M.RAPHAEL
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Ein Opferlamm gegen die konziliare Säkularisierung der Kirche

Heute, am 13.07., gedenken wir den Fatima Geheimnissen bzgl. der tragischen Folgen der Sünde:

Fatima: Die großen Geheimnisse vom 13. Juli 1917

Das ist mehr als radikal. Unsere Berufung zur Heiligkeit ist kein lieber und netter Ponyhof. Die modernistischen Kirchenzerstörer versuchen, den Verteidigern des Glaubens immer vorzuwerfen, dass sie weder verständnisvoll, noch lieb und nett seien, dass sie zu radikal seien, dass sie nicht ausreichend differenzieren, dass sie Dinge gegeneinander ausspielen und dass sie unzulässig verallgemeinern. Ihr Ziel ist natürlich, jede Kritik schon im Ansatz zu verhindern. Ein abstrakter Begriff der Liebe, wie ein alles zudeckender Honig, wird dann in Anspruch genommen.

Bevor ich unten noch einmal auf meine Autorisierung im Kampf um die Kirche eingehen werde, will ich diesen abstrakten (nicht katholischen) Liebesbegriff anhand von P. Mertes S.J. problematisieren. Wir müssen ihm für sein Video dankbar sein:

Die Liebe 3 - Erster Korintherbrief, Kapitel 13, Teil 3, P. Klaus Mertes SJ

Er paraphrasiert das Kapitel 13 des 1. Korintherbriefes, um sein Verständnis der Liebe herauszuarbeiten. Typisch jesuitisch liest er nicht den Text, wie er dasteht, sondern er formuliert ihn um, nur um die Liebe als eine abstrakte Realität (deshalb die abstrakten Jesuitenkirchen) von den konkreten Lebensvollzügen zu trennen. Wenn die Liebe vollkommen abstrakt ist, eine unbestimmte Energie, die den Menschen zur Selbsttranszendenz aus seiner konkreten Lebenswelt auffordert (Karl Rahner), dann kann man im völlig kindlichen (abwertend gemeint) und unwichtigen Lebensalltag auch unzüchtig sein. Man ist ja ein Erwachsener, erfüllt von der Liebe, jenseits der irdischen Werke (reine Gnosis, nicht wahr). Die intentionale Bejahung dieser nichts kostenden, weil nichts verlangenden, abstrakten Liebe reicht, dann kann es unter der Bettdecke auch schlüpfrig werden. Glöckchen unter dem Himmelbett.

Wahr ist, dass die Liebe, wie das Sein, das Sie ist, in allem Konkreten im Reich Gottes substantiell eingebettet ist (siehe den Hl. Thomas). Es gibt keine Trennung zwischen der Liebe und den irdischen Lebensvollzügen, sonst macht nichts mehr Sinn. Deshalb ist die genaue Formulierung der Heiligen Schrift so wichtig, die ja gerade die Trennung problematisiert. Dadurch bringt sie die unbedingte Einheit umso mehr zum Ausdruck. Der Jesuit dagegen trennt sie. Dagegen ist nur die unauflösliche Einheit katholisch. Ohne sie sind alle Dinge nichtig. Damit wird die gesamte säkulare Moderne zu einer nicht existenten, weil lieblosen Phantomzone, zu einer Privation.

Natürlich gibt es überall Ausnahmen. Weder wollen alle Jesuiten noch alle Konzilskleriker die Kirche vernichten. Aber es gibt die Früchte der großen Mehrheit. Weder BerGOG noch James Martin könnten sich halten, wenn „die“ Jesuiten nicht hinter ihnen stehen würden. Wo ist Widerstand? Es reicht bei weitem für einen Indizienprozess vor dem Thron Gottes. Er kommt unweigerlich.

In jedem Fall empfehle ich den Jesuiten das Buch „Für ein Erneuerung der Philosophie“ von Hilary Putnam. In diesem problematisiert Putnam die Bezugnahme zur Welt in einem solchem Ausmaß (obwohl er gerade kein Jesuit der Abstraktion ist), dass er am Ende nur noch im Pragmatismus einen Ausweg sieht. Katholisch wird man durch diesen nicht. Dafür muss man dem Hl. Bernhard folgen und die Heilige Schrift als die Wahrheit bzgl. der menschlichen Existenz akzeptieren, was gerade keine wortwörtliche Deutung seitens eines wissenschaftlichen Weltansatzes (wie der der amerikanischen Evangelikalen) impliziert. Die inkarnierte Liebe versteht das. Wer das nicht will oder nicht kann, sollte aus der Kirche austreten und ein pragmatischer Philosoph werden.

