Der heilige Narr

Herrliches Festum Sanctissimi Corporis Christi!

Heute Morgen direkt nach dem Aufstehen hat mir der Herr eine unglaubliche Gnade erwiesen, die mich sprachlos gemacht hat. In ihrem Glanz hatten wir dann eine wunderschöne Fronleichnamsfeier mit Prozession in herrlichem Wetter mit lieben Freunden. Ich hoffe, zumindest Letzteres gilt für alle Glorianer.

Wichtig ist, dass die morgendliche Erfahrung einen leicht irrationalen Charakter hatte. Aber es war gerade der, der die unvorstellbare Liebe, die darin zum Ausdruck kam, überhaupt erst wirklich glaubwürdig gemacht hat. Die göttliche Liebe und die menschliche Vernunft sind NICHT deckungsgleich. Die Vernunftbetonung der Konzilskirche, die dadurch zum Ausdruck kommt, dass sich Gott vor der Vernunft zu rechtfertigen habe, ist ein regelrechter Beweis, dass sie keinen Kontakt mehr zum wahren Gott hat und deshalb ohne jede Mystik auch niemand mehr zum Heil vor den alles verzehrenden Feuerthron Gottes führen kann.

Die heilige Liebe ist in sich vollkommen schlüssig, klar, deutlich und selbsthelle, aber für die menschliche Vernunft der Macht und Herrschaft ist sie ziemlich verrückt. Sie ist gerade nicht kontrollierbar. Eigentlich ist es allgemein bekannt, dass die Liebe nicht berechenbar ist, nur die Konzilskirche will davon nichts wissen, weil die ungläubigen Modernisten sie in eine humanistische NGO umwandeln wollen. Der größte Sieg Satans bestand darin, die unkontrollierbare heilige Liebe durch die kontrollierbare humanistische Vernunft zu ersetzen.

Das unsichtbare Reich Gottes, die Heimat der unsterblichen Seelen vor dem Thron Gottes, das Reich des Geistes und der Geistlichkeit, das aber niemals von der Leiblichkeit getrennt werden darf (Aristoteles statt Platon, kein darüber sondern darin), wird von der transrationalen Logik des Fiat der Muttergottes beherrscht. Die Hingabe und nicht die Forderung bestimmt das gesamte Sein und damit auch die umfassende Erkenntnis. Im Himmel sind das zweckfreie Beschenken und Beschenkt-werden die Regel. Wenn heute fast keine Menschen mehr einen Gotteskontakt haben, dann nur, weil sie nicht verstehen, dass das himmlische Fiat der Selbstaufopferung unvergleichlich besser als ein irdischer Mercedes der Profitgier ist.

Der heutige Mensch ist trocken und gottlos, weil er ohne unsterbliche Seele (die ist nur noch ein Phantom ohne Sein) die Liebe nicht mehr empfangen und damit auch nicht mehr verschenken kann. Die letzten (Nietzsche) Menschen von heute, die Supermenschen der Kraft und Stärke, die zynischen Stars des Eigenwillens sind alle schon Bewohner der Irrenanstalt des Satans. Aber heilige Narren oder Idioten können sie nicht mehr sein. Dafür nehmen sie sich viel zu ernst. Das ist ihr Problem. Daran leiden sie.

Die Modernisten der Konzilskirche haben nur noch ihre humanistische Vernunft im Sinn. Aber was nützt ihnen diese. Wann werden die Weltverbesserer endlich aufhören zu träumen? Selbst wenn sie die Mechanismen der Folter des Bösen durchschauen könnten, sind sie unfähig etwas dagegen zu tun. Zum Beispiel ist die profitorientierte Spekulation in Rohstoffe, bzw. in alles, was die große Mehrheit der Menschen braucht, eine der Hauptgründe für die Ungleichverteilung des Wohlstands und damit für eine entsprechende Behinderung optimaler Produktivität. Das gilt nicht für die kleine Gruppe hoch intelligenter Nachwuchskräfte, auch aus armen Familien, die sehr schnell von der kapitalistischen Gier aufgekauft und dann gegen die eigene Herkunft instrumentalisiert werden. Es gilt für die Ermächtigung der breiten Bevölkerung, die durch die wachsende Verarmung ihre Produktivität verliert. Ohne gute Werkzeuge kann man nichts tun. Und, Herr BerGOG, da helfen auch keine Appelle an das soziale Gewissen für eine gerechte Welt. Die menschliche Vernunft ist eben nicht in der Lage die egoistische Gier der Menschen zu besiegen. Sie dient der Gier. Sie beherrscht sie nicht.

