M.RAPHAEL
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Eine Soutane macht noch keinen Heiligen Vater

Heute stellt sich dringend die Frage nach der Gehorsamsverpflichtung gegenüber der wandelnden weißen Soutane in Rom. Es gibt eine klare Antwort.

Vorbemerkung
Alle meine Beiträge schreibe ich im Reich Gottes, im Reich Seiner Liebe, innerhalb Seiner Ordnung, die Er den Seelen, die Ihm in überzeitlicher Freiheit Einlass gewähren, direkt ins Herz schreibt (vgl. Jer 31,33). Dieses Gesetz ist objektive und universelle Erkenntnis der Welt, wie sie ist, weil der Schöpfer sie immer so gewollt hat. Deshalb muss das Erkenntnisprinzip Kants, das allein vom Menschen her denkt, auf das strengste zurückgewiesen werden. Es gibt das allgemein gültige, universell notwendige und objektive synthetische Urteil a priori gerade und besonders in der Metaphysik, weil Gott den Menschen erleuchtet. Durch den einwohnenden Heiligen Geist erkennt der Mensch eine Art höhere Mathematik (eben das klassische synthetische Urteil a priori) in Bezug auf die gesamte Wahrheit und Wirklichkeit, die dem gottlosen Menschen (Kant) verborgen bleiben muss. Es gibt eine Wissenschaft von Gott. Der Heilige Thomas hat Recht. Aber gerade in dieser objektiven Wahrheit erkennen wir sie auch als Ewige Liebe. Die Welt, die Gott ablehnt, versteht die Liebe nicht.

Wie gesagt, alle meine Beiträge schreibe ich in der Liebe. Das beinhaltet, vielleicht nicht nur manchmal, dass sie für das Alltagsbewusstsein etwas merkwürdig, wenn nicht anmaßend erscheinen mögen, aber, wie gerade erwähnt, versteht die Liebe Dinge, die dem Kampf um die irdische Macht unverständlich bleiben. Der überzeitliche und nichtlokale Himmel ist dem Frommen ins Herz geschrieben. Deshalb sind bestimmte diesbezügliche Bemerkungen durchaus zulässig. Andere sind es nicht. Die universelle Liebe entscheidet.

Die Liebe Gottes
Gott hat die Erde erschaffen, weil viele Seiner Geschöpfe, die für den ewigen Liebesbund bestimmt waren, Sein Angebot abgelehnt haben. Die konnte und wollte Er nicht einfach vernichten. Das wäre keine Liebe gewesen. Die Liebe will dem Willen des Geliebten entsprechen. Deshalb will Er dem Willen der Gottlosen gerecht werden im Sinne von: „Ihr wollt mich nicht, also gebe ich euch eine Welt ohne Gott, die Erde als eine letzte Umkehrmöglichkeit und dann die Hölle nach dem zweiten Tod, weil es kein Leben außerhalb dem einen Gott geben kann. Es kann nur eine Grundordnung geben. Es kann nur eine Wahrheit geben. Es kann nur eine Liebe geben. Es kann nur einen Weg geben. Es kann nur ein Lebensprinzip geben.“

Wer Gott ablehnt, lehnt all das ab, ob er will oder nicht. Er begibt sich in eine Welt der Lüge, der Heimtücke, des Zwangs, des Hasses, des Leids, der Unterdrückung, vor allem eine Welt ohne Sein und ohne Sinn. Gott ist grenzenlos. Deshalb gibt es außerhalb Gottes nichts. Das Böse, das in Satan personifiziert ist, hat kein Sein. Es ist Mangel, eine Art Phantomzone, ein Irrenhaus unvorstellbarem Leids, innerhalb Gottes, das nur als eine nicht reale Illusion existiert. Wer wirklich dauerhaft Gott sein will, muss dorthin. Letztlich will er dorthin. Weil es ihn dort aber nicht mehr gibt, ist auch Mitleid mit ihm gegenstandslos. Weil er unsterblich erschaffen worden ist, kann er aber auch nicht aufhören zu existieren. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Phantom. Auf der Erde kann der Mensch in seiner Lebenszeit das erkennen und noch umkehren.

Das Reich des Herrn der Welt, die Ordnung des Menschen
Gott respektiert den Willen des Menschen. Er kann ohne Gott leben, in einer Ordnung, die er sich selbst setzt. Das ist das Reich des Herrn der Welt. Dort gibt es tatsächlich keinen Gott, sondern nur das Böse als personifizierter Antigott, eben den Herr der Welt. In diesem Reich wird die Liebe als das innerste und allgemein gültige Ordnungsprinzip durch die Macht ersetzt. Unterdrückung und Zwang werden verherrlicht. Das Geld wird zur Messschnur. Tatsächlich gibt es in dieser Welt auch keine Freiheit. Sabine Hossenfelder hat vollkommen Recht. Für sie ist Freiheit logisch inkohärent:

Does Superdeterminism save Quantum Mechanics? Or does it kill free will and destroy science?

