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Cancellatore
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Das wahre und das irrige Gewissen

I. Die Möglichkeit des Gewissensirrtums

Wenn das Gewissen eine unmittelbare, übernatürliche Stimme Gottes wäre, könnte in ihm kein Irrtum vorkommen. Nach richtiger Auffassung liegt ihm eine gottgegebene Leucht- und Richtkraft (synderesis) zugrunde, und diese bleibt tatsächlich von Irrtum frei, wie sich erfahrungsmäßig darin zeigt, dass alle Erwachsenen im ersten Grundsatz der Sittlichkeit (bonum agendum, malum vitandum) übereinstimmen. Auf dieser Grundlage baut sich das sittliche Wissen und das aktuelle Gewissen auf; beide schöpfen jedoch ihre Kenntnis auch aus menschlichen, fehlbaren Quellen, sind somit mannigfachen Irrtümern zugänglich.

Man unterscheidet den unüberwindlichen Irrtum (error invincibilis), bei dem das Gewissen so vollständig von der irrigen Ansicht eingenommen ist, dass es keine Möglichkeit hat, sie abzulegen, und den überwindlichen Irrtum (error vincibilis), bei dem es imstande und verpflichtet ist, den Irrtum zu beseitigen, jedoch nicht die, hierzu nötige Sorgfalt aufwendet.

Der Irrtum ist unüberwindlich, wenn er 1. entweder als solcher oder als abzulegender nicht erkannt wird oder 2. trotz dieser Erkenntnis nicht abgelegt werden kann, weil die Möglichkeit zur Belehrung durch eigenes Nachdenken oder durch Befragung anderer fehlt. —
Er ist überwindlich, wenn man 1. den Irrtum als abzulegenden erkennt und 2. sich trotzdem die nötige Belehrung nicht verschafft.

Die Einteilung in verschuldeten (error culpabilis) und nichtverschuldeten Irrtum (error inculpabilis) deckt sich nicht ganz mit der angegebenen Unterscheidung. Es kann ein Irrtum in der Vergangenheit verschuldet worden sein, ohne dass er später bei der Tat und Gewissensbildung überwunden werden kann. Denn die psychologische Möglichkeit, einen Irrtum zu überwinden, ist nur vorhanden, wenn wenigstens eine Ahnung auftaucht, dass man irrt oder Belehrung suchen müsste.

II. Die sittlichen Grundsätze bezüglich des irrigen Gewissens.

1. Das unüberwindlich irrige Gewissen verpflichtet in derselben Weise wie das wahre Gewissen.

Damit ist gesagt, dass der Gehorsam gegen dieses Gewissen sowohl objektiv (materiell) gute Handlungen, für den Irrenden zu (formell) bösen, wie auch objektiv (materiell) böse Handlungen für ihn zu (formell) erlaubten, guten, ja pflichtmäßigen Handlungen machen kann.

Wir dürfen uns dafür berufen auf die oben angeführten Bibelstellen, vor allem auf das Wort des hl. Paulus: Omne, quod non est ex fide, peecatum est (Röm. 14, 23). Der Zusammenhang dieses Wortes zeigt, dass auch' bei Christen infolge irriger Überzeugung erlaubte Handlungen bisweilen zur Sünde werden.

Noch einleuchtender folgt der Satz aus dem Wesen des Gewissens:
a) Das Gesetz Gottes, von dem die objektive Güte und Schlechtigkeit der Handlungen abhängt, tritt dem Menschen als regula pro pinqua et homogenea entgegen in der eigenen Gewissenserkenntnis. Der Wille bezeigt ihm Achtung oder Missachtung, insoweit er es durch die Vernunft kennen lernt. Daher ist jedes Wollen, das em'em sicheren, wenn auch irrigen Gewissensspruch folgt, sittlich (formell) gut, jedes ihm zuwiderhandelnde sittlich böse (Thom. Sth. I. II. q. 19 a. 5).

