Lilien Dorner
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SPIRITUALITÄT AUS DEM KARMEL

Auszüge aus Heft Karmelfreunde Dez/2012 Der Apostel Paulus fordert von den Christen in Korinth eine Stellungnahme, wenn er sie fragt: „Oder habt ihr den Glauben vielleicht unüberlegt angenommen?“…
Lilien Dorner
Der Geistliche Gesang

4. Liedstrophe

: „ O Wälder und Dickichte,
von der Hand des Geliebten gepflanzt!
O Wiese von Grün,
mit Blumen geschmückt!
Sagt, ob er durch euch hingegangen ist.“

Juan de Yepes y Alvarez
Lilien Dorner
Mein Herr und mein höchstes Gut!...
Du selbst findest deine Freude in uns;
hast du doch zugesagt,
es sei deine Wonne, bei den Menschenkindern zu sein.
Jedes Mal, wenn ich diese Wort höre,
gibt es mir freudigen Mut.

Teresa v. Avila
3 more comments from Lilien Dorner
Lilien Dorner
Hl. Theresia Benedicta a Cruce [Edith Stein] (1891-1942), Karmelitin, Märtyrerin, Mitpatronin Europas

Gedicht „Ich bleibe bei euch…“, Juni 1938

„Und der Engel zeigte mir einen Strom, das Wasser des Lebens… er geht vom Thron Gottes und des Lammes aus“

Du thronest an des Vaters rechte Hand (vgl. Apg 7,55)
Im Reiche seiner ew`gen Herrlichkeit
Als Gottes Wort von Anbeginn (vgl. Joh 1,1)
Du herrsch…More
Hl. Theresia Benedicta a Cruce [Edith Stein] (1891-1942), Karmelitin, Märtyrerin, Mitpatronin Europas

Gedicht „Ich bleibe bei euch…“, Juni 1938

„Und der Engel zeigte mir einen Strom, das Wasser des Lebens… er geht vom Thron Gottes und des Lammes aus“

Du thronest an des Vaters rechte Hand (vgl. Apg 7,55)
Im Reiche seiner ew`gen Herrlichkeit
Als Gottes Wort von Anbeginn (vgl. Joh 1,1)
Du herrschest auf dem allerhöchsten Thron
Auch in verklärter menschlicher Gestalt ( vgl. Off 1,13)
Seitdem vollbracht ist dein Erdenwerk (vgl. Joh 19,30)
So glaube ich, weil es dein Wort mich lehrt
Und weil ich glaube, weiß ich es beglückt,
sel`ge Hoffnung draus erblüht:
Denn wo du bist, da sind die Deinen auch (vgl. Joh 14,3),
Der Himmel ist mein herrlich Vaterland,
ich teil` mit dir des Vaters Thron.
Der Ewige der alle Wesen schuf,
Der dreimal heilig ( Jes 6,3; Off 4,8), alles Sein umfasst,
hat noch eig` nes stilles Reich.
Der Menschenseele innerstes Gemach
Ist des Dreifalt` gen liebste Aufenthalt,
Sein Himmelsthron im Erdenland.
Dies Himmelreich aus Feindeshand zu lösen,
Ist Gottes Sohn als Menschensohn gekommen (Dan 7,13; Mt 8,20).
Er gab sein Blut als Lösepreis (Vgl. Mt 20,28).
Im Herzen Jesu, das durchstochen ward (Vgl. Joh 19, 33-34),
Sind Himmelreich und Erdenland verbunden,
Hier ist für uns des Lebensquell (Vgl. Joh 7, 38).
Dies Herz ist der Dreifalt`gen Gottheit Herz
Und aller Menschenherzen Mittelpunkt,
dass uns der Gottheit Leben spendet.
Es zieht uns an sich mit geheimer Macht,
es birgt in sich uns in des Vaters Schoß
Und strömt uns zu den Heil’gen Geist (vgl. Joh 7,39).

Offb 22,1 Und er zeigte mir einen Strom, das Wasser des Lebens, klar wie Kristall; er geht vom Thron Gottes und des Lammes aus.

Die Steinigung des Stephanus
Apg 7,55
Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen
Joh 1,1 Im Anfang war das Wort, / und das Wort war bei Gott, / und das Wort war Gott.
Offb 1,13 und mitten unter den Leuchtern einen, der wie ein Mensch aussah; er war bekleidet mit einem Gewand, das bis auf die Füße reichte, und um die Brust trug er einen Gürtel aus Gold.

Joh 19,30 Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und gab seinen Geist auf.

Das Gespräch über den Weg zum Vater
Joh 14,3
Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.

Die Berufung des Propheten
Jes 6,3
Sie riefen einander zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. / Von seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt.

Die Huldigung vor dem Thron Gottes
Offb 4,8
Und jedes der vier Lebewesen hatte sechs Flügel, außen und innen voller Augen. Sie ruhen nicht, bei Tag und Nacht, und rufen: Heilig, heilig, heilig / ist der Herr, der Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung; / er war und er ist und er kommt.

