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M.RAPHAEL
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Wie ein altes Ehepaar

Ich bin @michael7 für seinen Kommentar zu meinem Artikel Der Glaube der Vat.2 Katholiken sehr dankbar. Die Frage, ob ich vielleicht okkult besessen bin, stellt sich.

Nein, die Einwohnung des Herrn erfolgt nach einem Anklopfen und nach einem freiwilligen Einlass. Man entscheidet sich ja für die Wahrheit, den Weg, die Freiheit und die Liebe. Diese lässt man ein in der konkreten und unsichtbaren Person des Herrn. Der Herr ist die Liebe. Warum sollte er mich unterdrücken wollen. Das wäre ihm total fremd. Deshalb höre ich auch keine fremde oder gewalttätige Stimme. Wir sind wie ein altes Ehepaar. Wir brauchen überhaupt nicht miteinander zu reden, weil wir auf einer Wellenlänge sind. Jeder will genau das, was der andere will. Wir respektieren sogar unsere Privatheit. Er schaut nicht in meinen Schrank und ich nicht in Seinen.

Die Einwohnung des Herrn ist deshalb niemals Fremdbestimmung, sondern führt zur wahren Selbstbestimmung. Diese ist eben nicht die egoistische Selbstverwirklichung der „Ich hole es mir“ Attitüde. Der Herr befreit zur eigenen Wahrheit. Er will, dass man ganz man selbst wird, so wie er einen erschaffen hat. Er weiß ja besser, was uns gut tut, wie wir wahre Chefs werden. In diesem Sinn habe ich auch keine psychische Störung. Ich bin eine integrierte Person in eheähnlicher Beziehung (in Himmerod waren selbst auf unserem Besteck die vertikal verknüpften Eheringe eingraviert), deren Gegenüber in mystischer Union allerdings nicht außerhalb, sondern innen ist. Gott ist deshalb aber genau kein humanistisches Prinzip oder ein entsprechender Archetyp in der Psyche. Gott ist eine andere Person, der man sich radikal unterwerfen muss, um vollkommen frei von jeder Fremdbestimmung zu werden. Es ist ein wenig paradox, aber für die Liebe keineswegs.

Als integrierte Person weiß ich immer, in welchem funktionalen Kontext ich mich befinde. Ich kann jedem gerecht werden. Wenn ich im Garten den Rasen mähe, benutze ich den Rasenmäher und rufe nicht nach Engeln. Wenn ich mich im säkularen Umfeld bewege, gilt entsprechendes. Das funktioniert gut. Wenn Menschen etwas nicht verstehen können oder wollen, muss man mit ihnen so kommunizieren, dass es in ihren Kontext passt.

Nein, wenn ich am Computer sitze und schreibe, stehe ich nicht neben mir und schaue zu, wie ein Gespenst/Dämon mit meinem Körper schreibt. Natürlich schreibe ich. Ich könnte jederzeit aufhören und auf den Dobratsch fahren. Es ist unglaublich schön da oben. Aber dann würde ich der Liebe und der Wahrheit nicht gerecht werden. Also schreibe ich weiter, lauter Sachen, von denen ich eigentlich gar nicht weiß, warum sie mich als Jodel so brennend interessieren, vielleicht doch. So ist die Liebe.
Ischa
"Also schreibe ich weiter, lauter Sachen, von denen ich eigentlich gar nicht weiß" ???? Das merkt man leider öfter!
M.RAPHAEL
@Ischa: Wie ich Ihnen schon einmal geschrieben habe, Sie wollen mich einfach nicht verstehen. So ist das in der Welt der Macht.
Ischa
Nein. So ist das in Ihrer Welt, in der sie keine berechtigten Argumente zu lassen. Ich habe Ihnen schon mal gesagt, dass ich Ihren Standpunkt toll finde. Aber sie müssen schon innerhalb der katholischen Lehre bleiben und nicht über das Ziel hinaus schießen!
nujaas Nachschlag
Ich finde es nur manchmal problematisch, wenn Sie sich in Wir-Form äußern, und auch , wenn es politisch wird und Sie apodiktisch, und ich weiß, argumentativ ist mit Ihnen da kein reden.
michael7
😀 👏 Gelobt sei Jesus Christus! 🤗