b) Der Irrtum liegt, wie vorhin bemerkt, nicht in den tiefsten, grundsätzlichen Sittlichkeitsanlagen, sondern in den Anwendungen und Folgerungen aus deren Erkenntnis. Die Bindegewalt des Gewissens aber strömt gerade aus dieser Grundüberzeugung: Bonum agendum, malum vitandum. Darum ist sie beim irrigen Gewissen ebenso auf dies e Wahrheit gegründet, wie beim richtigen Gewissen. So sagt der hl. Thomas mit Recht von demjenigen, der dem irrigen Gewissen folgt: Inhaeret per se loquendo rectae conscientiae, sed erroneae quasi per accidens. Et exinde est, quod per se loquendo ligatur a conscientia recta, per accidens vero ab erronea (De Ver. q. 17 a. 4; vgl. ferner
Sth. I. II. q. 19 a. 5 u. 6,- q. 76 a. 3; De Malo q. 3 a. 8; In Rom. 14, 14. — Augustin. Ep. 93 0.4 n. 15; Contra Cresconium 1.2 c. 26, n.2; De lib. arbitr. 1.3 c. 18, 19. 22).

Während der moderne Rationalismus und Pantheismus (z. B. Kent, Fichte) die Irrtumsfähigkeit des Gewissens bestreiten, wird diese bestätigt:

1. durch die Erfahrung und Geschichte;

2. durch die Offenbarung, vgl. Joh.16, 2; Rom, 14, 23; 1 Kor. 8, 7 ff., 10, 25—29;

3. durch die kirchliche Wissenschaft mit ihren verschiedenen Disziplinen; besonders

4. durch die Moraltheologie und -philosophie. Der theologische Grund liegt letztlich in der gefallenen, erbsündlich geschwächten Menschennatur. Hinzukommen subjektive (Verstandes-, Willens- und Triebmomente) und objektive (in der Kompliziertheit des Lebens und in dem Einfluss des Bösen gelegene) Gründe.

Ungenau ist es jedoch zu sagen, das G e w i s s e n „sei immer wahr“; wenn es in sicherer Weise Gehorsam fordert; denn Gewissen nennen wir speziell das Urteil über die einzelne Handlung, und Wahrheit bedeutet Übereinstimmung des Denkens mit der objektiven Norm des Denkens.

Ungenau wäre es auch zu sagen: „Folge stets deinem Gewissen und betrachte alles als objektive Sünde, was gegen dein Gewissen ist.“ Diese Regel wäre nur dann gültig, wenn das Gewissensurteil im gefallenen Menschen stets wahr und sicher wäre. Die Gewissensanlage und der Spruch des Urgewissens (bonum agendum, malum vitandum) sind unzerstörbar bzw. absolut wahr. Aber der Irrtum ergibt sich durch Verkennung der objektiven Wirklichkeit und Norm (conscientia erronea statt conscientia vera) oder durch die logisch falsche Anwendung eines an sich richtigen Grundsatzes im Syllogismus des Gewissensurteils (conscientia falsa statt conscientia recta).

Häretisch wäre es zu sagen: „Allein dein Gewissen entscheidet“, weil man die objektive, von der Kirche verkündete sittliche Ordnung nach Art der Protestanten und ethischen Subjektivisten ablehnt. Ein Katholik darf nie sein subjektives Gewissensurteil gegen eine verpflichtende Norm der Kirche, d.h. gegen die von ihr im Auftrage Gottes verkündete sittliche Wahrheit stellen.

Wie durch error invicibilis eine materiell schwere Sünde zur subjektiven Pflicht werden kann, so folgt weiter, dass solche Pflichterfüllung bei rechter Beschaffenheit der Person auch verdienstlich wird für den Himmel. Auch diese Wirkung erfliesst tatsächlich aus dem Gehorsam gegen den wahren Grundzug des Gewissens, aus der Ehrfurcht vor der sittlichen Pflicht. Diese Gesinnung ist es überhaupt - bzw. die Gesinnung der Liebe zu Gott -, die nach Thomas allein das Verdienst unsers Handelns wesentlich bestimmt.

