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Heilung von Klumpfuß auf die Fürbitte der hl. Klara von Montefalco

Die hl. Klara von Montefalco in Umbrien, um 1275 geboren, war von ihrem sechsten Lebensjahr an Reklusin in der von ihrer Schwester geleiteten Reklusengemeinschaft, die wohl die Augustinerregel annehmen mußte, und wurde Äbtissin ihres Klosters vom Heiligen Kreuz. Klara war charismatisch reich begnadet; sie starb schon am 17. 8. 1308.

Die Verehrung des Volkes begann sofort nach dem Tode, sie führte nach Vernehmungen im Auftrage des Bischofs von Spoleto 1309 bis 1315 im Jahre 1318 zur Einleitung des päpstlichen Heiligsprechungsprozesses, der drei Kardinälen anvertraut wurde. Das Schisma und der Tod Johannes XXII. brachten den Prozeß zum Erliegen. Leo XIII. führte ihn zum Abschluß und nahm 1881 die feierliche Heiligsprechung vor. Diese stützte sich auch auf Abschriften des Heiligsprechungsprozesses, die aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts stammen. Es sind 470 Zeugen vernommen worden. Ein Teil der Akten ist mit einer kritischen Untersuchung über den Dokumentarwert in der Positio super miraculis, Romae 1881, veröffentlicht worden. Hieraus übersetze ich (S. 81–88). Von dieser Heilung von Klumpfuß gilt, was einer der drei medizinischen Gutachter über die anschließende, auf die Fürbitte des hl. Aloysius geschehene, geschrieben hat: Sie ist ein so unerhörtes Wunder, daß sie außer den beschworenen Aussagen der Zeugen keines weiteren medizinischen Beweises bedarf. – Das gilt, scheint mir, auch von den anderen Fällen dieses Kapitels: Lahme gehen. Diese Wunder dürften in besonders eklatanter Weise evident sein. Darum bringe ich außer dem ausführlichen Bericht über ein Wunder aus dem Jahre 1953 noch ein paar ältere Fälle.


Zeuge I, Petrus, Sohn des Andreas, aus der Pfarrei des hl. Andreas, aus der Vaita[1] des hl. Andreas von Spoleto, wurde, nachdem er in der oben angegebenen Weise unter Eid verpflichtet worden war, die Wahrheit zu sagen, im allgemeinen befragt, ob er etwas wisse von Wundern der besagten Schwester Klara. Er antwortete: Er kenne einen Jungen mit Namen Ciccus in Montefalco, im Alter von zehn oder zwölf Jahren, den er zwei Jahre lang viele, viele Male krank an beiden Füßen gesehen habe. Dieser konnte nur nach vorn gebeugt und mit Krücken gehen. Er ging auf dem Fußrücken beider Füße und trat damit auf den