Dan 7,13 Immer noch hatte ich die nächtlichen Visionen: Da kam mit den Wolken des Himmels / einer wie ein Menschensohn. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten / und wurde vor ihn geführt.

Mt 8,20 Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.
Mt 20,28 Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.
Joh 19,33 Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht,
Joh 19,34 sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floß Blut und Wasser heraus.
Joh 7,38 wer an mich glaubt. Wie die Schrift sagt: Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen.
Joh 7,39 Damit meinte er den Geist, den alle empfangen sollten, die an ihn glauben; denn der Geist war noch nicht gegeben, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.
Lilien Dorner
Herzverwundung unserer heiligen Mutter Teresa von Jesus

Ich habe geradezu Angst – und zwar aus gutem Grund –, dass du mich wieder im Stich lassen müsstest, denn ich weiß inzwischen, wie weit meine Kraft und meine geringe Tugend reichen, wenn du sie mir nicht immer wieder von neuem schenkst und mir hilfst, dich nicht zu verlassen. Möge es Eurer Majestät gefallen, dass ich nicht gerade jetzt, wo …More
Herzverwundung unserer heiligen Mutter Teresa von Jesus

Ich habe geradezu Angst – und zwar aus gutem Grund –, dass du mich wieder im Stich lassen müsstest, denn ich weiß inzwischen, wie weit meine Kraft und meine geringe Tugend reichen, wenn du sie mir nicht immer wieder von neuem schenkst und mir hilfst, dich nicht zu verlassen. Möge es Eurer Majestät gefallen, dass ich nicht gerade jetzt, wo all dies mir zu entsprechen scheint, von dir verlassen werde!
Ich weiß nicht, wie wir überhaupt noch leben wollen, wo doch alles so unsicher ist! Dabei hielt ich es schon für unmöglich, dich, mein Herr, so ganz zu verlassen; da ich dich aber schon so oft verlassen habe, schaffe ich es nicht, meine Angst ganz loszuwerden, denn ich lag immer dann ganz am Boden, sobald du dich auch nur ein wenig von mir entfernt hast.
Gepriesen seist du für immer, denn obwohl ich dich verlassen habe, hast du mich nicht ganz verlassen, so dass ich wieder aufstehen konnte, indem du mir immer deine Hand entgegengestreckt hast. Ich aber habe sie oftmals nicht einmal gewollt, Herr, noch wollte ich verstehen, wie du mich immer wieder von neuem gerufen hast.
(Teresa von Ávila)
Lilien Dorner
HEILIGE DES KARMELS

HEILIGER JOHNNES VOM KREUZ

ocds.karmel.at/…/Am-Abend-des-Le…

Gebet eines verliebten Menschen
Herr, Gott, mein Geliebter! Wenn du immer noch an meine Sünden denkst und deshalb das, was ich fortwährend erbitte, nicht gewährst, dann erfülle, mein Gott, in ihnen (den Sünden) deinen Willen, denn das ist es, was ich vor allem wünsche; und mach deine Güte und Barmherzigkeit…More
HEILIGE DES KARMELS

HEILIGER JOHNNES VOM KREUZ

ocds.karmel.at/…/Am-Abend-des-Le…

Gebet eines verliebten Menschen
Herr, Gott, mein Geliebter! Wenn du immer noch an meine Sünden denkst und deshalb das, was ich fortwährend erbitte, nicht gewährst, dann erfülle, mein Gott, in ihnen (den Sünden) deinen Willen, denn das ist es, was ich vor allem wünsche; und mach deine Güte und Barmherzigkeit lebendig, so dass du in den Sünden erkannt wirst. Und wenn es so ist, dass du Werke von mir erwartest, aufgrund derer du dann mir meine Bitten gewähren könntest, dann gib du mir die Werke und wirke du sie in mir, und gib mir die Leiden, die du empfangen möchtest; ja so geschehe es! Und wenn du nicht auf meine Werke wartest, auf was wartest du dann, mein mildester Herr? Warum säumst du? Denn wenn es letztendlich Gnade und Barmherzigkeit sein soll, worum ich dich in deinem Sohn bitte, dann nimm meinen winzigen Beitrag – denn du willst ihn ja – und gib mir dieses Gut, der du selbst es mir geben willst.
Wer vermag sich von den niedrigen Verhaltensweisen und Begrenztheiten zu befreien, wenn nicht du ihn in reiner Liebe zu dir erhebst, mein Gott? Wie aber wird sich der in Niedrigkeiten gezeugte und herangewachsene Mensch zu dir erheben, wenn nicht du ihn erhebst, o Herr, mit der Hand, mit der du ihn erschufst? Du nimmst mir ja nicht weg, mein Gott, was du mir in deinem einzigen Sohn Jesus Christus einmal gegeben hast; und in ihm hast du mir alles gegeben, was ich mir überhaupt wünschen kann. So bin ich ganz glücklich, da du ja nicht warten lässt, wenn ich voller Erwartung bin.
Was wartest du noch länger, meine Seele, da du Gott in deinem Herzen doch schon jetzt lieben kannst?
Mein sind die Himmel und mein ist die Erde; mein sind die Völker, die Gerechten sind mein, und mein sind die Sünder; die Engel sind mein, und die Mutter Gottes und alle Dinge sind mein, und Gott selbst ist mein und für mich, denn Christus ist mein und mein Ein und Alles für mich. Was ersehnst und suchst du also noch, meine Seele? Dein ist all dies, und alles ist für dich. Gib dich nicht mit etwas Geringerem zufrieden und gib dich nicht mit Brosamen ab, die vom Tisch des Vaters fallen. Lass das alles und rühme dich deines Ruhmes! Verbirg dich in ihm und freue dich, und du wirst erlangen, was dein Herz erbittet.
(Johannes vom Kreuz)
Lilien Dorner
Vieles und Großes sollen wir uns vertrauensvoll von Gott erwarten. Jesus sagt: „Bittet und ihr werdet empfangen“ (Joh 16,24)!