2. Das überwindlich irrige Gewissen kann nur in sehr bedingter Weise Richtschnur des Handelns sein.

Hier steht neben dem Urteil über eine zu vollziehende Handlung im Hintergrund der Seele eine Ahnung seiner Unrichtigkeit oder eine Mahnung zu erneuter Prüfung. Somit darf die Vernunft sich hier nicht als Stellvertreterin Gottes ansehen; die Kraft der Synderesis überträgt sich nicht auf diesen Gewissensspruch, ehe er geklärt worden ist. Die Folge ist: Man darf nicht gegen das überwindlich irrige Gewissen handeln; man darf ihm aber auch nicht folgen. Es ist vielmehr Pflicht, den überwindlichen Irrtum tatsächlich zu überwinden, soweit es möglich ist. Dies geschieht durch eigenes Nachdenken, durch Befragung anderer, durch Gebet und ähnliche Mittel.

Es ist klar, dass unfreie, erzwungene Akte nicht dadurch sündhaft werden, dass die subjektive Einbildung sie für sündhaft hält. Denn solche Akte fallen gar nicht unter die Herrschaft der praktischen Vernunft. Diese hat es nur mit freien, vom Ich zu setzenden Handlungen zu tun.

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Schrifttum: Vgl. die größeren Handb. der Moraltheologie. Thom. Sth. I. II. q. 19 a. 3. 4; De Verit. q. 17 a. 2. 4. Lottin, 0., Principes de morale, II, 185——190. Benz, 0., Der Einfluss des Willens und der Tugend auf die Wahrheit und Sicherheit des Gewissens, Münster 1913. Schwarz, B., Der Irrtum in der Philosophie, Münster 1934.
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Katholische Moraltheologie – Mausbach Ermecke – S. 168 - 171
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augustinus 4
Hier eine pastorale Variante, u.a. übers Gewissen:
Wem müssen die Priester gehorchen ?

Dann müssten die vier Arten des Gewissens nach Thomas sein:
synteresis:
synderesis
syneidesis
consciencia
augustinus 4
Danke, Cancellatore,
ich nehms mal so hin, weil ich ihn nicht gelesen
habe. Müsste mich erst damit beschäftigen. Ich
glaube grundsätzlich nicht jedem Handbuch,
auch wenn es vorkonziliar ist, aber hoffe, dass es
gut ist.
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augustinus 4
Man sollte hier mal die subjektive Komponente wahrnehmen,
die wohlgemerkt von dem großen Kirchenlehrer dargelegt wird.
Hier werden oft allzu schnell Leute verurteilt und in die Hölle
geredet, weil man sich an deren objektiv vorliegenden Sünden
erinnern kann. Man muss aber deren Inneres kennen, d.h. deren
subjektiven Zustand/Disposition/Absicht zum Zeitpunkt der
Tat. Nur der himmlische Richter …More
Man sollte hier mal die subjektive Komponente wahrnehmen,
die wohlgemerkt von dem großen Kirchenlehrer dargelegt wird.
Hier werden oft allzu schnell Leute verurteilt und in die Hölle
geredet, weil man sich an deren objektiv vorliegenden Sünden
erinnern kann. Man muss aber deren Inneres kennen, d.h. deren
subjektiven Zustand/Disposition/Absicht zum Zeitpunkt der
Tat. Nur der himmlische Richter kennt alle subjektiven Komponenten,
um ein würdiges Urteil zu treffen, und daher sagte die Gottesmutter
über Joh. Paul II. dies (man möge den Zeitpunkt der Aussage beachten !):
Warum Johannes Paul II. zurecht "St." genannt wird !