Boden, wobei die Fußsohlen sichtbar waren, so daß er völlig unfähig war, frei zu gehen. Er sagte, nach dem Tode von Schwester Klara, in ihrem Todesjahr, habe er in der Klosterkirche Ciccus auf dem Grabe von Schwester Klara eine Zeitlang sitzen gesehen. Dann entstand ein gewaltiges Geschrei, und es hieß, einer seiner Füße sei gerade geworden und so hergestellt, wie der Fuß eines gesunden Menschen sein muß. Dann drängte er, der Zeuge, sich nach vorn durch, und er kam nahe an Ciccus heran, und er sah den einen Fuß gerade gerichtet[2] und in der richtigen Form wie bei einem gesunden Menschen. Dann wurde er von dem Grab abgenommen und in der Kirche aufgestellt, damit die Leute ihn und den gerichteten Fuß und das Wunder, das an ihm geschehen war, sähen. Dann sah der Zeuge, wie die Leute aus Frömmigkeit den Ciccus wieder auf das Grab setzten, damit Gott auf die Fürbitte der hl. Klara ein weiteres Wunder an dem anderen Fuße wirken möge. Die Menge der Leute war groß, viele Kerzen waren angezündet, es wurde viel gebetet und zu Gott und zur hl. Klara gerufen, daß ihm die Gesundheit auch des anderen Fußes geschenkt werde. Und nachdem er so eine Zeitlang gestanden, sah und hörte er wieder einen Tumult. Die Leute sagen, Ciccus sei auch an dem anderen Fuße heil geworden, und er sah, wie jener vom Grabe heruntergenommen wurde und daß der andere Fuß heil und hergestellt und in die rechte und natürliche Form gebracht war. Er sah, wie die Leute ihn umhergehen ließen, und wie er in gerader Haltung ging und richtig seine Füße auf den Boden setzte, daß er aber nicht fest auf seinen Füßen auftrat, weil die Fußsohle, mit der er früher nie den Boden berührt hatte, nicht abgehärtet, sondern zart war, und er sah, wie er dann allein, ohne andere Hilfe als die Gottes, die Kirche verließ, und er sah, wie er die Krücken wegwarf und sie in der Kirche zurückließ. – Befragt nach Jahr, Monat und Tag, antwortete er wie oben, und sagte, es seien schon zehn oder rund zehn Jahre her, an Tag und Monat erinnert er sich nicht mehr. Befragt, wer zugegen gewesen sei, antwortete er, Herr Gentile, der verstorbene Herr Hugolino, Magister Angelo von Montefalco und viele andere, an die er keine Erinnerung mehr hat. Befragt, wo das geschehen sei, antwortete er, in der Kirche des besagten Klosters. Befragt, wie lange Zeit er ihn habe so krank gesehen, antwortete er, wie oben, oftmals während zweier Jahre.

