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Warum hat Gott dich erschaffen, und wie will er dich sehen?

Adam von Michelangelo

Gott hat den Menschen aus reiner Liebe erschaffen. Und er will mit ihm einst ewig in seliger Glückseligkeit zusammenleben.
Der Mensch soll Anteil an der göttlichen Natur erhalten und so in ewigem Glück leben.

Da Gott der Herr ist, der Höchste, der Allmächtige, muss sein Geschöpf ihn als Solchen anerkennen und ihm dienen.
Der Mensch soll also nach dem Willen Gottes leben und ihm ähnlich werden.

Das sagte uns Jesus Christus, unser Erlöser, als er zu den Aposteln sprach: "Seid vollkommen wie euer Vater im Himmel."

Unser Streben nach Vollkommenheit ist ein Kampf gegen die Sünde und die Versuchungen. Damit wir das verstehen und lernen, müssen wir immer genauer und tiefer die Sünden erkennen, die in uns sind.
Ausserdem ist es wichtig zu wissen, was Versuchungen sind, und wie sie immer geheimer und verborgener und damit gefährlicher auf uns einwirken, je mehr wir uns Gott nähern.
Denn der Kampf gegen die Sünde und den Versucher dauert solange, wie wir auf Erden leben.

Die Sünde kann aus Bosheit geschehen, wenn der Mensch klar die Unerlaubtheit einer Tat erkennt und sie mit freiem Willen will. Z.B. Diebstahl,
Mord, Ehebruch, Verleumdung usw.
In diesen Fällen bestehen die Bedingungen für eine Todsünde: schwere (d.h. wichtige) Sache, klare Erkenntnis und freier Wille.

Diese Umstände lagen bei Adam und Eva vor. Sie wussten, dass Gott ihnen verboten hatte, die Frucht vom Baum der Erkenntnis im Paradies zu geniessen. Gott hatte ihnen mit dem Tod gedroht, wenn sie es dennoch täten.
Die Strafe für die begangene Sünde folgte auf dem Fuss. Sie wurden aus dem Paradies vertrieben, d.h. aus der Gegenwart und Gnade Gottes. Sie wurden mit dem Tode und Vielem anderen ( Mühsalen der Arbeit, Krankheiten, Schwächung des Willens und des Verstandes ) bestraft.

Gott hatte die ersten Menschen jedoch nicht in die Hölle verdammt, sondern ihnen Gelegenheit zur Busse gegeben, weil er verzeihen will.

Gott will den Menschen alle Sünden verzeihen, wenn der Mensch bereut und sich von der Sünde erhebt und sich bekehrt.
Nur eine Sünde kann Gott nicht verzeihen. Das ist die Sünde gegen den Heiligen Geist, die Verstocktheit des Herzens. Sie lag beim ägyptischen Pharao vor.
Gott hatte ihm viele Gelegenheiten durch Wunder gegeben, seine böse Gesinnung gegen die Israeliten (das Volk Gottes) aufzugeben. Doch er verhärtete sich immer mehr und liess nicht davon ab, gegen den klaren Willen Gottes zu handeln und das Volk der Israeliten zu quälen.

Das hatte schliesslich zur Folge, dass Gott den Pharao vernichtete.
Dem entspricht die Verdammnis des Teufels, der sich ebenso in grossem Stolz gegen Gott erhoben hatte und daher in die Hölle verstossen wurde.

Fortsetzung folgt