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Heilpflanze: Schlangenknöterich, Bistorta officinalis

Der Schlagenknöterich, Bistorta officinalis gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Mit einer Wuchshöhe von 20 bis 100 cm besitzt die ausdauernde, krautige Pflanze einen aufrechten, unverzweigten Stängel und ein gewundendes schlangenförmiges, kräftiges Rhizom – daher auch der Name „Schlangen-Knöterich“.

Seine Blätter sind länglich oval und werden bis zu 15 cm lang. Markant sind besonders die hellrosa Blütenkolben, aufgrund dieser der Schlangenknöterich gern als Zierpflanze angebaut wird.

Die etwa 4 bis 5 mm langen, glänzenden Früchte (Nüsse) werden nach der Blüte, welche von Juni bis Juli andauert, ausgebildet.

Die mehrjährig Pflanze liebt Feuchtigkeit und ist daher auf Feuchtwiesen und in Moorwäldern und beispielsweise auch in schattigen Höfen anzutreffen. Bistorta officinalis gilt als Zeigerpflanze für Feuchtigkeit.

Volksnamen: Wiesenknöterich, Schlangenwurz, Schafzunge, Natterwurz, Natter-Knöterich

Synonym: Polygonum bistorta, Persicaria officinalis, Persicaria bistorta

Gesammelt wird die Pflanze ab Mai bis in den Herbst hinein; hier vor allem Wurzelstock (Rhizom) und Wurzeln. Letztere gut waschen, in dünne Scheiben schneiden und anschließend in der Sonne trocknen lassen.

Das Blattgrün, welches schön von April an bis August gesammelt werden kann, ist ein hervorragendes Wildgemüse und kann als Wildspinat oder Blattsalat verarbeitet werden. Die stärkereiche Wurzel eignet sich für die Zubereitung vegetarischer Bratlinge. (Wurzeln in Scheiben schneiden, über Nacht einlegen und am nächsten Tag wie Frikadellen braten.)

Heilwirkung

In der Naturheilung wird die stärkereiche Wurzel verwendet. Diese enthält Oxalsäure, Gerbstoffe, Kohlenhydrate und Vitamin C und kann innerlich und äußerlich zur Anwendung kommen. Bevorzugt als Tee zubereitet stärkt sie die Verdauung (bei Blähungen, Durchfall) und hilft gegen Entzündungen im Mund. Neben seiner wundheilenden Eigenschaften wirkt der Schlangenknöterich tonisch und adstringierend.

Die Wurzel verwendet man bei Hautausschlägen, ist harntreibend und blutreinigend, auch bei Hartleibigkeit sehr wirksam. Man nimmt 3 Finger voll auf ½ Liter kochendes Wasser und brüht ihn. Täglich nach Belieben gegeben.

Literatur & Quellen: Bild und Zitat nach historischer Buchvorlage: Brunnfels, O. / Pfeffermann / Gleitsmann, E.: Das Buch der Kräuter, Verlag Urbania-Gesellschaft, Dresden, um 1920