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Eugenia-Sarto
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Die Tradition der katholischen Kirche ist göttliche Offenbarung.

So schmückt die Kirche ihre Heiligen . Wenn man die Katakombenbilder von Rom sieht, schaudert es einen etwas, denn Hunderte von Schädeln sind übereinandergestapelt und zeugen von den Leiden der katholischen Kirche. Das ist auch ein Ausdruck der Tradition.

Vielfach ist der Ausdruck Tradition der katholischen Kirche als göttliche Offenbarungsquelle nicht genau bekannt. Man hat seit Vatikanum II nicht mehr viel von der Tradition gesprochen. darum wird es Zeit, darüber zu reden.

Die Kirche ist stolz auf ihre zweitausendjährige Tradition, in der sie Grosses hervorgebracht hat.

Unter Tradition versteht man jene geoffenbarten Wahrheiten, die die Apostel zwar gepredigt, aber nicht niedergeschrieben haben. Sie heisst auch Erblehre oder Ueberlieferung., weil sie von den Aposteln her ununterbrochen in der katholischen Kirche fortgeerbt, oder von Geschlecht zu Geschlecht überliefert worden sind.

Die Tradition besitzt göttliches Ansehen, weil die mündlich überlieferten Glaubenswahrheiten ebenso von Gott geoffenbart sind wie das, was in der Heiligen Schrift steht. Denn

1. die Apostel predigten nur das, was Christus selbst oder nach seiner Himmelfahrt "der Geist der Wahrheit" ihnen geoffenbart hatte;
2. sie standen bei ihrer Predigt unter der Leitung des Heiligen Geistes, der sie vor jedem Irrtum bewahrte;
3. Gott hat die Wahrheit ihrer Predigt durch Wunder bestätigt.

Die Fortpflanzung der Tradition bis auf uns geschah auf vielfache Weise, nämlich

1. durch den mündlichen Unterricht;
2. durch Gebote und Gebräuche der Kirche;
3. durch die Schriften der hl. Väter und andere kirchliche Denkmäler;
4. durch die Liturgien und die Martyrerakten;
5. vorzüglich durch die kirchlichen Glaubensbekenntnisse.

Quelle: Katholische Apologetik, F.J. Koch, Markus Siebengartner
Vered Lavan
Das Schönste in der Tradition ist die Liturgie im Außerordentlichen Ritus. Vielen Dank für diesen Artikel und die Darstellung der Zusammenhänge.
Elista
Auch in Wien gibt es Katakomben www.stadtbekannt.at/wiens-katakomben/
Conde_Barroco
cyprian
Das ist ja ein Wunder, dass sowas in Roggenburg bei den nicht gerade traditionell eingestellten Prämonstratensern noch stattfindet. Mancherorts ist es aber auch den einfachen Gläubigen zu verdanken, dass sie sich nach dem 2. Vatikanum nicht alles Liebgewordene vom "fortschrittlichen" Klerus nehmen ließen.
Conde_Barroco
Conde_Barroco
www.youtube.com/watch
Kloster Roggenburg

Die Hl. Leiber der Hl. Venantius, Valeria, Laurentia und Severina werden an diesem Tag in einer Prozession mitgeführt. Ansonsten sind die Leiber hinter bemalten Verschlusstafeln in Glasschreinen auf den Seitenaltären. Vielerorts sind diese Tafeln verschwunden, weil man nicht mehr den Sinn des Vergergens und Zeigens verstanden hat. Mancherorts gibt es …More
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Kloster Roggenburg

Die Hl. Leiber der Hl. Venantius, Valeria, Laurentia und Severina werden an diesem Tag in einer Prozession mitgeführt. Ansonsten sind die Leiber hinter bemalten Verschlusstafeln in Glasschreinen auf den Seitenaltären. Vielerorts sind diese Tafeln verschwunden, weil man nicht mehr den Sinn des Vergergens und Zeigens verstanden hat. Mancherorts gibt es sie aber noch, so auch in Roggenburg, wo die Heiligen im schlafenden Zustand gezeigt werden. Hier die Verschlusstafeln, einfach auf Fotos klicken :-)
www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Vier-Heilige-zi…

Wir haben so schöne katholische Traditionen in Deutschland. Ich frage mich immer, warum die Leute "damit nichts anfangen" können.
In Spanien werden die Reliquien immer zum Kusse gereicht. Dabei berühren deine Lippen nie die Reliquie an sich sondern nur das Reliquiar. So viel Respekt muss sein.
Ich habe leider schon ewig keine Reliquie mehr geküsst, weil man es nirgends mehr macht. Ich finde das sehr schade.
Wendelinus
In Palermo sollte man die Katakomben besuchen.Sehr eindrucksvoll.de.wikipedia.org/wiki/Kapuzinergruft_(Palermo)
cyprian
Die Nasen- und Augen-"Verzierung" finde ich etwas makaber und nicht sonderlich geglückt. Muss aber sagen, dass ich ein großer Freund von Reliquien bin. Früher gab es in der Kirche sogar ein Reliquienfest, das aber 1955 (ohne Gewähr) aus dem Heiligenkalender gestrichen wurde wie viele andere Feste und Gedenktage auch. - In einer Wallfahrtskirche sah ich mal auf den Seitenaltären Tafeln mit …More
Die Nasen- und Augen-"Verzierung" finde ich etwas makaber und nicht sonderlich geglückt. Muss aber sagen, dass ich ein großer Freund von Reliquien bin. Früher gab es in der Kirche sogar ein Reliquienfest, das aber 1955 (ohne Gewähr) aus dem Heiligenkalender gestrichen wurde wie viele andere Feste und Gedenktage auch. - In einer Wallfahrtskirche sah ich mal auf den Seitenaltären Tafeln mit banalen Kinderzeichnungen lehnen. Als ich auf das "Darunterliegende" neugierig wurde, sah ich, dass es Reliquienschreine waren. Eine in der Kirche gerade hantierende Pastoralassistentin klärte mich auf, dass die Reliquien zum Wohl der Kinder verdeckt wurden, die durch solch einen Anblick "verschreckt" werden könnten. Faule Ausrede in Zeiten, wo Kindern in den Medien viel Horror, Grusel und Gewalt zugemutet wird. Anstatt die Kinder aufzuklären, dass diese Menschen ihr Leben für Jesus gaben, die unsere Vorbilder sein sollen, werden die Reliquien versteckt. Auch kann anhand von solchen Skeletten den Kindern die Vergänglichkeit des menschlichen Seins auf gesunde und natürliche Weise vermittelt werden: dass jedes menschliche Leben mal zu Ende geht, und dass dann die entscheidende Frage ist, ob man es für Jesus gelebt hat oder nicht. Beim Anblick von Skelettreliquien denkt man unwillkürlich an die Vier letzten Dinge: Himmel, Hölle, Tod und Gericht. - Aber sowas darf man ja Kindern heute nicht mehr zumuten. Doch smarte kidz sind von Natur aus neugierig und haken nach. Darum kann solch ein Verdeckspiel nur von kurzem Erfolg gekrönt sein.