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Tour d‘Autriche. Von Hochwürden Herbert Stichaller

Der Beitrag ist dem Magazin Päpstlicher Ehrenkaplan entnommen.

Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen versprach, vor seiner Wiederernennung die Nähe zum Volk zu suchen.

Ein schwarzer Falke (Black Hawk) brachte ihn zuerst ins westlichste Bundesland nach Vorarlberg. Am Bodensee stieg er in ein Boot und lehrte: „Die EU ist wie dieser See. Auch wenn uns nur ein Eck gehört, sind wir dennoch stolz, Teil der Schicksalsgemeinschaft zu sein. Entweder wir schreiten gemeinsam übers Wasser oder wir gehen gemeinsam unter.“

Dass ein Nicht-EU-Land den weit größeren Anteil am See hat, daran dachte er nicht. Seine nächste Station war eine Schutzhütte im Tiroler Oberland. Rehe, Hirsche und Gämsen standen still, um der Rede des begeisterten Wanderers zu lauschen.

Auch Bischof Hermann vernahm die Botschaft und zwitscherte: „Als Tiroler darf ich parteiisch für einen Tiroler sein. Heute, Auftritt unseres Bundespräsidenten mit erfrischendem Klartext im Kaunertal. Dankbar für einen Menschen, der Anstand, Hausverstand, politische Klugheit und Menschlichkeit zu verbinden weiß. Danke!“. Dass er selbst ein waschechter Steirer ist, erwähnte er nicht.

In Salzburg läuteten bei Jedermann die Glocken, als der amtierende Präsident zur Festspielzeit erschien. „So viele Menschen habe ich bei keinem meiner Auftritte gesehen“ staunte der hohe Herr beim Gang durch die Getreidegasse. „Dass so viele Japaner und Chinesen hier sind, zeugt von Ihrer Bekanntheit in der ganzen Welt“ flüsterte ihm der Landeshauptmann zu. Seine Fahrt in den Süden begann vielversprechend. Alle Ampeln sprangen von Rot auf Grün.

Am Katschberg sah er Licht am Ende des Tunnels. Der Kärntner Landeshauptmann führte seinen Gast auf den Turm der Klagenfurter Stadtpfarrkirche: „Diese Wähler will ich dir geben, wenn du mir versprichst, dass ich Kaiser bleibe.“ Der Auftritt beim Lindwurm wurde abgesagt, jedoch nicht aus Angst vor dem Ungeheuer, sondern weil dort Kaiserin Maria Theresia unverrückbar in Stein gemeißelt steht.

Gerne wäre unser oberster Volksvertreter mit der Bahn in die Steiermark gereist, doch der Koralmtunnel ist noch nicht fertiggestellt und die Strecke über Bruck an der Mur führt keinen Autoreisezug für den Begleitkonvoi des Präsidenten.

Die Begrüßung durch die Grazer Bürgermeisterin war sehr herzlich: „Fühl’ dich daheim!“. An den bunten Fahnen und dem grünen Rasen wurde sichtbar, was fleißige Hände bewirken, wenn sie mit Hammer und Sichel ans Werk gehen.

Mit jedem weiteren Land, das der Präsident besuchte, wirkte er gelöster. „Wien ist nicht mehr weit“, dachte er sich, „doch bin ich noch nicht über den Berg.“ Er stand vor der Wahl „Semmering oder Wechsel?“ und entschied sich für den Wechsel. Schließlich will er auch die Wechselwähler gewinnen.

Im waldreichen Niederösterreich hielt er es für angebracht, auf seine Bodenständigkeit hinzuweisen. Beim Empfang durch die Landeshauptfrau warnte er vor dem Klimawandel: „Der Honeymoon ist vorbei!“

Ein Raunen ging durch die Reihen. Alle Blicke waren auf Hanni gerichtet.

Auf der letzten Etappe seiner „Tour d’Autriche“ konnte er das Burgenland nicht rechts liegen lassen. Um auch für Einwanderer glaubwürdig zu sein, machte er einen Abstecher nach Ungarn und reiste ohne Pass nach Österreich ein.

Grenzpolizisten überreichten ihm eine rotweißrote Maske und brachten ihn in ein Hotel im ersten Wiener Bezirk: „Du jetzt warten, bis Bürgermeister kommt!“

Der Schauspieler aus der Hofburg konnte sich das Lachen kaum verkneifen, schwieg jedoch eisern wie bisher. Als der Bürgermeister eintraf und den Asylwerber sah, legten sie ihre Masken ab und umarmten sich innig. Der diensthabende Polizist erhielt Sonderurlaub. Auch dem müden Amtsinhaber tat eine Pause gut, denn es stand noch ein Rundgang im Park von Schönbrunn auf dem Programm.

