Pfingsten begründet die Kirche

Ein frohes und besinnliches Pfingstfest!

Heute feiern wir die Begründung, das Ordnungsprinzip, die Liebesstruktur, die Seinshierarchie und den bewusstmachenden Beistand des Leibes des Herrn, Seiner Heiligen Katholischen Kirche und des gesamten Reich Gottes.

Der eine und immer derselbe unsichtbare Heilige Geist ist außerhalb des Menschen. Er ist kein natürlicher Teil, eine Art Archetypus, einer jeden menschlichen Psyche, einer Tatsache, die durch die naturalistische und moderne Konzilskirche nur bewusst gemacht werden muss, um die Menschen mit Hilfe der lieben und netten Botschaft des Evangeliums zu großen Humanisten umzuformen. Nein, der Heilige Geist ist dem Menschen gegenüber, bevor dessen unsterbliche Seele in vollkommener Freiheit Ihm Einlass gewährt, sodass die Trinität in ihm Wohnung nehmen kann.

Dieser eine Heilige Geist ist in jedem Menschen einwohnend, der sich Ihm immer schon liebevoll und vor allem demütig und beschnitten aufgeopfert hat. Damit hören alle diese Menschen, die Kinder Gottes, die Kinder des Lichts, die Bewohner des Reich Gottes, den Willen Gottes. Nur durch Ihn verstehen sie, welchen Platz Er in Seinem Leib für sie vorgesehen hat. Sein Leib ist umfassend. Er umgreift die gesamte menschliche Existenz. Er ist holistisch. Er ist wie eine Maschine, in der alle Teile perfekt miteinander zusammenarbeiten, damit die absolute Liebe, die Gott selber ist, auf der Erde verwirklicht wird. Alle Kinder des Heiligen Geistes sagen FIAT, wie ihre Mutter, die Himmelskönigin, die den Herrn schon immer vom Heiligen Geist empfangen hat.

Dieser immer identische Heilige Geist lässt alle Seine Kinder wissen, wenn sich jemand Ihm hochmütig verschlossen hat. Deshalb können sie erkennen, dass die Konzilskirche nicht vom Heiligen Geist, sondern vom Zeitgeist des Widersachers geleitet und geführt wird. Aus diesem Grund werden die Kinder des Lichts niemals aufhören, die Konzilskirche zu bekämpfen und ihr zu widerstehen. Sie hat mit dem wahren Heiligen Geist nichts zu tun. Aus diesem Grund wird nach BerGOG ein noch schlimmerer Papst kommen. Die konservativen Kulturkatholiken haben immer nur Angst um ihre Macht und ihr gesellschaftliches Ansehen. Keiner ist bereit für die Wahrheit und Liebe verachtet und ausgestoßen zu werden. Also werden sie früher oder später auch diesem noch dynamischeren Freund der flexiblen Überraschungen folgen.

Heute will ich das nicht weiter ausführen. Demnächst muss weiter erläutert werden, was es bedeutet, dass die moderne Vernunft des Menschen nur einen ganz kleinen Anteil an der gesamten Existenz seiner unsterblichen Seele hat und warum deshalb u.a. Unzucht (selbst wenn privat im dunklen Schlafzimmer vollzogen) immer dem ganzen Leib des Herrn Schaden zufügt. Es gibt kein autonomes oder privates Subjekt im Sinne der Moderne. Die Menschen sind eine Liebesgemeinschaft, die nur in trauter Einheit und entsprechendem Gehorsam funktioniert. Alle sind aufeinander angewiesen.

An die Fragwürdigkeit der modernen, funktionalen, seriellen und instrumentellen Alltagsvernunft hat kürzlich dankenswerterweise auch @tarcis erinnert:

„Sie haben Schweigepflicht – ein Gelübde?“

Auch die Apophthegmata Patrum sind ein eindeutiges Zeugnis für die transrationale Natur der ewigen Liebe, die unendlich mal rationaler ist, als die menschliche Alltagsvernunft. Nur die Liebe versteht das Paradox der Hingabe. Vergessen wir die niemals endende Jungfrauenschaft der Muttergottes nicht. Jetzt schreien die Modernisten wieder. Diese „großen“ Modernisten verstehen das Paradox eben nicht.

Das transrationale Paradox, in das die ontologische Natur der Faktenrealität eingebunden ist, gilt es weiter zu bedenken, damit die wahre Heilige Kirche der Tradition die humanistische Konzilskirche endlich überwindet.