04:15: „Now you all know that I think free will is logically incoherent nonsense“

In der Welt der Gottlosigkeit gibt es weder Freiheit noch Sinn. Der Nihilismus Nietzsches war begründet. Sie hat kein Sein. Sie hat keine Wahrheit. Sie kann metaphysisch nicht bewiesen werden. Die weltlichen Philosophen können sich nicht einigen. Die Besten unter ihnen wie Adorno bescheiden sich mit einer negativen Dialektik oder wie Hilary Putnam plädieren für eine pragmatische Weltauffassung. Weder der Skeptizismus noch der Solipsismus sind widerlegbar. Die Welt ohne Gott ist eine Phantomzone. Selbst der Glaube wird in dieser Welt zerlegt wie ein Koffer ohne Schlüssel. Jeder Modernist der Konzilskirche sollte sich intensiv mit Kurt Flasch, Warum ich kein Christ bin, beschäftigen. Aber leider sind die an der Wahrheit nicht interessiert, sondern, eben, nur an ihrer Macht und den „neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen“, mit denen sie ihre Gier nach Unzucht rechtfertigen.

Das Reich Gottes und Seine Ordnung
Gott liebt seine Geschöpfe. Er hat sie für einen ewigen Liebesbund erschaffen. Er will sie vor der Phantomzone retten. Deshalb liefert Er sich den Menschen aus. Er selbst wird Mensch auf der Erde. Er nimmt das menschliche Schicksal auf sich, um die wahre Natur Seiner Liebe den Menschen zeigen zu können. Er will gerade keine Unterdrückung oder Versklavung. Er will eine freie Liebeshingabe. Er will die vollkommene Herrlichkeit, weil Er diese selber ist. Noch einmal, wenn sich die Katholiken in der Heiligen Messe demütig hinknien, dann nicht, weil sie sich selbst versklaven müssen, sondern weil sie dem Herrn entsprechen wollen. Was ist so schwer daran, das zu verstehen? Das ist doch ganz einfach!!! Nur Machtmenschen wollen und können das nicht begreifen.

Gott inkarniert in diese Welt, um die Menschen zu retten. Er respektiert den Willen der Menschen, aber Er kann nicht selbst die Gottlosigkeit wollen. Also etabliert Er Seine eigene Ordnung, Sein Reich, mitten und über dem Reich des Herrn der Welt. Hier auf der Erde gibt es nur eine Welt, aber zwei Reiche, die sich überlagern. In dieser „genialen“ Konstruktion ist Gott einerseits nicht da, weil er den Willen der Gottlosen akzeptiert, und Er ist vollkommen mit dem gesamten Himmelreich für die Menschen da, die Ihn wollen und lieben. Jeder Gottlose, der auf das eigene Problem aufmerksam wird, kann jederzeit umkehren und zurück zu Gott finden, weil Er für den wahren Sucher immer „da“ ist.

Jetzt wird vieles verständlich. Die Heilige Schrift ist für die Gottlosen nur ein Buch mit einem alten Mythos, für den es keine Beweise, d.h. keinen Zwang gibt. Für die Katholiken im Reich Gottes beschreibt die Heilige Schrift die umfassende Realität. Die katholische Kirche ist für die Gottlosen nur eine politische Institution, die die Menschen sozial einbinden und ihnen Identität geben soll. Entsprechend kann und muss sie jederzeit mit den sich verändernden Lebensbedingungen im irdischen Leben neu angepasst werden. Für die Katholiken ist die Heilige Kirche heilig. Sie ist nicht von dieser Welt. Sie muss sich nicht anpassen. Sie manifestiert die Ewige Liebe Gottes. Sie ist diese. Sie verwandelt die Menschen in das Fleisch und Blut des Herrn.

Die weiße Soutane
Wie es nur eine Erde gibt, mit zwei sich überlagernden Ordnungen, so gibt es auch nur eine Kirche. Im Reich Gottes gibt es die Heilige Kirche mit dem Heiligen Vater. Alle Katholiken haben keine andere Sehnsucht, als dem Heiligen Vater zu gehorchen. Im Reich des Herrn der Welt wird die Kirche zur sichtbaren irdischen Kirche, zu einem Machtinstrument von gottlosen Anhängern der Unzucht. Aber wie der Herr sich in die eine Welt begibt und sich von dieser selbst kreuzigen lässt, so respektiert Er auch den Willen der Menschen für Seine Kirche. Er baut keine perfekte Erde neben der gottlosen Erde. Genauso wenig will Er eine perfekte Kirche neben der sichtbaren korrupten Kirche. Nein, Er liefert sich der bodenlosen Frechheit der Gottlosen aus. Er versucht ja, sie zu bekehren.

Was heißt das? Bergoglio trägt zwar die weiße Soutane, aber das macht ihn nur zum Papst auf der Erde nach der menschlichen Ordnung der Gottlosen. Er ist nicht der Heilige Vater der Heiligen Kirche. Er hat kein Sein. Er ist ein Phantom, wenn auch ein politisches. Gott respektiert den Willen der Menschen. Er respektiert das Konzil und den NOM. Er will das alles nicht. So respektiert Er auch den Irrsinn Bergoglio. Er respektiert die Papstwahl der Gottlosen. Aber wollen tut er es nicht. Nur Bergoglio und moderne Behavioristen glauben, dass die weiße Soutane ihn zum Papst macht. Niemals ist er der Heilige Vater, dem alle Katholiken unbedingten Gehorsam schulden. Der Respekt vor dem Willen der Gottlosen bedeutet nicht die Bejahung. Passiver Respekt bedeutet nicht aktives Mittragen. Gott und alle Seine Frommen erdulden den bösen Willen. Sie teilen ihn nicht. Niemals darf man aktiv den NOM mitfeiern. Man darf ihn aber erdulden. Unablässig kratzen die Frommen an den von Covid verschlossen Toren des vom Wurm infiltrierten Vatikan. Das reicht völlig. Der, der noch einen letzten Funken Liebe in sich trägt, könnte ja nachdenklich werden und sich bekehren.