Armenien: Es wird Krieg geben in Berg-Karabach

Text von Ilias Uyar

Aserbaidschan nutzt den Angriffskrieg Russlands insgeheim für seine Kriegstreiberei. Seit Ausbruch des Ukraine-Krieges hat Diktator Ilham Aliyev die Angriffe auf die Armenier in Berg-Karabach verstärkt, in dem Wissen, das die Weltöffentlichkeit nur auf die Ukraine schaut.
Zeitgleich mit dem Krieg in der Ukraine treibt Aserbaidschan seine Kriegsvorbereitungen in Berg-Karabach voran – und eskaliert die Lage nicht nur in Berg-Karabach, sondern auch in Armenien. Ab dem 26. Februar wurden Bewohner in Berg-Karabach aus Aserbaidschanischen Militärfahrzeugen von der Kontaktlinie aus mit Durchsagen bedroht, sie sollen ihre Dörfer verlassen, sonst drohe ihnen Gewalt. Dörfern an der Kontaktline in den Regionen Askeran, Mardagert und Martuni werden wahllos von aserbaidschanischen Scharfschützen ins Visier genommen. Seit über 10 Tagen werden Straßen und Plätze der armenischen Dörfer mit Waffen unterschiedlicher Kaliber beschossen. Die Aussaat auf den Feldern musste eingestellt werden. Ein Dorfbewohner aus Nakhijevanik wurde während der Feldarbeiten in seinem Traktor beschossen, sein Traktor wurde von Kugeln durchsiebt, er überlebte.

Und auch an der Grenze zur Republik Armenien eskalierte Aliyev die fragile Lage. Der armenische Offizier Hrach Manasaryan wurde am 7. März von einem aserbaidschanischen Scharfschützen aus Nachitschewan auf dem Territorium der Republik Armenien erschossen. Er war Veteran des 2. Arzach-Krieges von 2020 und erlag seinen Verletzungen auf dem Weg ins Krankenhaus. Hrach Manasaryan wurde 42 Jahre alt und hinterlässt seine Frau mit zwei Kinder.

In Berg-Karabach wird die christliche Bevölkerung seit über 2 Wochen regelmäßig mit islamischen Gebeten aus Lautsprechern beschallt. Aserbaidschan setzt seit mehreren Tagen neben den Scharfschützenangriffen auch schwerere Waffen ein und bombadiert armenische Dörfer in Berg-Karabach nun auch mit Mörsergranaten.

In Berg-Karabach ist die Gasversorgung seit dem 7. März zusammengebrochen, weil Aserbaidschan die Gaspipeline von Armenien nach Berg-Karabach gesprengt hat. Armenische Reparaturteams können den Schaden nicht beheben, weil sie vom aserbaidschanischen Militär beschossen werden. Damit sind 120.000 Armenier in Berg-Karabach komplett von der Gasversorgung abgeschnitten und haben keine Heizung und kein warmes Wasser. Die Temperaturen in Berg-Karabach fallen nachts bis auf minus 9 Grad. Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten und andere öffentliche Einrichtungen können wegen der gesprengten Gaspipeline nicht beheizt werden. Die Bäckereien können die Menschen in Berg-Karabach nicht mit Brot versorgen, weil die Öfen mit Gas betrieben werden.

Gestern wurde bekannt, dass Aserbaidschan Militäreinheiten und schweres Kriegsgerät aus dem Kernland an die Grenze zu Berg-Karabach verlegt. All dies passiert nicht im Verborgenen. Es geschieht jetzt und in aller Öffentlichkeit. Es wird wieder Krieg geben in Berg-Karabach.
Sonia Chrisye
🙏 🙏 🙏 🙏 🙏
jmjilers
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Lisi Sterndorfer
Danke, dass die Armenier wenigstens auf Gloria nicht in der Versenkung verschwinden!!!
Tina 13
Ohooo