Es ist die im konkreten Irdischen anwesende Liebe, die mich zum Kampf gegen die konziliare Säkularisierung berufen hat. Sie hat mich dafür sogar auf die Erde geschickt. Meine Mutter, mit mir im späten achten Monat schwanger, hatte einen Unfall auf der Autobahn mit Überschlag (A5 bei Frankfurt). Es ist ein Wunder, dass ich überlebt habe. Die Merkwürdigkeiten haben da erst begonnen. Ich habe Ihm immer gehört. Er war immer bei mir, obwohl oder vielleicht gerade weil ich immer ein moderner Mensch der Avantgarde war. Ich glaube erst mal gar nichts, ein Frankfurter eben. Aber das unsichtbare Heilige gibt keine Ruhe. Irgendwann dreht es um. Dann verlangt eine gegen den Glauben gerichtete Verdrängungsarbeit viel mehr Aufwand und Energie, als einfach religiös und katholisch zu sein. Ockhams Rasiermesser kommt zum Einsatz.

Meine Berufung fand ihren Höhepunkt in einer Nacht im Mai in Lourdes. Am Tag war ich im Wasser von Lourdes vollkommen untergetaucht. Um Mitternacht fand ich mich vor der Grotte wieder und in mitten eines warmen leichten Windstoßes weihte ich als Antwort auf die Frage: „Wie sehr liebst du mich?“ mein ewiges Leben dem Herrn. Er hat mein Opfer akzeptiert. Er antwortete: „Du gehörst mir!“ Das war es, jenseits von Zeit und Raum für immer und überall. Nicht mehr ich lebe, sondern der Herr lebt in mir. Damit gehöre ich dem Himmel, der Ursprung aller meiner Beiträge auf GloriaTV.

Ich bin ein Opferlamm des Herrn gegen die Säkularisierung der Kirche. Mein ewiges Leben steht gegen euch, ihr unzüchtigen Kirchenvernichter. Jeder Tropfen meines Blutes widersteht euch, ihr lieblosen Selbstvergötzer. Habt ihr geglaubt, die Kirche gehört euch? In der Sprache des 13. Kapitels des 1. Korintherbriefes ist die Liebe in mir. Ich gehöre ihr. Ich habe die Liebe, weil ich Ihr Gefallen gefunden, weil ich Ihr immer schon entsprochen habe. Ich bin ein aufrichtiger, wahrhaftiger und naiver Bub. Kein Falsch!!!

In diesem Geist bin ich Zisterzienser geworden. Die zisterziensische mystische Hochzeit ist der Schlüssel zum unsichtbaren Geheimnis des übernatürlichen Himmels. Die abstrakte Liebe der Jesuiten, die von den Dingen getrennt ist, gibt es nicht. Es handelt sich um eine Sublimierung der Logik und Mathematik, die die menschliche Herrschaft über die Welt verspricht. Die Jesuiten lieben damit nur das, was die Menschen lieben.

Noch etwas zur Ordensidentität im Vergleich zur Kirche. Natürlich hätte ich mir ein frömmeres Kloster suchen können. Ich war in Fontgombault. Ich habe mit den geliebten Brüdern im Chor gesungen. Es war wunderbar. Ich liebe das Kloster. Ich hätte dort eine Probezeit bzgl. eines Übertritts verbringen können. Vielleicht hätte ich auch einen neuen Orden gründen können. Aber der Herr wollte es nicht. Heute bin ich da, wo ich sein soll, als Laie im geliebten Kärnten. Damit will ich sagen, dass alle Orden und Klöster in die eine Kirche eingebettet sind. Die Zisterzienser sind Reformbenediktiner. Die Trappisten sind Reformzisterzienser. Das ist alles kein Problem, weil alle in einer Kirche sind. Sie sind alle Teile im Leib des Herrn.

Aber die Kirche selbst gibt es nur einmal. Es kann weder eine Reformkirche noch eine Parallelkirche geben. Gegen ihre Krankheiten muss man selbst zum Opfer werden. Man muss seine Existenz dem Herrn schenken, damit Er einen genau dort opfert, wo und wie es notwendig ist. Das ist meine Berufung, ein Opferlamm. Es ist sehr wahrscheinlich, dass das auch für viele von GloriaTV gilt.

Auch die Piusbruderschaft versteht das sehr genau. Vielen Dank. Sie ist katholisch.