Man muss auch die guten Taten sehen und da gibt es
genug ! Pater Amorth sagte über Joh. Paul II., dass er
eine große Kraft bei der Anrufung im Exorzismus
hätte. Und Amorth muss es wissen !
Cancellatore
@augustinus 4
1. Dieser Satz steht genauso im Buch.
2. Ihre Schlussfolgerung ist korrekt, der Nachfolgesatz setzt alles in den richtigen Kontext.
3. Mausbach ist ein vorkonziliare Theologe, der seine ganze Moraltheologie auf der Lehre des Hl. Thomas von Aquin aufbaut.
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augustinus 4
Dank Eugenia-Sarto möchte ich meine untere Antwort
auf TuK nochmal genauer geben.
Mit "nicht so optimal" ist gemeint: "sicher aber irrig".

Also das Beispiel von Sarto gibt es gut wieder. Da ist
das Gewissensurteil sicher, obwohl ein Fehler vorliegt,
der die sittliche Tat niemals böse machen kann.
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Eugenia-Sarto
@augustinus 4 das Verständnis, dass TuK in seinen Kommentaren hatte:
augustinus 4
Aber eine Nachfrage an den Artikelschreiber hätte ich dann auch:
Der Artikel beginnt mit den Worten:

"Wenn das Gewissen eine unmittelbare, übernatürliche Stimme Gottes wäre, könnte in ihm kein Irrtum vorkommen."

1.) Von wem stammt dieser Satz genau ? Steht er so in dem Moralhandbuch ?

2.) Ich hoffe schwer, man möchte hier den hl. Augustinus nicht hinterfragen.
Man kann den angegebenen Satz …More
Aber eine Nachfrage an den Artikelschreiber hätte ich dann auch:
Der Artikel beginnt mit den Worten:

"Wenn das Gewissen eine unmittelbare, übernatürliche Stimme Gottes wäre, könnte in ihm kein Irrtum vorkommen."

1.) Von wem stammt dieser Satz genau ? Steht er so in dem Moralhandbuch ?

2.) Ich hoffe schwer, man möchte hier den hl. Augustinus nicht hinterfragen.
Man kann den angegebenen Satz schon richtig verstehen, denn im nächsten
wird er wieder geradegebügelt.

Der hl. Augustinus sagt: Im Gewissen spricht die Stimme Gottes (Vox Dei)
zu uns. D.h. natürlich nicht, das Gewissen insgesamt sei so perfekt, dass es 1:1
die Stimme Gottes ist, allerdings muss es die Stimme Gottes, vermittelt
durch den hl. Schutzengel sein,

denn: das Gewissen funktioniert sowohl natürlich wie übernatürlich.
Beide Komponenten sind vorhanden. Die Engel sind ja "Boten Gottes"
und übermitteln die "Stimme Gottes". Es entspricht z.B. einer mystischen
Tatsache, dass sich die heiligen Engel und Erzengel gerne über das
Erleuchten im Gewissen und über das Hören bemerkbar machen.
Eugenia-Sarto
Nein, das ist ein Missverständnis.
Die Theologie lehrt, dass man seinem Gewissen folgen muss. Auch dem irrenden Gewissen. wenn ich denke, dass heute Freitag ist, obwohl Donnerstag ist, darf ich kein Fleisch essen. Wenn ich am Freitag denke, es ist Donnerstag, dann darf ich Fleisch essen. Objektiv ist das zwar falsch, aber nach dem Gewissen muss ich so handeln. Natürlich lehrt die Kirche, dass …More
Nein, das ist ein Missverständnis.
Die Theologie lehrt, dass man seinem Gewissen folgen muss. Auch dem irrenden Gewissen. wenn ich denke, dass heute Freitag ist, obwohl Donnerstag ist, darf ich kein Fleisch essen. Wenn ich am Freitag denke, es ist Donnerstag, dann darf ich Fleisch essen. Objektiv ist das zwar falsch, aber nach dem Gewissen muss ich so handeln. Natürlich lehrt die Kirche, dass das Gewissen von der Kirche geformt werden muss. Und das Gewissen muss auch durch den Beichtvater geführt werden.
augustinus 4
Da es von Th. v. A. ist, sollte man den Satz nochmal durchlesen,
Tradition und Kontinuität. In dem von Ihnen zitierten Satz geht
es um das Wollen. Es liest sich auf den ersten Blick vielleicht
merkwürdig, aber das hat sicher mit der subjektiven Komponente
von Sünde zu tun:
Eine schwere Sünde liegt immer nur dann vor, wenn man sündigt unter
der Bedingung von WWW (WiWiWi) - Wissen, Willen, Wichtig…More
Da es von Th. v. A. ist, sollte man den Satz nochmal durchlesen,
Tradition und Kontinuität. In dem von Ihnen zitierten Satz geht
es um das Wollen. Es liest sich auf den ersten Blick vielleicht
merkwürdig, aber das hat sicher mit der subjektiven Komponente
von Sünde zu tun:
Eine schwere Sünde liegt immer nur dann vor, wenn man sündigt unter
der Bedingung von WWW (WiWiWi) - Wissen, Willen, Wichtige Sache.