Das Handeln Jesu ersetzt unseren Beitrag nicht. Aufschlussreich ist die Bemerkung des Kirchenlehrers Johannes vom Kreuz, wenn er erklärt: „Was menschlicher Fleiß oder Rat zu leisten vermögen, das tut und sagt gewöhnlich nicht Gott.“

Die Bibel spricht davon, dass Gott …More
Vieles und Großes sollen wir uns vertrauensvoll von Gott erwarten. Jesus sagt: „Bittet und ihr werdet empfangen“ (Joh 16,24)!

Das Handeln Jesu ersetzt unseren Beitrag nicht. Aufschlussreich ist die Bemerkung des Kirchenlehrers Johannes vom Kreuz, wenn er erklärt: „Was menschlicher Fleiß oder Rat zu leisten vermögen, das tut und sagt gewöhnlich nicht Gott.“

Die Bibel spricht davon, dass Gott selbst uns unterrichten wird: „Alle werden Schüller Gottes sein.“ (Joh 6,45) und Jesus wird uns lehren (Mt 13,29). In diesem Sinne sagt uns der hl. Johannes vom Kreuz, worin wir uns bemühen sollen:

„Habe ein gewohnheitsmäßiges Bestreben, Jesus Christus und all seinen Werken nachzuahmen, indem du mit seinem Leben übereinstimmst, dass du betrachten musst, um es nachahmen zu können und sich in allem so zu verhalten, wie er es getan hätte. Tu nie etwas noch sage irgendein Wort, dass nicht auch Christus tun beziehungsweise sagen würde, wenn er in deinem Stande lebte, dein Alter und deine Gesundheit hätte.“
Lilien Dorner
Innere Umkehrbewegung

"Du erbarmst dich aller, o Herr, und hast Nachsicht mit den Sünden der Menschen, damit sie sich bekehren; denn du bist der Herr, unser Gott."
Weisheit 11, 24-25.27
"Die erste große Umwandlung vollzog sich in mir, als ich etwa 7 Jahre alt war. Ich wüsste keine äußere Ursache dafür zu nennen. Ich kann es mir nicht anders erklären, als dass damals die Vernunft in mir zur …More
Innere Umkehrbewegung

"Du erbarmst dich aller, o Herr, und hast Nachsicht mit den Sünden der Menschen, damit sie sich bekehren; denn du bist der Herr, unser Gott."
Weisheit 11, 24-25.27
"Die erste große Umwandlung vollzog sich in mir, als ich etwa 7 Jahre alt war. Ich wüsste keine äußere Ursache dafür zu nennen. Ich kann es mir nicht anders erklären, als dass damals die Vernunft in mir zur Herrschaft kam... Der alte Eigenwille schien verschwunden, ich war in den folgenden Jahren ein leicht lenksames Kind. Hatte ich mir eine Unfolgsamkeit oder eine ungezogene Antwort erlaubt, so bat ich bald wieder um Verzeihung, obwohl mich das jedes Mal die größte Überwindung kostete, und war glücklich, wenn dann der Friede wieder hergestellt war. Zornesausbrüche kamen kaum noch vor; ich erreichte schon früh eine so große Selbstbeherrschung, dass ich fast ohne Kampf eine gleichmäßige Ruhe bewahren konnte. Wie das geschah, weiß ich nicht; ich glaube aber, dass der Abscheu und die Scham, die ich bei Zornesausbrüchen anderer empfand, das lebhafte Gefühl für die Würdelosigkeit eines solchen Sich Gehen-lassens mich geheilt hat." ESGA,1,48
„Ich wusste von den ersten Lebenstagen an, dass es viel wichtiger sei, gut zu sein als klug“ ESGA, 1, 103
(Hl. Edith Stein)