Führende Journalisten des Landes begleiteten ihn. Beim Aufstieg zur Gloriette lobte Kamerad Florian dessen Fitness: „Welch wunderbare Verfassung!“

Ganz ergriffen von der Schönheit blickte Wanderbellen in die untergehende Sonne. Innerlich bewegt hauchte er: „Mein Land!“ Jeannée im schweren Lodengewand erreichte die Höhe erst, als bereits alle in der Erzherzog-Johann-Stuben des Tirolergarten das Glas auf ihren Kandidaten erhoben.

Am Tag darauf waren die Gazetten voll. Der Falter schrieb über die Verfassung. In der Krone war vom großen Abstand die Rede, mit dem der Präsident vorangeht. Die Schlusskundgebung im Schloss Belvedere verlangte volle Aufmerksamkeit.

Die Ansprache vom Balkon sollte wie vor 67 Jahren ein historischer Moment werden. „Hast Du auch nichts vergessen?“ wollte sich ein Freund noch vergewissern. „Ich vergesse nichts!“ war die Antwort.

Da trat der Präsident auf den Balkon und rang er nach Worten. „Shit!“ tönte es aus den Lautsprechern. „Ich habe Oberösterreich vergessen.“ Er versuchte sich noch einmal an die Stationen seiner Reise zu erinnern und stellte erleichtert fest: „Es waren doch neun Länder: Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Kärnten, Steiermark, Niederösterreich, Ungarn, Burgenland und Wien“.
philipp Neri
Kleines Beispiel von linksideologisch diskriminierendem Meinungsfaschismus.
Ein Student der Rechtswissenschaften musste im Rahmen seines Studiums auch ein Prüfung in Nationalökonomie ablegen. Wie es üblich war, waren derartige Prüfungen öffentlich und nutzten dem Professor zugewiesene Kandidaten diese Möglichkeit, um vor der eigenen Prüfung noch Prüfungen anzuhören. Der genannte (Werk)Student …More
Kleines Beispiel von linksideologisch diskriminierendem Meinungsfaschismus.

Ein Student der Rechtswissenschaften musste im Rahmen seines Studiums auch ein Prüfung in Nationalökonomie ablegen. Wie es üblich war, waren derartige Prüfungen öffentlich und nutzten dem Professor zugewiesene Kandidaten diese Möglichkeit, um vor der eigenen Prüfung noch Prüfungen anzuhören. Der genannte (Werk)Student hatte keine Lehrveranstaltungen dieses Professors besucht und wartete vor seinem Prüfungszimmer. Da er beruflich mit Kundendienste betraut war, erschien er in Anzug und Krawatte. Einer, der auch die Prüfung hören wollte, kam auf den Krawatte tragenden Werkstudenten zu und sagte: "Wenn du in dieser Kleidung zur Prüfung antrittst, dann wirst du durchfallen, komme lieber mit Jeans und Rollkragenpullover, dann sind deine Aussichten besser." Gesagt, getan, der Werkstudent kam mit Jeans und Rollkragenpullover, und, ... er bestand die Prüfung.

Der Professor hieß .... Van der Bellen, der Werkstudent war ... ich.
Goldfisch
Köstlich, wie immer!
jmjilers
zum schießen 😂
M.RAPHAEL
Danke, Hochwürden.
Das große und so liebenswerte an Österreich ist, dass wir immer noch einmal um die Ecken denken und sein können. Österreich ist zutiefst katholisch. Alle Katholiken sind eine Familie. Die Muttergottes ist wirklich unsere Mutter, wirklich. Wir sind tatsächlich Brüder und Schwestern. Weil wir ein Fleisch und Blut sind, jenseits von Zeit und Raum, können wir alles in Frage stellen …More
Danke, Hochwürden.

Das große und so liebenswerte an Österreich ist, dass wir immer noch einmal um die Ecken denken und sein können. Österreich ist zutiefst katholisch. Alle Katholiken sind eine Familie. Die Muttergottes ist wirklich unsere Mutter, wirklich. Wir sind tatsächlich Brüder und Schwestern. Weil wir ein Fleisch und Blut sind, jenseits von Zeit und Raum, können wir alles in Frage stellen und uns unendlich multidimensional realisieren. Unser Knien in der römischen Liturgie erlaubt genau das. Der NOM nicht. Er versklavt in instrumentelle Partikularismen. Die Konzilskirche wird sich bald in zigtausende Sekten aufspalten. Das ist die Frucht ihrer triebbefriedigenden „Menschlichkeit“.

Die Deutschen können das nicht. Sie sind protestantische Mentalisten. Sie müssen leisten, funktionieren, rechnen und gewinnen. Wir Katholiken nicht, wir haben schon gewonnen.

Aber ich bin auch Deutscher. Ich liebe uns dafür, dass uns die Geradlinigkeit und Wahrhaftigkeit keine Ruhe lässt. Danke, Sabine Hossenfelder. Die deutsche Existenz ist tragisch. Der Herr liebt uns sehr. Wir haben es nicht einfach.
Bibiana
Beten wir Deutsche selber auch für unser Land und Volk und nicht immer nur für die
g a n z e Welt.