Predigt von Pfarrer Maximilian Pühringer am 2. Sonntag im Jahreskreis 16.1.2022

Predigt 2. Sonntag im Jahreskreis, 16.1.2022
Perikopen: Jes 62,1-5 Joh 2,1-11
Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!
Jesus und seine Jünger gehen zu einer Hochzeit. Eine Hochzeit, ist zweifelsohne etwas Schönes. Es wird gesungen, getanzt, gelacht, gegessen und getrunken. Man lernt neue Leute kennen, vielleicht sogar mancher den zukünftigen Partner. Ja, Jesus und seine Jünger beginnen im Johannesevangelium auf einer Hochzeit miteinander, nicht religiös im Tempel oder in der Synagoge. Und genau das, dass Jesus hier das rein Menschliche in den Blick nimmt, lässt mich nachdenken. Bei diesem einen Gedanken möchte ich heute kurz stehen bleiben, gerade auch weil es bei den vielen Predigten der letzten Zeit ohnehin manchmal etwas länger wurde. Jesus beginnt „weltlich.“ Dass sagt uns, dass der Christ kein Weltverweigerer sein darf. Wir führen unser Leben in der Welt, mitten in weltlichen Angelegenheiten. Denn dort hat der Herr uns allen unseren unverwechselbaren Platz zugedacht. Die Jünger sollten wohl von Anfang an lernen, dass die Welt ihr zuhause ist, der Ort, wo Menschsein und Christsein gelingen, manchmal auch misslingen können. Aber bemühen wir uns um das Gelingen. Interessanterweise betet Jesus vor seinem Tod mit folgenden Worten: „Ich bitte nicht, dass du sie (die Jünger) aus der Welt nimmst, sondern, dass du sie vor dem Bösen bewahrst.“ Deutlicher geht es nicht. Gott will, dass wir in der Welt sind und die Welt in seinem Sinn umgestalten. Und da dürfen wir an unsere kleinen Kräfte und Möglichkeiten glauben. Wenn sich ein Christ, dort, wo er ist um das rechte Menschsein und Christsein bemüht, dann geschieht Verwandlung und Umgestaltung. Wir müssen hier an uns glauben, weil Gott auch an uns glaubt, bevor wir an ihn glauben können. Das eigene Leben nach dem Geist des Evangeliums und dem Geist Christi zu gestalten, das ist möglich. Der Christ ist dazu berufen durch sein Leben in Familie, Beruf und Gesellschaft etwas von Jesus durchscheinen zu lassen. In der heiligen Schrift heißt es einmal, dass wir „Wohlgeruch Christi.“sind. Wir sind „Parfum Gottes“ und hoffentlich keine alten Stinkstiefel.
Liebe Brüder und Schwestern!
Auf einer Hochzeit hat es begonnen. Der Herr will uns damit zeigen, dass die Welt für die Gottesbeziehung kein Hindernis ist, sondern die einzige Möglichkeit. Nützen wir diese Möglichkeiten, indem wir oft über das Wort Marias nachdenken und es umsetzen, die ja bei der Hochzeit dabei war: „Was er euch sagt, das tut.“ Es gilt das zu tun, was er uns sagt. Amen.
elisabethvonthüringen
Der lichtreiche Rosenkranz von Papst Johannes Paul II.

Bisher gab es in dem seit dem Mittelalter üblichen Rosenkranzgebet drei große Geheimnisse. Die Geheimnisse des freudenreichen Rosenkranzes umfassten die Geburt Jesu, seine Kindheit und seine Jugend. Die Geheimnisse des schmerzhaften Rosenkranzes betrachteten Leiden und Sterben Jesu, die Geheimnisse des glorreichen Rosenkranzes stellten die …More
Der lichtreiche Rosenkranz von Papst Johannes Paul II.

Bisher gab es in dem seit dem Mittelalter üblichen Rosenkranzgebet drei große Geheimnisse. Die Geheimnisse des freudenreichen Rosenkranzes umfassten die Geburt Jesu, seine Kindheit und seine Jugend. Die Geheimnisse des schmerzhaften Rosenkranzes betrachteten Leiden und Sterben Jesu, die Geheimnisse des glorreichen Rosenkranzes stellten die Verherrlichung Christi und seiner Mutter in die Mitte. Zwischen freudenreiche und schmerzhafte Rosenkranzgeheimnisse hat nun der Papst die von ihm formulierten „lichtreichen Geheimnisse“ eingeführt:

Jesus, der von Johannes getauft worden ist,
Jesus, der sich bei der Hochzeit in Kana geoffenbart hat,
Jesus, der uns das Reich Gottes verkündet hat,
Jesus, der auf dem Berg verklärt worden ist,
Jesus, der uns die Eucharistie geschenkt hat.