Zeuge II, Ceptus (= Ciccus) aus Montefalco, Sohn des verstorbenen Speranza, wurde von den genannten Herren und Untersuchungsrichtern vereidigt, wie es in den Akten angegeben ist, und am 29. September vernommen über den Artikel, der von einem Wunder handelt, das an dem genannten Ceptus geschehen sein soll und der anfängt: Vor Euch usw. (Blatt 441 des Prozesses). Nachdem der Artikel ihm ordnungsgemäß vorgelesen und übersetzt war, antwortete er, es sei wahr, was in diesem Artikel enthalten sei. Auf die Frage, woher er das wisse, erwiderte er, er wisse das daher, weil er immer, solange wie er zurückdenken könne, bis zu dem Tage seiner Befreiung durch die Verdienste und das Wunder von Schwester Klara in der Weise krank gewesen sei, wie es in dem Artikel gesagt werde, und unfähig zu gehen. Daß er aber seit Geburt so krank und gehunfähig gewesen sei, wie es in dem Artikel heiße, dafür gab er als Grund seines Wissens an, er habe es so von seiner Mutter, die ihn geboren habe, gehört. Befragt, ob er irgendwann einmal oder an einem Tage vor seiner Befreiung, soweit er zurückdenken könne, unbehindert frei allein hätte gehen können, antwortete er: nein. Gefragt, ob er Kuren gemacht, Medizin oder Bäder während seiner Krankheit angewendet habe, antwortete er: ja, und seine Mutter habe vielerlei Medizin, Einreibungen, Verordnungen, Packungen angewandt, sie habe ihn auf einem Esel in ein Bad gebracht. Gefragt, ob diese Medizinen, Heilmittel und das Bad ihm irgendwie genützt hätten, antwortete er: nichts. Gefragt, ob er seine Krankheit ununterbrochen oder zeitweilig gehabt habe, antwortete er: ununterbrochen, ohne eine Pause, er sei stets unfähig zu gehen gewesen. Gefragt, ob in der Woche, in der er geheilt wurde, ärztlich an seinen Füßen etwas getan worden sei, antwortete er: nein. Gefragt, ob er an dem Tage seiner Befreiung vor seiner Befreiung ebenso unfähig gewesen sei zu gehen wie an den anderen Tagen und zu den anderen Zeiten davor, antwortete er: ja. Gefragt, ob er zu jener Stunde, da er zu Schwester Klara getragen worden und nach der er befreit worden sei, eine größere Schwierigkeit zu gehen gehabt habe als früher, antwortete er: nein. Gefragt, ob die ganze Fußsohle eingedrückt (incisa) war, antwortete er: nein, sondern nur auf der Seite, und zwar so, daß die beiden Fußsohlen gegenüberstanden. Gefragt, wohin er gelegt worden sei, als er heil wurde, antwortete er: dorthin, wo in der Kirche vom Heiligen Kreuz das Grab ist, in dem der Leib der Schwester Klara lag und liegt. Gefragt, woher er wisse, daß er plötzlich geheilt sei, antwortete er: er sei von seiner Mutter als Kranker und zu gehen Unfähiger, wie gesagt, ohne vorhergegangene Besserung, an der Stelle und in der Kirche dort, wo der Leib von Schwester Klara ruht, hingesetzt worden. Die Mutter habe ihn, wie der Zeuge angab, mit einem Gelübde der Fürbitte von Schwester Klara empfohlen. Er sei völlig befreit aufgestanden, nachdem er eine Stunde lang auf dem Grab von Schwester Klara gesessen habe. Gefragt, ob er unmittelbar nach der Heilung frei und allein habe gehen und heimgehen können, wo er doch auf seinen eigenen Füßen nicht habe kommen können, sondern, wie er gesagt habe, hingetragen worden sei, antwortete er: er habe sofort nach dem Wunder und nach dem Sitzen auf dem Grabe gehen können, wie er gesagt habe. Er sagte auch, daß er frei, allein, ohne jemandes Hilfe und ohne Stütze nach Belieben ging und so nach Hause gehen konnte. Gefragt, ob er danach ganz oder teilweise in dasselbe Leiden zurückgefallen sei, antwortete er: nein. Gefragt, wie viele Jahre seit seiner wunderbaren Heilung verflossen seien, antwortete er: mehr als neun. Gefragt, ob seine verdrehten Füße am selben Tage und in derselben Stunde des Wunders gerade gerichtet worden seien, antwortete er: ja. Gefragt, ob seine Fußsohlen, die nach oben gerichtet gewesen waren, in ihre gehörige Stellung, wie es dem allgemeinen Lauf der Natur entspricht, gebracht worden seien, antwortete er: ja, sofort, wie er vom Grabe Schwester Klaras herunterstieg, sah und spürte er, daß seine Füße richtig waren, wie sie die andern Menschen haben, und wie er sie jetzt und richtig hat. – Und hier ließen auf Ersuchen des Herrn Berengar[3], des Prozeßbeauftragten, die Herren Untersuchungsrichter und die anderen Herren, den Zeugen seine Füße freimachen, und sie sahen mit ihren eigenen Augen die Füße des Zeugen, daß sie in ihren Gelenken und Fußsohlen, in ihrem ganzen Gefüge und wie sie sich zu dem Unterschenkelknochen verhielten, dem allgemeinen Lauf der Natur entsprachen. Und die genannten Untersuchungsrichter sahen den Zeugen auf seinen Füßen hin- und hergehen, ohne irgendwelche Stütze und in jeder Richtung, so wie andere gesunde Menschen.

