M.RAPHAEL
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Da ist noch etwas Anderes, etwas Unsichtbares, etwas viel Realeres

Heute am Todestag von Gertrud von Helfta möchte ich noch einmal meine Beiträge auf GloriaTV erläutern. Sie sind oft merkwürdig genug. Manch ein Modernist könnte mir Machtanmaßung, Schizophrenie oder eine multipolare Persönlichkeitsstörung unterstellen wollen. Das alles trifft nicht zu. Ich bin ein Zisterzienser vor Gott. Ich sehe das Unsichtbare.

Auf der Erde, innerhalb der irdischen Ordnung, bin ich ein ganz einfacher Mensch, einer der zurückgezogen im Exil lebt und sich sehr freut, zusammen mit geliebten Brüdern und Schwestern der hiesigen Gemeinde, den Herrn und die Jungfrau Maria mit schönen Liedern zu verherrlichen. Ich bin ganz normal. Ich will das Gute. Ich will, dass Liebe sei. Als Mönch habe ich mich für die evangelischen Räte sehr bewusst entschieden. Entsprechend lebe ich sehr bescheiden und immer am Rande der Existenz. Das muss so sein. Nach der irdischen Ordnung bin ich kein Zisterzienser mehr. Mein geliebter Habit hängt im Schrank. Ich werde ihn leider wohl nie wieder auf der Erde tragen. Wie sehr sehne ich mich nach dem Chorgebet!!!

Aber gerade wenn ich mich zur Ruhe legen will, kommt der Herr. Er hat nie aufgehört, mich mit meinem Ordensnamen zu rufen. „Raphael, steh auf. Du hast noch Arbeit!“ Für Ihn bin ich ein Zisterzienser des Himmels. Dann kommt die Gewalt der mystischen Schau des Seelenreiches. Sie haut mich um. Ich liege nur noch da und schaue und schaue, ohne rational erfassen zu können, was ich da sehe. Das moderne menschliche Bewusstsein kann das nicht verstehen. Es ist nicht von dieser Welt. Es verlangt die ganze Kraft. Die Weltmenschen können das nicht nachvollziehen. Sie sehen Trägheit. Tatsächlich aber ist es die Ohnmacht der mystischen Schau.

Dann muss ich schreiben, was ich sehe. Dann sehe ich die Jungfrau Maria. Sie ist mein Boss. Ich gehöre zu ihrer Armee, zu den Truppen Raphaels. Wir können das gesamte Universum in wenigen Sekunden durchqueren. Einmal sind wir hier, dann sind wir dort, dann sind wir an verschiedenen Orten gleichzeitig und dann am selben Ort in unterschiedlichen Zeiten. Wir sind jenseits von Zeit und Raum. Vor allem überwachen wir die Hölle. Immer bin ich bei Ihr. Immer streichelt Sie mir über den Kopf, auf einer Bank in Lourdes. Es ist schon schön. Ihr Lächeln----

Die Zisterzienser sehen Dinge, die andere Menschen nicht sehen. Deshalb ist ihre Form so leer. Wer stellt eine Figur aus Stuck vor die Realität? Niemals ist ihre Leere abstrakt, wie die der Jesuiten, ihre Gegenspieler. BerGOG, der Oberjesuit, ist genau das Gegenteil von mir. Er ist Papst gemäß der irdischen Ordnung, von menschlichen Gnaden. Er darf seine Soutane tragen. Aber er ist niemals der Heilige Vater vor Gott. Gott respektiert den menschlichen Willen bis in die Hölle. Auch die Hölle gehört Gott (Fatima). Die Truppen Raphaels überwachen sie. Aber sie hat kein Sein. Sie ist eine Phantomzone. Alle, die sich endgültig gegen Gott entschieden haben, alle Gefallenen sind Gespenster. Sie sind Privation.

Es gibt die Hölle. Das Leiden der Gespenster ist für immer unerträglich. Das Schreien der verdammten Seelen ist nicht zu ertragen, jenseits von Zeit und Raum. Aber niemand hört es, weil die Hölle vor Gott nicht existiert. Die Verdammten haben es so gewollt. Sie wollen leiden. Sie wollen das Böse. Das Gute und die Liebe wollen sie nicht. Ihr Problem ist, dass sie ihre damit verbundenen Qualen auch nicht wollen. Aber diese absolute Fremdbestimmung interessiert dann niemanden mehr, sie nicht und auch nicht uns. Sie haben sich freiwillig für die ewige Fremdbestimmung durch das Leid entschieden. Ist das wahnsinnig? Ja! Ist das Paradox? Ja! Ist das die Hölle? Ja!

Arte übertrug gestern einen Film über Yves Saint Laurent. Der Film ist ein Schlag ins Gesicht unserer lieben bischöflichen Konzilspfeifen. Der Unschuldswahn der kleinen Leute, der Buchhalter, der Kirchenbeamten, die heute die Führung des Konzilsvereins ausmachen, ist wirklich unerträglich. Sie wollen den perversen Sex segnen? Sie sollten sich mal Salò von Pasolini anschauen oder eben den Film über Yves Saint Laurent. Wissen sie überhaupt, um was es geht? Entweder sie sind vollkommen naive Kindergartentrottel oder sie wollen wirklich das Böse. YSL wird zitiert, wenn er den Homosex im Dreck der Natur vergötzt und beteuert, nur Körper ohne Seelen zu lieben. Die Bösen sind alle Gespenster ohne Seele. Sie haben keine Seele mehr. YSL weiß und bejaht das. Aber wie leidet er, weil er als Modeschöpfer nur das irdisch Sichtbare bedient. Das weiß er. Alles ist nur Oberfläche, Schenkel in Strumpfhosen und Nippel. Nichts hat Tiefe. Also versuchen er und seine Genossen, die seelische Tiefe in das Oberflächliche zu ziehen, die Heilige Kirche auf die Erde, den goldenen Aufzug des Himmels in die Weltverbesserung, wie die Jesuiten der Einfachheit. Oh, da steht ja ein Maybach. Da ist ein YSL Brustnippel. Da ist ein menschlich einfacher NOM mit Campingtisch Altar und Holzpatene. YSL war sensibel genug, das Problem zu erkennen. Die Jesuiten sind es nicht. Ihr Hass ist viel größer. James Martin SJ schreit sehr nach der Hölle.

Bitte, coole und moderne Konzilskleriker, wenn ihr noch einen Funken von Anstand habt, verlasst die Heilige Kirche. Wir werden euch nicht verfolgen. Ihr werdet euch verantworten müssen, aber nicht vor uns, die wir sehr schlimm sind. Das ist kein Witz!

Hier sind Texte meiner geliebten Schwestern:

Gertrud von Helfta, Gesandter der göttlichen Liebe

Mechthild von Magdeburg, Ich tanze, wenn du mich führst, Das fließende Licht der Gottheit