M.RAPHAEL
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Der scheinbare Scharfsinn der V2KK

Die V2KK (V steht für Virus oder Vatikanisch, KK steht für Konzilskrankheit) hat die Heilige Kirche infiziert. Das Vat.2 Konzil bedeutete die Infektion mit dem Geist einer verlogenen „Menschenzentrierung“ (dem Geist des Hochmuts, der Selbstverwirklichung und der Selbstvergötzung). Seitdem ist die Kirche todkrank. Sie gleicht einer Legorekonstruktion mit einem Spielzeuggott. Sie ist Oberfläche. Sie ist banal (falte zusammen und spiele morgen weiter). Sie ist ein sozialer Integrations- und Identitätsverein mit Wohlfühl-/Wellnessfaktor für den Sonntagmorgen, den in Zeiten des Internets am Ende niemand mehr braucht. Selbst für die Trachtenträger löst sich dessen Kraft auf, weil eine Erinnerung an den Musikantenstadl oder die liebe Oma mit ihrem Kinderglauben der globalen Kulturveränderung auf Dauer keinen Widerstand bieten kann.

Die V2KK hat den NOM als eine Feier der Selbstverwirklichung hervorgebracht. Um die Einheit trotz der damit verbundenen auseinanderstrebenden Egoismen zu garantieren, setzte man auf eine pädagogisch lächerliche „Participatio actuosa“. Sie sollte die Integration in das Machtkollektiv unter die Herrschaft der gutmenschlichen Unzuchtskleriker sicherstellen. Vereinsmeierei ist wichtig. Nichts hat den Unglauben so befördert, wie die „Participatio actuosa“, weil sie das falsche Gottesbild des rein äußerlichen lieben Onkels institutionalisiert hat.

Genauer, der NOM ist ein Produkt des Konzilsgeistes der menschlichen Selbstvergötzung. Deshalb darf er auf keinen Fall die unsterbliche Seele des Menschen berühren, weil diese selber Gott sein will. Also bleibt der NOM rein äußerlich. Gerade seine vielen (protestantischen) Worte und der gruppendynamische Kollektivvollzug erlauben dem Selbstvergötzer, Gott ins rein Funktionale und Äußerliche abzuschieben. Im NOM bleibt Gott als eingebildeter lieber Onkel mit Bart, der alles verzeiht, außen vor. Weil man in der Gruppe gut funktioniert und sich deshalb für katholisch halten kann, muss man sich gerade nicht vor Gott hinknien und Ihn in die eigene Seele lassen. Selbst ein Atheist, ohne Kontakt zu Gott, ohne wahren Glauben, kann sein ganzes Leben ein Vorsteher, Führer, selbst Papst in dieser V2KK sein. Was unterscheidet den NOM von der atheistischen Sunday Assembly? ALLEIN DESHALB WIRD DIE KRANKE V2KK PERVERSION DURCH DAS LICHT DER WAHRHEIT AUSGEBRANNT WERDEN!!!

Niemals werden konservative Konzilskleriker oder ihre Anhänger zur vorkonziliaren Kirche zurückkehren. Die alte Herrschaft mit ihren Stiften und Schlössern liebt den NOM, weil er gerade wegen seiner Menschenvergötzung kollektivistisch erzieht und gleichzeitig erlaubt, das eigene Ding zu machen. Ihre Vertreter müssen SICH SELBST UND IHRE AGENDA GERADE NICHT durch das Knien in der Stille der römischen Liturgie aufopfern/infrage stellen. Sie können ihre Jagd behalten. Sie verwirklichen genauso ihr Ding wie deutsche Feministinnen des synodalen Weges, nur ist ihres eben die Bewahrung ihrer Machtposition in der traditionellen Gesellschaft. Und dann schickt Gott das Internet. Aus und vorbei. Alle lachen über die V2KK, zu Recht. Der konservative Jancker ist aber schick. Ja, aber nur im Musikantenstadl.

Alle diese V2KK Menschen sind dumm und faul. Sie haben niemals wirklich über die Existenz nachgedacht. Sie halten sich für scharfsinnig und intelligenter als die frommen Katholiken. Leider sind sie das gerade nicht. Wären sie es, würde ihnen sehr schnell auffallen, dass es ohne den wahren Gott keine objektiv zwingende Weltanschauung gibt. Nur der Herr ist die Wahrheit selbst. Nur Er ist der Weg und das Leben.

Das Prinzip der modernen Geisteskultur besteht dagegen in der Leugnung Gottes, im Denken vom Menschen her, siehe den tatsächlichen Geist des Vat.2 Konzils. Aber ein solches Denken, OHNE GOTT, hat eben keine Wahrheit. Also werden unzählige Plädoyers für die eigene Weltanschauung gehalten. Alle Philosophen, spätestens seit Descartes, werben immer nur für ihre eigene Weltinterpretation. Ohne Wahrheit sind alle ihre Gedanken ausschließlich poetische Dichtung.

Pragmatiker wie der geschätzte, weil ehrliche, Hilary Putnam plädieren für die Annahme einer pragmatisch funktionierenden, der Mehrheit gerecht werdenden Weltanschauung. Kürzlich argumentiert ein Omri Boehm für einen radikalen Universalismus. Wie dumm muss man sein, ein Plädoyer für etwas zu halten, was sich doch eigentlich objektiv selbst beweisen und nicht vom menschlichen Einverständnis abhängen sollte? Unglaublich. Offensichtlich ist ein radikaler Universalismus nicht „da draußen“. Ein solch naiver Realismus bzgl. einer Welt außerhalb der menschlichen Konstruktion ist wirklich denkfaul.

Alle Weltmenschen, das gilt besonders auch für die „scharfsinnigen“ V2KK Typen, sind Selbstvergötzer. Sie wollen sich nicht durch Christus fremdbestimmen lassen. Sie wollen nicht vor der einzigen objektiven Wahrheit niederknien. Sie sind Chef. Sie wissen es besser. Sie wollen ihre Weltvorstellungen mit aller Macht allen anderen aufzwingen (verkaufen lt. Shia LaBeouf). In diesem Geist ist natürlich auch ein Engländer immer dabei (hier Kard. Roche). Das ist nicht nur dumpfsinnig. Das führt unzählige Menschen in die Hölle. Furchtbar.

NUR DIE VORKONZILIARE HEILIGE KIRCHE ALS BRAUT DES HERRN IST OBJEKTIV WAHR. Die Wahrheit beweist sich selbst. Zugang zu ihr verlangt demütige Offenheit. Machtorientierte und gruppendynamische Mehrheitsdiskurse im Sinne des NOM sind gerade nicht angebracht. Zugang findet nur der individuelle Rosenkranzbeter in der Heiligen Messe aller Zeiten.

Gott ist nicht lieb. Er ist kein alter Onkel mit Bart. Er ist verzehrendes Feuer. Demnächst mehr.