Das Ziel der Vat.2 Kirche ist nicht Gott sondern der Mensch

Heute am Fest des Hl. Bernhard, unseres großen zisterziensischen Ordensvaters, und in freudiger Erwartung des Festum Immaculati Cordis B.M.V., unserer geliebten Himmelskönigin, am 22.08., ist es angebracht, uns noch einmal auf den Ursprung der heutigen Kirchenkrise zu besinnen. Es wird sichtbar werden, dass die Vat.2 Konzilskirche keine Zukunft haben kann, dass BerGOG kein Ausrutscher ist, weil die ganze Organisation am Ende allein dem Menschen dient und nicht Gott.

Das V2 Konzil hat es selbst klar und deutlich in „Gaudium et spes“ ausgedrückt:

Gaudium et spes

Schon in Paragraph 1 und 2 bekennt sich das Konzil (man beachte: nicht die Kirche) zu einem universalistischen Menschenbild. Es wendet sich „ohne Zaudern nicht mehr bloß an die Kinder der Kirche und an alle, die Christi Namen anrufen, sondern an alle Menschen schlechthin in der Absicht, allen darzulegen, wie es Gegenwart und Wirken der Kirche in der Welt von heute versteht. Vor seinen Augen steht also die Welt der Menschen, das heißt die ganze Menschheitsfamilie mit der Gesamtheit der Wirklichkeiten, in denen sie lebt;…“

In Paragraph 3 geht es weiter:

„Es geht um die Rettung der menschlichen Person, es geht um den rechten Aufbau der menschlichen Gesellschaft.
Der Mensch also, der eine und ganze Mensch, mit Leib und Seele, Herz und Gewissen, Vernunft und Willen steht im Mittelpunkt unserer Ausführungen.
Die Heilige Synode bekennt darum die hohe Berufung des Menschen, sie erklärt, daß etwas wie ein göttlicher Same in ihn eingesenkt ist, und bietet der Menschheit die aufrichtige Mitarbeit der Kirche an zur Errichtung jener brüderlichen Gemeinschaft aller, die dieser Berufung entspricht.“


Was ist hier nicht zu verstehen? Das ist ein eindeutiges Bekenntnis zum Menschendienst. Der Gottesdienst wird unwichtig (vgl. Mt 6,24). Und nein, ihr Jesuiten, Gottesdienst und Menschendienst sind nicht identisch. In diesem Geist könnten sonst Calvinisten behaupten, dass Gottesdienst und Mammondienst ebenfalls identisch sind (viele moderne Menschen glauben das eh).

Der NOM ist geboren. Gott wird zu einem Diener der Menschen degradiert. Jetzt ist er ein Wunscherfüller, ein Wohlfühlgott und ein Allesverzeiher. Er selbst darf überhaupt nichts mehr von den Menschen fordern, besonders wenn es ihnen weder Nutzen noch Spaß bringt. Das ist die Rede von BerGOG. Er erfüllt das Konzil. Seine Vorgänger wie JPII und BXVI, und wie der liebenswerte Pater Bernhard vom Stift Heiligenkreuz, waren in ihren gläubigen Herzen noch vorkonziliar. Siehe das Interview mit ihm zur Berufung (Danke @Santiago_):

Über das gottgeweihte Leben (Bernhard Vosicky OCist)

Dieses vorkonziliare Erbe stirbt langsam aus. Danach kommt nichts mehr. Da ist Tod und Leere. Da ist die Phantomzone der Privation. Der Glaube an den Menschen ist nicht der Glaube an Gott. Es gibt keine Mystik mehr.

Schon vor vielen Jahren wurde die Tonsur abgeschafft. Jeder „Mönch“ der Vat.2 Selbstverwirklichung sollte seine eigene Frisur und damit seine fleischliche Individualität nach außen tragen. Schon damals waren die Klöster damit tot. Die Trappisten schafften die Gregorianik ab und installierten eine Psalmodie, die für jeden Musiker unerträglich dumm ist. Die franz. „Gesänge“ sind nicht zu ertragen. Zisterziensisch sind sie jedenfalls nicht.

Irgendwann begannen hippieorientierte Konzilspater, erfüllt von einer banalen „Menschenliebe“, unaufhörlich mit Gästegruppen in Badehose durch die Klausur zu stapfen, um ein Bad in den Klosterteichen zu nehmen. In diesen Tagen bekommen sie dafür ein Bundesverdienstkreuz, obwohl genau dieses Verhalten wesentlich dazu beigetragen hat, ihr Kloster in der Eifel durch diese „Offenheit“ zu vernichten. Aber das Gift des Konzilsgeistes hatte die Mitbrüder bis zu einem solchen Grad durchtränkt, dass sie auf keinen Fall zurück zur Messe aller Zeiten wollten. Deshalb habe ich mein geliebtes Kloster Himmerod verlassen müssen. Ich vergesse nie. Ich gebe niemals auf.

Schwimmen ist bei den konziliaren Klosterpatres überhaupt angesagt. Spaß, nackte Haut und Lebensfreude werden durch Internetfotos zum Ausdruck gebracht. Niemand soll mehr opfern. Alle sollen mit gestählten, muskelbepackten und braungebrannten Körpern ihre Lebensfreude zum Ausdruck bringen. Nur keine Stille, nur kein Knien, nur kein Selbstopfer und keine Nachfolge des Gekreuzigten. Nur nichts, was zisterziensisch ist!!!

