Vere tu es Rex absconditus

Gestern Abend ging es mir nicht gut. Ich hatte insgesamt 4 Kommentare auf GloriaTV gepostet, die bei späterer Durchsicht weder präzise noch konzentriert genug waren und die, vor allem, eine gewisse Abgründigkeit erkennen ließen. Wie konnte mir das passieren? Habe ich einen unbewussten Schatten, der sich auf diese Weise manifestiert?

Bis gestern Abend hatte ich diese Kommentare gelöscht. Wie Jona in Jona 4 haderte ich mit Gott. Warum? Was ist los mit mir? Ist Unklarheit in mir? Heute Morgen hat der Herr mir geantwortet:

Nein, ich bin u.a. ein kleiner unschuldiger Bub, der vor der Muttergottes spielt. Weil der Heilige Geist in mir wohnt, bin ich innerlich völlig klar, vollkommen durchschaubar. Weltmenschen haben nie verstanden, warum die negative Dialektik von Adorno gerade kein Obskurantismus ist. Aber diese Erkenntnis würde ihnen erlauben, nachzuvollziehen, warum ich innerlich völlig klar und widerspruchsfrei sein kann und gleichzeitig den Herrn als ein Rex absconditus verkünden muss. Er ist die vollkommene Wahrheit, das Licht der Vernunft selbst, in Seinem Geheimnis.

Der Herr will, dass ich die Menschen warne. Nichts ist so gefährlich für sie, wie ihre falsche Einbildung, dass Gott völlig berechenbar wäre. Sie glauben, sie haben Ihn im Griff. Er ist ja nur gut und lieb. Wenn der Sünder so was in der eigenen Maske darstellt, kommt auch er in den Himmel. Davon sind sie überzeugt. Sie sind frech. Sie halten sich für den Papst und tragen die weiße Soutane selbst im Bett. Dann loben und begrüßen sie die Unzucht. Weil sie stolz auf ihre Abgründe und ihre Verschlagenheit sind, sind sie so hochmütig. Eigentlich halten sie sich für besser als Gott. Gott ist nur lieb, nett und berechenbar. Sie sind das auch, aber dazu sind sie, weil liebe Brüder, noch verschlagen, heimtückisch und Herren über die Perversion.

Pech. Gott erkennt Gut und Böse (vgl. Gen 3,22). Damit ist auch Seiner Armee nichts fremd. Sie kennt die Abgründe der Perversion, ohne diese selbst zu bejahen. Die spiegelenden Kampfanzüge der Armee werden nur von außen dreckig. Die Seelen der Träger bleiben rein. Nach der grauenhaften und blutigen Pflicht gehen die unschuldigen Kinder wieder zur Muttergottes, um zu spielen. Alle meine abgründigen Kommentare deuten das an. Wir sind schlimm. Bitte, bitte, bekehrt euch. In unseren Kampfanzügen sind wir immer noch verschlagener als ihr. Bitte kehrt um. Wir wollen nicht euer Verderben. Deshalb warnen wir ja. Bitte. Wir wollen mit euch spielen.

Ein weltlicher Psychologe ist jetzt glücklich. Weil es Gott für ihn nicht gibt, bin ich für ihn ein eindeutiges Beispiel einer Projektion des Schattens. Ich habe für ihn Komplexe. Ich kann und will nicht mit dem menschlichen Existential der Individuation zu Recht kommen. Weil ich kein vereinzelter Supermensch sein will, definiere ich mich als kleiner Bub. Ich projiziere meine Sehnsüchte nach Geborgenheit auf einen verborgenen Gott, der am Ende auch nur will, was ich will. Meine sexuelle Abgründigkeit externalisiere ich entsprechend auf einen äußeren Kampfanzug. So einfach ist das für die gottlosen Weltmenschen. Aber sie können nicht beweisen, dass es Gott nicht gibt, dass Gott nur eine Chiffre in der menschliche Psyche ist. Ohne Beweis sollten sie bescheiden sein. Da steht ihr menschlicher Hochmut dagegen. Also verurteilen sie, ohne die Wahrheit auf ihrer Seite zu haben. Deshalb halten sie zusammen wie Pech und Schwefel. Sie sind schlau aber auch schwach. Sie zittern vor dem wahren Gott. Sie zittern vor Corona. Alle impfen, alle impfen! Ihre einzige Möglichkeit, ihre Angst vor Gott zu ertragen.
Rest Armee
Interessant 🙏
M.RAPHAEL