Clicks367
Heilwasser
1

Die universale Mutterschaft Mariens

Die universale Mutterschaft Mariens

Heute feiern wir die Mutterschaft Mariens, die nicht irgend-
eine sondern die Gottesmutterschaft war. Wenn Jesus der
Sohn Gottes und damit der fleischgewordene Gott war, dann
wurde die Allerheiligste Jungfrau Maria zur Gottesmutter.
Nicht, weil die Gottheit eine ihr vorausgehende Mutter hätte,
sondern weil sie sich mit der Menschheit Jesu vereinte und
Maria die Mutter des Gottmenschen Jesus wurde.

Aber nicht nur das. Als Braut des Heiligen Geistes war sie
bereits von Anfang ihrer Empfängnis an zur universalen
Mutterschaft berufen, weil der Heilige Geist seinen Willen
in sie hineinlegte. Wahrscheinlich ist der Begriff verschmelzen
der passendste. Der Wille des Heiligen Geistes hat sich mit
der Immaculata so sehr verschmolzen, dass sie sozusagen
sein fleischgewordener Wille war. Da es der Wille des
Dreieinigen Gottes war, in der Muttergottes nicht nur Jesus,
sondern alle Seelen und sogar die gesamte Schöpfung zu
gebären, wurde sie schon vorher mit diesem bewussten
universalen Willen ausgestattet. Sie war sich immer be-
wusst, dass sie nicht für sich allein ihre unbeschreibliche
Heiligkeit lebte, sondern im Namen und für alle Geschöpfe
aller Jahrhunderte. So gelangten auch alle ihre Gebete im
Namen und für alle Geschöpfe zum Throne Gottes, der sich
wegen ihr würdigte, die Seelen, auch die entferntesten, zu
erhören.

Wegen ihr und ihrer universalen Mutterschaft blickte Gott
der Vater zu jeder Zeit gütig auf die Menschheit herab, da
sie es war, die nicht „nur“ Christus, sondern den gesamten
Mystischen Leib Christi gebar. Da der Allmächtige es wollte,
sollte sie jede einzelne Menschenseele neu gebären, erziehen
und zur Heiligkeit führen. Sie will Christus in uns erneut
gebären, weil sie immer universal geliebt hat.

Sie ist die universale Mutter aller Menschen.
Sie ist die Mutter der göttlichen Gnade für alle Menschen.

Maria, Mater Dei, ora pro nobis!
Mater divinae gratiae, ora pro nobis!

Verwendete Quelle: Das Reich des göttlichen Willens, Aus
den Schriften von Luisa Piccaretta, Band III.


Zweihundert