Das Vat.2 Konzil war eine Antwort auf die alte Sehnsucht der Menschen, selber Gott sein zu wollen. Ermächtigt durch die wissenschaftliche Kontrolle über die Natur begann der moderne Mensch, die Herrschaft über sein Leben an sich zu reißen. Die Hypothese „Gott“ war nicht mehr notwendig, wie es Laplace gegenüber Napoleon geäußert hat. Hier ist das heutige wissenschaftsgläubige Geschwurbel (ein methodologisch verordneter und gewollter Agnostizismus ist ein nicht überprüfbarer metaphysischer Standpunkt) in nuce:

Auf die „Hypothese Gott“ verzichten

Der selbstsüchtige Mensch, der unaufhörlich daran arbeitet, sich jeglicher Fremdbestimmung zu entledigen, fällt immer mehr auf sich selbst zurück. Er wird immer egoistischer. Alles, mit dem er es zu tun hat, frisst er in sein eigenes Weltbild auf. Seine Vernunft wird im Dienst der eigenen Verherrlichung immer instrumenteller. Er dient nicht mehr. Er herrscht. Die unterschiedlichen Wertsphären der Menschen differenzieren sich folgerichtig aus. Jeder macht sein Ding und nur noch sein Ding. Er macht nur noch dort mit, wo es ihm Spaß macht, wo es ihm etwas bringt.

Anfang des 20ten Jahrhunderts wurde die radikale Selbstsucht immer offensichtlicher. Es gab im Wesentlichen 4 Gegenreaktionen: 1. die Lebensreform (ausgehend von Ascona), 2. der Faschismus, 3. der Kommunismus, 4. die liturgische Bewegung (u.a. um Pius Parsch) im Katholizismus. Die Vertreter all dieser „Antworten“ waren am Ende selber egoistisch und schon viel zu zersetzt vom Gift ihrer eigenen bösen Selbstsucht, um ihre Verblendung zu erkennen. Ihr Hochmut hat sie gezwungen, den gärenden Wein des Herrn zu trinken (vgl. Ps 75,9).

Auch die Vat.2 Väter hatten von diesem Becher gekostet. In ihrer Umnachtung durch die Sünde erkannten sie nicht, dass der einzige wahre Menschendienst nur in einem „lieb-losen“ Gottesdienst besteht. Nur der in der Seele einwohnende wahre Gott kann den dort ansässigen menschlichen Hochmut bekämpfen. Ein oberflächliches frommes Geschwafel (unzählige ABC Bibellesungen jeden Sonntagmorgen, die nichts bringen) kann das nicht, weil das der menschlichen Verfügung überlassen bleibt. Da muss sich der Mensch Gott nicht hingeben. Er kennt ja die Bibel ein wenig und tanzt und singt mit den anderen Kollektivisten schön mit. Aber die hat er alle in seiner Tasche. Gott sowieso. Idioten.

Das Vat.2 Konzil ist böse. Es basiert auf völlig falschen Prämissen. Es zerstört den Glauben. Es führt nicht zusammen. Es zerstreut. Es lügt. Es täuscht. Es führt nicht zur DER Orantenhaltung eines jeden Bewohners des Himmels (ohne Ausnahme knien wir alle vor Gott für immer, noch einmal ohne Ausnahme, alle) sondern zu einem Stehen von tumben und unzüchtigen Bullen in einer Stierkampfarena. Es ist eine Maske einer „liebevollen und menschenfreundlichen Gottesfurcht“ vor der wahren Fratze einer brutalen Gottlosigkeit selbstvergötzender Menschengötter.

Ich habe nicht nur einmal Tango mit den Masken auf dem Markusplatz beim Karneval in Venedig getanzt. Ich liebe Venedig. Ich liebe es zu tanzen. Oft trage auch ich eine Maske.

Konzilskleriker, ihr erfreut euch an euren Masken und eurem Tanz. Ihr haltet euch für Götter. Dann sind wir da. Ihr erkennt uns nicht. Bald und unmerklich, ihr Spezialisten für Salamitaktik, wird es euch beim Tanzen sehr warm werden. Wir kommen aus dem Feuer. Nicht lustig. Dann wird euer Lachen dem schmerzverkrampften Grinsen eurer Masken immer ähnlicher.

Wir lieben den Spaß mit kleinen Schlaubergern, die Feinde Gottes sind. Es gleicht einem Spiel mit aufgeblasenen Luftblasen. Patsch, weg sind sie und in der Hölle:

♛CARNEVALE di VENEZIA♛ 2015

Wir sind Soldaten der Muttergottes. Sie ist nicht lieb.

Bitte bekehrt euch!!!

SALVE REGINA.
Erich Christian Fastenmeier
Die Interpunktion ist falsch. Bitte korrigieren. Danke.
Tradition und Kontinuität
Ich denke, für Christen, und die Konzilsväter sind da keine Ausnahme, , geht es immer um Gott und den Menschen, um die Beziehung zwischen Gott und Mensch.