Clicks835

Die weltweite Glaubenskatastrophe trat mit dem Zweiten Vatikanum zutage.

Wenn auch schon vorher viele Wunden , Fehlentwicklungen, Spaltungen zu beklagen waren. Dies tat schon Papst Gregor der Große und alle heiligen Päpste und Kirchenlehrer, so hatte doch der Heilige Geist die katholische Lehre immer noch unter Seinen Schutz gestellt. Doch dann kam das Unglück des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Ob ein Konzil einberufen werden sollte. Das fragte Papst Pius XI. seine etwa 30 Kurienkardinäle im Jahre 1923. Diese waren alle absolut rechtgläubige, erfahrene Theologen mit jedermann vertrauten Namen. Darunter Merry del Val, Gasparri, Boggiani, Billot, Frühwirth, Bonanzo etc.

Alle haben nahezu eines Sinnes ganz entschieden und dringend von der Einberufung eines Konzils abgeraten. U.a. wurde vorgebracht, dass es tiefgreifende Divergenzen unter den Bischöfen gebe, die zu endlosen Diskussionen führen könnten. Hingewiesen wurde auf modernistische Einstellungen eines Teiles der Priester, ja auch selbst der Bischöfe, die nach Methoden rufen würden, die mit der katholischen Tradition unvereinbar seien. Ja, man fürchtete revolutionäre Forderungen der Modernisten, den ärgsten Feinden der Kirche.
So wurde also ein Konzil mit Entschiedenheit abgelehnt.

Auch Papst Pius XII.

wurde im Jahre 1948 mit der Frage nach einem Konzil befasst. Er liess diese Frage 3 Jahre lang von den berufendsten Ratgebern überprüfen, bis auch dieser Versuch abgelehnt wurde.
ein Konzil wurde theologisch nicht für notwendig gehalten und ein Zwiespalt unter den Konzilsteilnehmern sollte vermieden werden.

Papst Johannes XXIII. teilte ohne Ratgeber und Untersuchung der Frage nach einem Konzil seinen Kardinälen im Jahre 1959 die Eröffnungsabsicht eines Konzils mit.

Die Kardinäle reagierten, wie der Papst selbst bemerktr, "statt mit Zustimmung und Glückwunsch mit eindrucksvollem, devotem Schweigen". So weit Abbé Dulac.

Nun wurde das Konzil 3 Jahre lang vorbereitet.Es wurde mit grösster Gewissenhaftigkeit 72 "Vorbereitende Schemata" ausgearbeitet, in denen die Lehre der Kirche "mit viel Mass und Weisheit" in gewisser Weise auch, "unserer Zeit angepasst" dargelegt war.

Erzbischof Lefebvre, der in die Vorbereitungskommission berufen wurde, bemerkte später:"Diese Arbeit war sehr gewissenhaft und sehr gründlich durchgeführt worden. Ich besitze die 72 vorbereitenden Schemata und habe feststellen können, dass in diesen die Lehre der Kirche im allgemeinen vollkommen rechtgläubig wiedergegeben war und dass es sozusagen nichts mehr zu überarbeiten gab."

Nun kam der erste Schlag der linken Fraktion.

Am 11. Oktober 1962 wurde das Zweite Vatikanische Konzil mit ca 2400 Konzilsvätern eröffnet, die alle Gelegenheit gehabt hatten, sich, wenn sie es wollten, intensiv an der Erarbeitung der Schemata zu beteiligen und deren endgültige Fassung zu studieren.

Vierzehn Tage nach der Eröffnungssitzung waren, wie Erzbischof Lefebvre in seinem Buch "Offener Brief an die ratlosen Katholiken" berichtet, alle 72 Schemata, eine ungeheure Arbeit, geleistet von lauter berufenen, gelehrten und bewährten Männern der Kirche, zurückgewiesen, verworfen, "im Papierkorb"!
Pius XI. und Pius XII. und ihre Kardinäle hatten richtig vorausgesehen!
Eugenia-Sarto
Wie nun der Zerstörungsprozeß des Glaubens heute zu sehen ist, analysiert der Generalobere der Piusbruderschaft in einem Gespräch über das Pontifikat von Papst Franziskus. Hier Ausschnitte: Einige seiner Aussagen:

"Papst Franziskus ist sicher sehr pragmatisch; aber als ein Mann der Regierung weiß er genau, wohin er will....

In Wirklichkeit, so scheint es, steht Franziskus jenseits... jedes beka…More
Wie nun der Zerstörungsprozeß des Glaubens heute zu sehen ist, analysiert der Generalobere der Piusbruderschaft in einem Gespräch über das Pontifikat von Papst Franziskus. Hier Ausschnitte: Einige seiner Aussagen:

"Papst Franziskus ist sicher sehr pragmatisch; aber als ein Mann der Regierung weiß er genau, wohin er will....

In Wirklichkeit, so scheint es, steht Franziskus jenseits... jedes bekannten(theologischen) Systems... Er steht darüber.

Unter Joh. Paul II. blieben bestimmte Punkte der katholischen Lehre unantastbar. Auch bei Benedikt XVI. hatten wir es noch mit einem Geist zu tun, der mit den Wurzeln der Kirche verbunden ist. (Er hatte) eine Sorge um die Treue zur Tradition.
Bei Franziskus gibt es eine solche Sorge nicht mehr.

Das Pontifikat, unter dem wir leben, ist eine historische Wende für die Kirche.
Es ist noch zu früh, um das ganze Ausmaß dieser Umwälzung zu beurteilen .

Bis heute hielt die Kirche, trotz einiger Aufweichungen, an ihren moralischen Forderungen fest, z.B. bezüglich der christlichen Ehe, und verurteilte nach wie vor eindeutig alle sexuellen Perversionen...
Unglücklicherweise ruhten diese Forderungen jedoch auf einer dogmatischen Theologie, die von ihrem Ziel abgekommen ist und damit instabil wurde.
Diese moralischen Prinzipien konnten eine Zeit überleben, waren aber dazu verurteilt, eines Tages "veraltet " zu sein- und praktisch geleugnet zu werden.

Das ist es, was wir unter dem Pontifikat von Franziskus erleben, besonders mit dem apostolischen Schreiben Amoris laetitia.

(Nachdem der Generalobere über die Anpassung des Menschen und der Kirche an die heutigen Zeitverhältnisse geredet hat, sagt er: )
"auf diese Weise wird nicht nur auf den Glauben und die übernatürliche Ordnung verzichtet, sondern auch auf die moralischen Grundsätze, die für ein ehrenhaftes und gerechtes Leben unerläßlich sind. das ist entsetzlich, weil es einen endgültigen Verzicht auf die Christianisierung der Sitten bedeutet..."

Lesen Sie weiter in: Mittelungsblatt der Piusbruderschaft, April 2021