Zeuge III, Macthiolus, Sohn des verstorbenen Cangrevolus, aus der Pfarrei des hl. Gregor in Spoleto, vereidigt usw., sagte aus: Er sei einmal nach Montefalco zum Kloster der Schwester Klara gekommen und habe dort in der Kirche eine Menge Leute gefunden, die ein Wunder sich ansah, das gerade da geschehen sei. Nämlich ein gewisser Knabe, namens Ceptus, dessen Füße verkrüppelt gewesen waren, wurde gerade, wie der Zeuge kam, vom Grabe der Schwester Klara heruntergenommen, und er hatte die Füße gerade und die Fußsohlen ausgestreckt. Der Zeuge sah diesen Ceptus und seine Füße, und er sagte, man habe deutlich an diesen Füßen sehen können, daß sie verkrüppelt gewesen waren. Das war ganz augenscheinlich, denn man sah auf der Oberseite der Füße die Schwielen und wie rot sie dort waren. Der Zeuge sagte auch, die Füße hätten gedampft.[4]

Zeuge IV, Thomasius, Sohn des Bartholinus von Montefalco, vereidigt usw., sagte aus: Er habe viele, viele Jahre einen gewissen Knaben Ceptus, den Sohn Speranzas, gekannt, dessen Füße verdreht waren, nämlich die Fußsohlen waren bei ihm nach oben gewandt und der Fußrücken statt der Sohle nach unten, so daß er kaum aufrecht gehen konnte, und wenn es ihm gelang, sich etwas aufzurichten, so ging er sehr schlecht. Der Zeuge befand sich in der Klosterkirche und sah den Knaben mit solcherweise verkrüppelten Füßen auf dem Grabe der hl. Klara sitzen, und eine kleine Stunde später sah er diesen Ceptus umhergehen und seine Füße richtig haben, wie die eines Gesunden. Wohl sagte der Zeuge, als man Ceptus vom Grabe heruntergenommen habe, hätten ihm die Füße beim Gehen sehr weh getan, weil seine Fußsohlen noch allzu zart waren und nicht hart, weil er diese vorher noch nie auf die Erde gesetzt hatte, sondern nur die Oberseite der Füße war schwielig, wie damals jeder sah. Gefragt, ob er den genannten Ceptus mit verkrüppelten Füßen, wie er gesagt habe, an demselben Tage, wo er geheilt worden sei, gesehen habe, antwortete er: er habe ihn an ein und demselben Tage verkrüppelt und geheilt gesehen.

Zeuge V, Ciappus Spoletonis, Notar, aus der Pfarrei St. Andreas in Spoleto, vereidigt usw., erklärte: An einem Tage, an dem er über ein großes Wunder gehört habe, habe er selbst einen gewissen Knaben gesehen, der an seinen Füßen geheilt worden war. Den Füßen sah man an, daß sie früher ihm seitwärts gestanden hatten und daß er entsprechend aufgetreten habe, nämlich mit dem größten Teil des Fußrückens auf den Boden. Er sah, daß die Füße richtig und in die gehörige Verfassung gebracht waren. Er sagte aber, er habe ihn früher nicht gekannt, jedoch sah er die Schwielen auf dem Rücken seiner Füße, woran man ganz deutlich erkannte, daß er vorher auf den Fußrücken gegangen war. – –

Zeuge VI, Frau Bartoluccia, Tochter des verstorbenen Franciscone aus der Ebene und der Vaita von St. Johann und der Pfarrei des hl. Caesarius, vereidigt . . . erklärte: Sie sei einmal in jenem Monat, in dem die heilige Klara gestorben ist, zum Kloster vom Heiligen Kreuz in Montefalco gegangen. Als sie in der Kirche dieses Klosters war, sah sie einen Jungen von zehn oder ungefähr zehn Jahren. Der ging durch die Kirche stark hinkend und wie krumm, sie kannte ihn nicht und hat ihn bei späterer Gelegenheit nicht wiedergesehen. Sie schaute auf seine Füße und sah, wie er auf dem Fußrücken seiner Füße ging und seine Fußsohlen nach oben schauten. Am selben Tage sah sie denselben Knaben geheilt in der Kirche. Wegen dieser Heilung lief das Volk zusammen, und die Glocken wurden geläutet. Sie sah, wie die Leute ihn betrachteten, auch die Zeugin hat ihn sich angeschaut und gesehen, daß seine Füße völlig begradigt waren und wie die Füße eines gesunden Menschen hergestellt waren. Sie sah ihn auch einhergehen, ohne Hilfe, auf seinen gerichteten Füßen, so wie Menschen gehen. Es war eine Menge Leute zugegen, die sie nicht kannte.