Wenn man im Gewissen etwas nicht als schwere Sünde erkennt,
weil es einem nicht bewusst ist, dass es zu den wichtigen Sachen
(Geboten Gottes) gehört, wird es einem nicht als schwere Sünde
angerechnet, obwohl es vor dem Allmächtigen Richter schwerwiegend
wäre.

Kurz: Wenn man nicht schwer sündigen will (im Sinne von WWW), wird es
auch nicht entsprechend angerechnet.

Und so ist es wohl mit dem Wollen auch, welches das Gute tun will.

Dies ist eigentlich leicht einzusehen, wenn wir bedenken, dass wir oft
das Gute tun wollen und es verteidigen, obwohl wir später einmal
bemerken, dass es gar nicht so optimal gewesen ist, wie wir gemeint
hatten.

So kann ich den Satz von Th. v. A. verstehen, obwohl die Bezeichnung
"sicher wenn auch irrig" naja, sagen wir vielleicht von der Übersetzung
her etwas widersprüchlich klingt, aber es kommt auf den Sinn der
Aussage an und ich glaube, den kann man schon herausfiltern.

Der Satz muss richtig sein, weil wir Menschen selten das
"perfekte sittlich Gute" erkennen und dann noch tun
können.
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Daher ist jedes Wollen, das einem sicheren, wenn auch irrigen Gewissensspruch folgt, sittlich (formell) gut, jedes ihm zuwiderhandelnde sittlich böse (Thom. Sth. I. II. q. 19 a. 5).
Das ist Modernismus pur und für einen Christen niemals zu akzeptieren.
1. Das unüberwindlich irrige Gewissen verpflichtet in derselben Weise wie das wahre Gewissen.

Damit ist gesagt, dass der Gehorsam gegen dieses Gewissen sowohl objektiv (materiell) gute Handlungen. für den Irrenden zu (formell) bösen, wie auch objektiv (materiell) böse Handlungen für ihn zu (formell) erlaubten, guten, ja pflichtmäßigen Handlungen machen kann.
Aha, gut kann schlecht sein, und schl…More
1. Das unüberwindlich irrige Gewissen verpflichtet in derselben Weise wie das wahre Gewissen.

Damit ist gesagt, dass der Gehorsam gegen dieses Gewissen sowohl objektiv (materiell) gute Handlungen. für den Irrenden zu (formell) bösen, wie auch objektiv (materiell) böse Handlungen für ihn zu (formell) erlaubten, guten, ja pflichtmäßigen Handlungen machen kann.
Aha, gut kann schlecht sein, und schlecht gut! Schrecklich! Das ist Häresie pur und völlig inakzeptabel. Damit rechtfertigt man Luther und macht ihn quasi zu einem Heiligen. Und damit rechtfertigt man den Kommunionempfang von Ehebrechern und andern Sündern, die glauben in ihrem Recht zu sein. Diese Theorien sind mit äußerster Entschiedenheit zurückzuweisen.
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