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Das Schlüsselerlebnis des hl. Bruno, des Karthäusers (+1101), Festtag 6.10. Ein berühmter Gelehrter meldet sich aus der Hölle Im Leben des hl. Bruno, dem Gründer des Kartäuserordens, findet man eine …More
Das Schlüsselerlebnis des hl. Bruno, des Karthäusers (+1101), Festtag 6.10.

Ein berühmter Gelehrter meldet sich aus der Hölle

Im Leben des hl. Bruno, dem Gründer des Kartäuserordens, findet man eine Begebenheit, die von den gelehrten Bollandisten gründlich studiert wurde und die selbst einer strengen Kritik alle Merkmale der historischen Glaubwürdigkeit entgegenhält. Die Begebenheit trug sich in Paris bei helllichtem Tag zu, in Anwesenheit von mehreren tausend Zeugen, und die Einzelheiten wurden von Zeitgenossen aufgezeichnet.
Zudem hat das Ereignis zur Gründung eines neuen Ordens geführt.
Ein berühmter Gelehrter der Universität von Paris namens Raymond Diocrès, war soeben gestorben. Er war allgemein bewundert, und alle seine Schüler trauerten um ihn, als er im Jahre 1082 starb. Einer der hervorragendsten Gelehrten seiner Zeit namens Bruno, in ganz Europa wegen seiner Wissenschaft, seiner Talente und seiner Tugenden bekannt, hielt sich gerade mit vier Begleitern in Paris auf und machte es sich zur Pflicht, an dem Begräbnis der berühmten Verstorbenen teilzunehmen.
Man hatte die Leiche in den großen Saal der Kanzlei neben der Kirche Notre-Dame gelegt, und eine ungeheure Menschenmenge umgab das Prunkbett, auf welchem der Tote nach der damaligen Sitte mit einem einfachen Leinentuch zugedeckt lag.
In dem Augenblick, als man eine der Lesungen des Totenoffiziums zu lesen begann, welche folgenden Anfang hatte: „Antworte mir, wie Groß und wie zahlreich sind dein Sünden“, hörte man eine Grabesstimme unter dem Leinentuch und alle Anwesenden hörten die Worte: „Durch ein gerechtes Gericht GOTTES wurde ich angeklagt“ Man stürzt herbei und hebt das Totentuch auf: Der Tote lag da, steif und unbeweglich, vollständig tot. Die für eine Weile unterbrochene Zeremonie wurde wieder aufgenommen, aber alle Beteiligten waren bestürzt und von Furcht ergriffen.
Das Offizium wurde von neuem begonnen und man kommt wieder zur genannten Lesung „Antworte mir“. Diesmal erhebt sich der Tote vor aller Augen und mit einer noch stärkeren, noch deutlicheren Stimme sagt er: „Durch ein gerechtes Gericht GOTTES wurde ich gerichtet“, und er fällt zurück. Der Schrecken der Leute erreichte seinen Höhepunkt. Die Ärzte stellen den Tod erneut fest. Die Leiche war kalt und steif. Man hatte nicht mehr den Mut fortzufahren, das Offizium wurde auf den nächsten Tag verlegt.
Die kirchlichen Autoritäten wussten nicht, was zu tun sei. Die einen meinten: „Da sist ein Verdammter; er ist der Gebete der Kirche unwürdig“. Andere sagten: „Nein, zwar ist das alles ohne Zweifel furchterregend, aber schlussendlich: Werden wir nicht alle, so wie wir sind, auch zuerst angeklagt und dann durch ein gerechtes Gericht GOTTES gerichtet? Der Bischof war auch dieser Meinung und tags darauf begann die Bestattungszeremonie wieder um die gleiche Zeit. Bruno und seine Begleiter waren da wie am Vortag. Die ganze Universität und ganz Paris kam nach Notre-Dame gelaufen.
Das Offizium begann also wieder. Bei der gleichen Lesung „Antworte mir“ richtete sich der Körper des Doktor Raymond auf und mit unbeschreiblichem Ausdruck, der alle Beteiligten vor Schrecken erstarren ließ, ruft er aus: „Durch ein gerechtes Gericht GOTTES wurde ich verdammt“, und er fällt wieder zurück und bleibt unbeweglich.
Diesmal gab es keinen Zweifel mehr. Über dieses so offensichtliche und schreckliche Wunder brauchte man nicht einmal mehr zu diskutieren. Der Bischof des Kapitels gab den Befehl, den Leichnam auf der Stelle seiner Insignien und Würden zu entkleiden und ihn der Verwaltung von Montfaucon zu übergeben.
Beim Hinausgehen aus dem großen Saal entschloss sich der damals 45jährige Bruno unwiderruflich diese Welt zu verlassen. Er suchte mit seinen Begleitern in der Einsamkeit der Grande-Chartreuse bei Grenoble die Abgeschiedenheit, um mit Sicherheit sein Heil zu erwirken und sich so in Ruhe auf das Gericht GOTTES vorzubereiten.
Ja gewiss, da haben wir einen Verdammten, der „aus der Hölle wiederkam“, nicht um sie zu verlassen, sondern um ihr unbestechlicher Zeuge zu sein.

Quelle: M. de Ségur: Abschied vom Unglauben. Die Existenz der Hölle nachgewiesen, Olten 1982, S. 27-29.
Zweihundert
Es wäre auch mal interessant zu wissen, warum er verdammt wurde aber das Beispiel von Heiligen Bruno sagt mehr als tausend Worte.
alfredus
Hölle ... ? Selbst in kirchlichen Kreisen glaubt man nicht an diese Realität ! Die Hölle ist leer, sagen schlaue Theologen und beim Evangelium werden diese Stellen nicht vorgelesen ! Gott straft nicht und wir haben ja die Allerlösung, wird den Gläubigen und Zuhörern vorgemacht und beruhigt sie damit, um ihnen die Angst zu nehmen. So wird Gott und sein Gericht nicht mehr wahr genommen und gefür…More
Hölle ... ? Selbst in kirchlichen Kreisen glaubt man nicht an diese Realität ! Die Hölle ist leer, sagen schlaue Theologen und beim Evangelium werden diese Stellen nicht vorgelesen ! Gott straft nicht und wir haben ja die Allerlösung, wird den Gläubigen und Zuhörern vorgemacht und beruhigt sie damit, um ihnen die Angst zu nehmen. So wird Gott und sein Gericht nicht mehr wahr genommen und gefürchtet, selbst der Klerus kennt deshalb keine Gottesfurcht mehr ... !
Erich Foltyn
die Hölle schert ja niemand, die ist ja erst nach dem Tod und da ist ja nix davon zu sehen
Stefan Albrecht
Die Erinnerung an die Realität der Hölle kann uns in die Rechte demütige Haltung vor Gott bringen... Danke
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