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Der Selige Peter von Luxemburg - Gedenktag 2. Juli Peter von Luxemburg kam am 20. Juli 1369 im lothringischen Ligny-en-Barrois zu Welt. Er war der Sohn des Grafen Guy V. de Luxembourg-Ligny (+1371). …More
Der Selige Peter von Luxemburg - Gedenktag 2. Juli
Peter von Luxemburg kam am 20. Juli 1369 im lothringischen Ligny-en-Barrois zu Welt. Er war der Sohn des Grafen Guy V. de Luxembourg-Ligny (+1371). Weil er für die Erbfolge nicht vorgesehen war, lebte Peter seit 1377 in Paris. Um sein Auskommen zu sichern, bekam er 1378 und 1381 je eine Pfründe als Domherr in Paris und Cambrai. Weil man in Metz den von Papst Urban VI. (1378-1389) ernannten Domkapitular Tilmann Vuss von Bettemburg (+1411) nicht zum Bischof haben wollte, setzte man alles daran, 1383 den erst 14-jährigen Peter von Luxemburg zum Bischof zu machen. Die Ernennung erfolgte durch den Gegenpapst Clemens VII. (1378-1394). Weil aber Peter von Luxemburg auch als Bischof nicht zu gebrauchen war, wurde er 1386 zum Kardinal ernannt. Der Gegenpapst holte ihn an seinen Hof nach Avignon. Weil das Leben am päpstlichen Hof nichts für ihn war, zog er sich noch 1386 aufs Land nach Villeneuve-lès-Avignon zurück, wo er ein Leben der Buße führte und sein ganzes Vermögen an die Armen verschenkte. Am 2. Juli 1387, starb Peter von Luxemburg. Auf seinen Wunsch hin fand die Beerdigung auf dem Armenfriedhof von Avignon statt. Schon 1395 wurde über seinem Grab ein Benediktinerkloster errichtet. Weil man ihn als Heiligen auch nicht wollte, lehnte das Konzil von Basel (1431-1449) die Eröffnung eines Heiligsprechungsverfahrens zunächst einmal ab. Die Seligsprechung erfolgte dann erst 1527. Der sl. Peter von Luxemburg ist einer der Stadtpatrone von Avignon. Zeit zur Reife Wenn man die Biographie des sl. Peter von Luxemburg liest, bekommt man fast Mitleid. Überall ist er fehl am Platz. Alle nutzen ihn nur für ihre Interessen aus, keiner aber wollte den jungen Mann wirklich haben. Und es ist nicht so, als hätte der sl. Peter das nicht gemerkt. Als der 14-Jährige Bischof von Metz wurde, ritt er aus Protest auf einem Esel in die Stadt, um allen zu zeigen, dass er ungeeignet sei. – Wie viele Jugendliche erleben heute Ähnliches: sich selbst überlassen oder gar nicht gewollt; heillos überfordert oder arbeitslos; hochgejubelt oder vernachlässigt, etc. Warum spielt der Glaube im Leben vieler Jugendlicher keine Rolle mehr? Vielleich weil heute jungen Menschen oft kaum noch Raum gelassen wird, wenn sie Zeit für ihre persönliche Entwicklung und gute Gesprächspartner bräuchten? _______________________ P. Dr. Thomas Klosterkamp OMI