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Zweihundert

Rosenkranz für die Ungeborenen vor dem Bundeskanzleramt – Eine katholische Betrachtung
Schutz des menschlichen Lebens aus katholischer Sicht
Jeden Mittwoch versammeln sich Gläubige zum Gebet des Rosenkranzes für die ungeborenen Kinder. Dabei wird besonders für den Schutz des menschlichen Lebens, für werdende Eltern in Not sowie für Heilung und Versöhnung nach Erfahrungen von Schwangerschaftsabbrüchen gebetet.
Die katholische Kirche bekennt die unantastbare Würde jedes Menschen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod.
Heilige Schrift
Jeremia 1,5
„Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich erwählt.“
Psalm 139,13–16
„Du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoß meiner Mutter.“
Lukas 1,41
Als Maria Elisabeth besucht, hüpft Johannes der Täufer bereits im Mutterleib vor Freude.
Diese Stellen werden von der Kirche als Hinweise auf die besondere Würde des menschlichen Lebens vor der Geburt verstanden.
Katechismus der Katholischen Kirche
Der Katechismus lehrt:
KKK 2270
„Das menschliche Leben ist vom Augenblick der Empfängnis an absolut zu achten und zu schützen.“
KKK 2271
„Die Kirche hat die sittliche Verwerflichkeit jeder absichtlichen Abtreibung von Anfang an bekräftigt.“
Gleichzeitig betont die Kirche Gottes Barmherzigkeit gegenüber allen Menschen, die Schuld auf sich geladen haben und aufrichtig Umkehr suchen.
Die Zehn Gebote und der Schutz des Lebens
Das fünfte Gebot lautet:
„Du sollst nicht töten.“
(vgl. Exodus 20,13; Deuteronomium 5,17)
Die Kirche sieht darin eine grundlegende Verpflichtung zum Schutz unschuldigen menschlichen Lebens.
Die Zehn Gebote erinnern zudem daran:
Du sollst an einen Gott glauben.
Du sollst den Namen Gottes ehren.
Du sollst den Tag des Herrn heiligen.
Du sollst Vater und Mutter ehren.
Du sollst nicht töten.
Du sollst nicht ehebrechen.
Du sollst nicht stehlen.
Du sollst nicht falsch Zeugnis geben.
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut.
Gebet und christliche Nächstenliebe
Katholischer Lebensschutz bedeutet nicht Verurteilung von Menschen, sondern Hilfe, Begleitung, Gebet und tätige Nächstenliebe.
Christen sind aufgerufen:
für ungeborene Kinder zu beten,
schwangeren Frauen in Not beizustehen,
Familien zu unterstützen,
für Heilung und Versöhnung einzutreten,
die Würde jedes Menschen zu achten.

Schlusswort
Möge die Gottesmutter Maria, Mutter des Lebens, für alle Familien, Kinder, Mütter, Väter und für den Schutz des menschlichen Lebens Fürsprache einlegen.
„Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.“
(Matthäus 5,7)
Amen.

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