Zeuge VII, Andriolus Benevegnatis, aus dem Ort Montepennini im Gebiete von Montefalco, vereidigt usw., erklärte: Im Todesjahr der hl. Klara, als eine große Menge Volkes in der Klosterkirche vom Heiligen Kreuz in Montefalco gewesen sei, habe er einen Jungen aus Montefalco, von neun oder zehn Jahren etwa, auf dem Grabe der hl. Klara gesehen. Diesen Jungen, Ciptus, Sohn der Sperantia aus Montefalco, kannte er und hatte er von Kind auf gekannt. Dieser hatte beide Füße verdreht, trat mit dem Rücken seiner Füße auf den Boden auf, und mit fast mehr als der Hälfte der Fußrückenflächen setzte er die Füße auf den Boden auf, und immer ging er hinkend, lahm und krumm, und ohne große Anstrengung konnte er nicht einmal so gehen, und er bettelte im Lande. Während dieser so mit gefalteten Händen auf dem Grabe saß und seine Heilung von Gott und der hl. Klara erwartete, sahen der Zeuge und viele andere mit ihm, wie vor aller Augen, offen und sichtbar, seine Füße sich langsam gerade zogen und in die richtige Form kamen. Der Knabe selbst weinte bei diesem Vorgang heftig, und er zitterte dabei und sagte, die Knochen seiner Füße, die gerichtet wurden, täten ihm weh und schmerzten. In schnellerer Zeit, als einer den Ring viermal umreitet[5], wurden seine Füße gerade und völlig in Ordnung. Zeuge stand vom Anfang bis zum Ende dabei, wie seine Füße gerade wurden und die richtige Form erhielten, und schaute zu. Und sofort darauf sah er, wie Ciptus vom Grabe hochgehoben und heruntergenommen wurde, und er sah ihn in der Kirche gehen auf rechten und geheilten Füßen, so wie die anderen Menschen rechte und brauchbare Füße haben, und sehr oft hat er ihn in jenem Jahre dahergehen sehen, wie dieser für das Kloster bestimmte Besorgungen verrichtete. Er sagte auch, daß Ciptus selbst, als er auf dem Grabe saß, wie auch die vielen Leute mit ihm, Gott und die hl. Klara um ein Wunder an ihm baten. Später sei er immer gesund gewesen. – Gefragt, wie lange er ihn verkrüppelt gesehen, antwortete er: von Geburt an und jedesmal immer, wenn er ihn in all den vielen Jahren und Monaten seines Lebens sah. Auf die Frage, wie lange er ihn gesund gesehen habe, antwortete er: fast ein ganzes Jahr nach der Heilung, nicht länger, weil er dann nach Rom gegangen sei.

Zeuge VIII, Herr Nicola, Rektor von S. Silvester in Montefalco, vereidigt usw., sagte aus: Er habe Speranzas Sohn Ciptus aus Montefalco, der verdrehte Füße hatte und auf seinen Fußrücken ging mit den Fußsohlen nach oben, auf dem Grabe der hl. Klara gesehen und ihn hochgezogen, als die Leute sagten, er sei befreit worden, und er sah ihn auf dem Grabe mit geraden und hergestellten Füßen.

[1] Dieses Wort kann ich nicht übersetzen, es findet sich nicht im Du Cange, wie auch manche andere Worte dieses Kapitels dort nicht angegeben sind.

[2] Der Unterschenkel ist bei dieser Verkrüppelungsart stark nach außen gebogen.

[3] Berengar war Generalvikar von Spoleto. Er hat um 1315 unter Verwertung der Akten des bischöflichen Prozesses die erste Biographie der Heiligen geschrieben (herausg. von P. de Töth, Siena 1908, und A. Semenza, Rom 1944).

[4] dicti pedes fumabant. Der Herausgeber schlägt die Korrektur vor: firmabant. Ich meine aber, man solle die unerfindbare lectio ardua stehen lassen, zumal da firmare als Intransitivum wohl kaum möglich ist.

[5] antequam homo faceret quatuor arengos equi: ich betrachte arengus = italienisch arengo (vom deutschen Wort ring) = Platz, Volksversammlung, Wettkampfstätte.

Aus: Wilhelm Schamoni, Wunder sind Tatsachen. Eine Dokumentation aus Heiligsprechungsakten, 2. Auflage, Würzburg/Stein am Rhein/Linz 1976, S. 46-51.