noch die allgemeine Gebrochenheit guter zeitgenössischer Kunst, kann ihren Hochmut erschüttern. Sie wissen, dass sie von einander abhängig sind. Sie wissen, dass sie in die Natur eingebettet sind und machen dennoch mit ihr, was sie wollen. Sie kennen keinen Respekt gegenüber der Schöpfungsordnung. Weil sie sich für Gott halten, haben sie den wahren Gott, trotz Seiner unzähligen Rufe in Form mystischer Erfahrungen, für tot erklärt. Dass sie keine Beweise für so ein wichtiges metaphysisches Urteil haben, stört sie nicht weiter. Sie sind eben Gott. Das folgende Video ist kaum zu ertragen, aber es ist wichtig, um das Ausmaß des Frevels der Schöpfungsaneignung aufzuzeigen:

youtube.com/watch?v=YH7BQrME514

Sie machen mit der Schöpfung, was sie wollen. Sie haben keinerlei Respekt. Aus rot wird schwarz, aus schwarz wird rot oder irgendeine andere Farbe. Das ist der Kern des Gendering. Frauen werden Männer und umgekehrt. Sie verstehen sich als gottgleiche Geister, die über den Dingen schweben und deshalb durch diese auch nicht mehr geknechtet werden können. Sie sind eben Gott. Die Konzilsbischöfe erkennen ihre neuen Herren und segnen die Unzucht, wo sie nur können, denn auch Gesetze der Moral gibt es nicht mehr. Tue was du willst!

All das ist absolut lebensfeindlich. Es vernichtet das Leben schon im Ansatz. Es ist durch und durch dekadent, weil die Vernetzung von allem eben nicht ausreichend berücksichtigt wird, weil das Leben viel zu komplex ist, um es in diesem Menschengottsinn manipulieren zu können. Es ist noch schlimmer. Jeder Künstler braucht für sein Werk Linien und Formen, die objektive Realität haben. Wenn auf einmal ein Kreis ein Quadrat ist oder das Weiche das Feste, dann kann es weder einen gemeinsamen Austausch noch überindividuelle Erkenntnis mehr geben. Wenn die Linie abgeschafft wird, weil die heutigen Egoisten keine Grenzen mehr ertragen, dann wird jede Kunst unmöglich. Jeder Komponist vertraut auf die musikalische Sprache. Dur ist nicht Moll. Wenn das aufgehoben wird, gibt es keine Musik mehr. Cassirer hat gezeigt, dass die Sprache der symbolischen Formen objektiv wahr ist. Sie kann nicht geändert werden, genauso wenig wie die Tatsache, dass heiß heiß ist und kalt kalt. Die Conditio humana wird uns von Gott vorgegeben. Wir haben uns zu fügen.

Viele große Künstler haben ausschweifend und unzüchtig gelebt. Sie „brauchten“
das, um in die Tiefen der menschlichen Dimensionen hinabzutauchen. Aber keiner von ihnen wäre auf die Idee gekommen, einen Priester um den Segen zu bitten. Im Gegenteil, sie wussten, dass sie sündigten. Ihre damit verbundenen seelischen Abgründe und Qualen waren für sie überhaupt erst die Voraussetzung, um ihre Kunst zu machen. Wenn sie dann einen heiligen vorkonziliaren Priester in seiner schwarzen Soutane gesehen haben, wurden sie an die Wahrheit erinnert. Sie waren voller Ehrfurcht und Respekt. Die heutigen unzüchtigen Buchhalter wollen noch nicht einmal die Wahrheit des seelischen Verderbens aushalten. Feige laufen sie zu den Konzilsbuchhaltern und bitten diese um den Segen ihrer Unzucht, weil sie sich als hochmütige Menschengötter unschuldig fühlen wollen. De Sade, dessen ganzes Werk immer die moralische Schöpfungsordnung implizit (sonst hätte es nicht funktioniert) anerkannt hat, wird die „Freizeitsünder“, wirklich die verachtenswertesten letzten Menschen Nietzsches (sie haben das Glück erfunden), schon das eine oder andere über das Leiden der Unzucht in der Hölle „lehren“.

Die Heilige Kirche ist die Wahrheit. Das hat früher jeder gewusst und anerkannt. Evtl. hat er sie dafür gehasst. Aber heute wird die prinzipienlose Konzilskirche verachtet. Diese Respektlosigkeit ist so groß, dass man sich traut, von ihr auch noch den Segen der eigenen Bosheit zu verlangen. Wenn sie behauptet, dass alle in den Himmel kommen, ist das eine glatte Lüge. Jeder weiß das. Der Wahn eines alles verzeihenden Gottes ist unglaublich respektlos gegenüber der Schöpfungsordnung, gegenüber der objektiven Formensprache des Lebens. Für die Konzilskleriker ist schwarz jetzt rot. Aber während fünfzig Jahre NOM haben sie das Lügen perfektioniert. In all der Zeit haben sie nur noch den Menschengott angebetet und dabei so getan, als ob sie noch traditionell gläubig wären. Mit Absicht trugen sie das alte Gewand (gerade weil sie die objektive Sprache und Kraft der Mode kannten), nur um die Kirche der Gier der Menschen auszuliefern. So konnten sich die Menschen diese in die Tasche stecken. Dann ist eine Kommunionspendung an einen Hund auch nicht mehr weit.

Natürlich ist ein Massenmörder lebensverneinend. Aber jemand, der die existentiellen Bedingungen der Conditio Humana auf den Kopf stellt und pervertiert, tötet nicht nur Menschen, sondern der verneint die Bedingung der Möglichkeit der Schöpfung schlechthin. Das ist wirklich die Sünde gegen den Heiligen Geist. Hölle!
Tradition und Kontinuität
Man tut dem Konzil unrecht, wenn man die Unzucht segnenden Bischöfe als "Konzilsbischöfe" bezeichnet. Das Konzil hätte niemals die Unzucht gesegnet, und ein Papst Johannes-Paul hätte die Skandalbischöfe in die Schranken verwiesen. Das Problem liegt eher beim aktuellen Amtsinhaber.
De Profundis
Kardinal Mahoney [Ultraliberaler] sagte einmal unglücklich: "Was manche als 'Berufungskrise' bezeichnen, ist vielmehr eine der vielen Früchte des Zweiten Vatikanischen Konzils."
Kirchen-Kater
Das mag sein. Doch von nichts kommt nichts. Das weiß ich sicher. Und mir scheint, das Konzil war eine Richtungsänderung, bei der sicherlich die einen weiter fortgeschritten sind als die anderen. Und es gab (und gibt) auch die, die unterwegs dazu lernten und auch hier und da wieder die Richtung änderten.