Liturgia praesanctificatorum syriaca Sancti Ioannis Chrysostomi

Heute präsentiere ich euch die Übersetzung des anaphorischen Teiles ("Hochgebet") einer dem hl. Johannes Chrysostomos zugeschriebenen syrischen Präsanktifikatenmesse. Bei dieser eigenartigen Liturgie wird eine konsekrierte Hostienpartikel in einen Kelch mit Wein und Wasser eingesenkt, damit der mit Wasser gemischte Wein dadurch zum Blut Christi werde. Dass auf diese Weise die Wandlung des Mischweines zu Christi Blut zustandekommen kann, war auch in der abendländischen Kirche in längst vergangenen Zeiten einmal eine vielvertretene Ansicht.
Meine Frage an euch, werte Glorianer, wäre: An welchem Tag im Kirchenjahr fand im römischen(!) Ritus eine Präsanktifikatenmesse statt und wann bzw. unter welchem Papst wurde sie abgeschafft? (@Maximilian Schmitt ist von diesem Fragespiel ausgeschlossen, da ich sicher weiß, dass er die Antwort im Bruchteil einer Sekunde parat hat 😉)

„Gott Vater, wegen deiner erbarmenden Liebe und deiner Erlösung hast du deinen einziggeborenen Sohn in die Welt gesandt und jener hat uns, die irrenden Völker, deine Söhne, o Gott, aus Gnade gerufen und herbeigeführt und als Teilhaber an diesen heiligen Mysterien eingesetzt. Du, HERR, Herr von allem und König der Herrlichkeit, segne und heilige, vollende und mache vollkommen diesen Kelch, der aus Wein und aus Wasser gemischt und auf diesen mystischen Tisch gestellt ist und vereine ihn mit dem Leben bewirkenden Leib deines einziggeborenen Sohnes durch das Wirken deines Heiligen Geistes und mach ihn zum Leben bewirkenden Blut, zum Blut, das die Seelen und die Leiber loskauft, damit es uns und allen, die von ihm empfangen, werde zur Sühne der Vergehen und zur Vergebung der Sünden durch die Gnade und durch die Erbarmungen und durch die Liebe deines einziggeborenen Sohnes zur Menschheit, durch den und mit dem dir Lob und Ehre und Herrschaft gebührt mit deinem Heiligen Geist jetzt (und zu jeder Zeit und in die Ewigkeit der Ewigkeiten).“

Quellenangabe: H. W. Codrington, “Liturgia praesanctificatorum syriaca S. Ioannis Chrysostomi,” in: ΧΡΥΣΟΣΤΟΜΙΚΑ. Roma: Libreria Pustet, 1908, S. 719–729.
Bildnachweis: Johannes Chrysostomos – Wikipedia
Petros Patrikios
Am Karfreitag, wurde bei der 1. Veränderung des Triduum Sacrum unter Pius XII., ich glaube 1953, abgeschafft. Sie hat aber bei einigen altrituellen Gemeinschaften eine Wiederauferstehung gefeiert.
Bethlehem 2014
GENAU! - Und das haben die allein Franziskus zu verdanken!!!
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Die neue Karliturgie stammt aus dem Jahr 1955.
Petros Patrikios
Danke @ Bethlehem für den Hinweis.
sedisvakanz
@Petros Patrikios
Pius XII. - Pate des Modernismus – Monarchieliga
Ein äusserst erschreckender Artikel über diesen Papst von der Historikerin Mary Ball Martinez, die sich von einem großen Verlag nicht bestechen ließ, der ihr eine große Auflage und ein hohes Honorar versprach.
Sie müsse einige Tatsachen nur weglassen und andere "glätten".
Sie tat es nicht und verzichtete auf das viele Geld, weil …More
@Petros Patrikios
Pius XII. - Pate des Modernismus – Monarchieliga

Ein äusserst erschreckender Artikel über diesen Papst von der Historikerin Mary Ball Martinez, die sich von einem großen Verlag nicht bestechen ließ, der ihr eine große Auflage und ein hohes Honorar versprach.
Sie müsse einige Tatsachen nur weglassen und andere "glätten".
Sie tat es nicht und verzichtete auf das viele Geld, weil sie sich sonst, wie sie schrieb, nicht mehr "Historikerin" nennen dürfe.

Es ist alles viel schlimmer und schon viel länger schon im Argen, als wir glaubten.
Die, die wir noch für absolut katholisch und integer erachteten, waren es längst nicht mehr. 😭
sedisvakanz
Giovanni Montini war der Sohn eines Zeitungsverlegers und Politikers (!). Er war lebenslang nie in der Seelsorge tätig, sondern wirkte nach seinem Besuch der Päpstlichen Diplomatenakademie fast ununterbrochen im Staatssekretariat.
Von 1937 an war er für 20 Jahre einer der engsten Mitarbeiter von Eugenio Pacelli.
Wie zahlreiche andere Modernisten wurde Montini von Pius XII. gefördert.
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Giovanni Montini war der Sohn eines Zeitungsverlegers und Politikers (!). Er war lebenslang nie in der Seelsorge tätig, sondern wirkte nach seinem Besuch der Päpstlichen Diplomatenakademie fast ununterbrochen im Staatssekretariat.

Von 1937 an war er für 20 Jahre einer der engsten Mitarbeiter von Eugenio Pacelli.
Wie zahlreiche andere Modernisten wurde Montini von Pius XII. gefördert.
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