Zuerst einige Anmerkungen zu kürzlichen User Kommentaren.
1. Besonders im Alpenraum scheint es nicht wenige erzkonservative Freunde des Vat.2 Konzils zu geben, die sich nach der heilen Welt des volkstümlichen NOM sehnen, die nicht ins „Tradi“ Lager auf der einen Seite und nicht ins Modernisten Lager auf der anderen Seite fallen wollen. Das ist verständlich, kann aber nicht funktionieren.
Das menschliche Leben ist dynamisch, nicht statisch. Alles kristallisiert sich aus. Alles vertieft sich. Nur bei den Tradis, die immer mehr katholisch sein wollen, um dem Herrn zu gefallen und Ihn anzubeten, kann die Kirche bestehen. Wer nur wegen Tracht, Speisesegnung und Pfarrkaffee in die NOM Kirche geht, ist lau und verweigert Gott die gebührende Hingabe und Selbstaufopferung. Entweder – oder, sonst nichts.
2. Mt 5,21-26 (gottloser Narr) wird nicht selten bemüht, um jede Kritik an den Konzilsteufeln zu verhindern. Aber verboten ist das nur, wenn man ihnen schaden will, wenn man sie aggressiv unterdrücken will. Genau das wollen die Tradis mit ihrer Kritik aber nicht. Sie wollen den Verirrten helfen, zurück auf die rechte Bahn zu kommen.
Es ist Nächstenliebe, die entschieden modernistisch sodomitischen Konzilskleriker als Teufel zu bezeichnen, weil sie genau das sind. Sie tun das Werk Satans und werden in die Hölle gehen, selbst wenn sie nicht daran glauben (gerade das ist das Furchtbare). Sie sind keine gottlosen Narren sondern hochgebildete Schergen des Bösen.
3. Leider wollen die Steineklopfer, die nur das als real akzeptieren, auf das sie klopfen können, gerade nicht verstehen, dass das Wissen unter dem Glauben steht und nicht über ihm. Wir wissen nicht was das Universum ist. Wir wissen nicht was die menschliche Existenz ist. Jede Weltvorstellung ist daher immer ein Glaube. Wissen ist nur sehr eingeschränkt innerhalb klar überschaubarer Systeme/Theorien möglich, im Sinne von „dieser Stein passt nicht auf den anderen“. Mehr nicht. Der Glaube ist das wahre Große. Das Wissen ist ihm gegenüber minderwertig. Das ist ausreichend bewiesen (Ha).
Damit komme ich zum Katholischen Kirchenschiff:
Viele verstehen nicht, warum die Priesterbruderschaft Rom zugewandt bleibt. Sie hat keine Wahl. Sie kann sich nicht abspalten und eine perfekte Kirche gründen. Es gibt nur eine Kirche in der Welt. Es gibt keine andere. Gott nimmt die Menschen ernst (gerade das ist furchtbar für die Konzilsteufel). Gott hat auch Judas Iskariot ernst genommen.
M.E. kann die Kirche mit einem Ozeanschiff verglichen werden. Auf diesem reisen die Cives Dei (Kinder des Lichts/vgl. De Civitate Dei vom Hl. Augustinus) in den Himmel und die Cives Diaboli (Weltmenschen, die die Kirche für ihr eigenes Wohlgefühl missbrauchen) in einen naiven, dummen und unkeuschen Humanismus.
Mit dem Vat.2 Konzil ist es den größtenteils sodomitischen Weltmenschen gelungen, die Brücke des Schiffes an sich zu reißen. Es war und ist eine Meuterei.
Vor dieser ist die Kirche zwischen den irdischen Häfen (um neue Gäste aufzunehmen) und dem Himmel hin und her gependelt.
Die Meuterer haben einen neuen Kurs festgelegt. Sie fahren nicht mehr in den Himmel. Sie fahren von Hafen zu Hafen, um sich mit der Welt humanistisch zu versöhnen und gleichzeitig das Heilige Schiff immer weiter zu sabotieren, zu schädigen und zu schänden.
Entscheidend ist, dass der eigentliche Himmelsantrieb im Inneren des Schiffes nach wie vor arbeitet. Die Priesterbruderschaft ist ein integraler Bestandteil davon. Sie ist Teil des Schiffes, das das Fleisch und Blut des Herrn selbst ist. Deshalb kann sie auch nicht exkommuniziert werden. Sie gehört zum Wesenskern des Schiffes. Wer sie rauswirft, löst das Schiff auf, fällt ins Wasser und wird zum Opfer der Haie.
Während das irdische Schiff von den Modernisten im Kreis gesteuert wird, sorgt der übernatürliche Himmelsantrieb (die Himmelsleiter, den Himmel offen sehen, Transsubstantiation, die (aus Sicht der Modernisten abergläubische, weil nicht beweisbar s.o.) Auferstehung) nach wie vor dafür, dass die von Gott geliebten Cives Dei in den Himmel kommen. Die schlauen Modernisten glauben das natürlich nicht. Denn sonst müssten sie ihre Ohnmacht realisieren und wieder niederknien.
Ja, ich schließ' mich nur kurz an: "von Hafen zu Hafen"...."Kommandobrücke fährt im Kreis...rum"...; das ist sehr stark für den, der Ohren hat zu hören; wirklich Klasse, das ganze Ding hier, thanks a lot.
@M.RAPHAEL Sehr gut beobachtet, sehr schön dargelegt, sehr verständlich geschrieben.
Ihnen ein hezrliches "Dankeschön" für die treffende Zusammenfassung.