Deshalb ist das Reich der wahren Liebe, das Reich Gottes, kein Reich der humanistischen Vernunft, sondern ein Herrschaftsraum von und für heilige Narren. Da hat die egoistische Gier keinen Platz. Diese Schlange liegt am Boden und die Muttergottes steht auf ihrem Kopf. Hier ist die wahre Heilige Kirche. Hier ist der Katholik zuerst katholisch im Sein, auf allen Ebenen seiner Existenz. Katholisch ist der Seinsverwandelte auch im T-Shirt. Die, die glauben, dass erst ihr Gewand, ihre Kultur oder ihre konservativen Strukturen sie katholisch machen, täuschen sich sehr. Siehe die vielen Modernisten in der Konzilskirche. BerGOG trägt unablässig die weiße Soutane des Papstes. Aber der Heilige Vater ist er nicht. Entsprechend wird auch der Mönch, als Gottesliebling, nicht durch den Habit zum Mönch. Er ist es immer schon. Nichts Irdisches, wenn nicht ausdrücklich sündhaft, kann ihn daran hindern. Auf der Erde ist er frei, weil er ein freiwilliger Sklave Gottes ist. Je nach den irdischen Umständen wird er seine wahre Identität irgendwann durch Gebet, zurückgezogene Lebensstrukturen und/oder einen Habit zum Ausdruck bringen wollen.

Auch ein Musiker ist zuerst musikalisch in seinem Inneren. Erst dann beginnt er mit Hilfe eines Instruments der Musik, die immer schon in ihm ist, Gestalt zu geben. Deshalb ist auch der NOM als solcher gültig und erlaubt. Die Kinder Gottes dürfen ihn mitfeiern. Aber bald werden sie ihn als „den Ratschluss verdunkelnd“ erleben und ihn zu Gunsten der Messe aller Zeiten fliehen.

Der Geist Gottes nimmt Wohnung in der Seele. Aus der Sicht der irdischen Vernunft ist das pure Narretei und unglaubwürdig, ein Aberglauben. Aber es ist wahr. Der Heilige Geist verwandelt den Menschen. Er macht ihn demütig und gliedert ihn in Seine Heilige Kirche ein. Jede Geilheit wird in beherrschbare Anmutungen verwandelt. Mit der Zeit wird sie immer kraftloser. Bald kann man sie auslachen. Deshalb ist der Ruf nach Anerkennung der Unzucht so gottlos. Die rationalen Konzilsbischöfe verstehen das nicht, die heiligen Narren schon. Sie sind Idioten genug, die wahre Realität des Unsichtbaren zu erkennen und zu lieben.

Wer das folgende Video ernst nehmen und verstehen will, dem wird der Unterschied zwischen einerseits der irdischen Zielsetzung und andererseits dem herrlichen Glück und der alles überwindenden Kraft der geistlichen, unverfügbaren und deshalb unsichtbaren Realität des Himmels anschaulich vor Augen geführt:

Elegy To Silence - Portugal

Weil die rationalistische Konzilskirche ohne Bezug zum Unsichtbaren alle kontemplativen Klöster (für sie gibt es nur noch Stifte für Stiftsherren irdischer Macht) früher oder später vernichten wird, wird sie fallen. Alles an ihr ist falsch. Sie ist viel zu schlau. Ihr Gott der Überraschungen ist ihr eigener Hochmut.

Wir sind alle Narren der Liebe. Vielen Dank an GloriaTV, auch für die vielen Beiträge jenseits der weltlichen Seriosität. Das ist heilig.
miracleworker
Prof. Aymans und Prof. May teilen bedauernswerter Weise nicht die Ansicht, dass der NOM ungültig sei - leider auch der Form wegen nicht, die ja ihre gravierenden Änderungen/Entstellungen (Wandlungsworte) erfuhr. Immerhin deutet Prof. May die Erlaubtheit als problematisch, da eine Entwicklung, die keine Früchte gezeigt hat, nicht als gleichermaßen erlaubt weiterpraktiziert werden dürfe . . .
fire stone
Wunderbar - einfach nur: Danke!