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Maria, Siegerin in allen Schlachten. Glaube das, lieber Leser!

Ein Dogma über die Jungfrau Maria, ihre Unbefleckte Empfängnis, das uns Gott durch den seligen Papst Pius IX. schenkte, stellt die Häresien der heutigen Zeit total in den Schatten. Sie werden alle verschwinden und die Herrlichkeit und Macht der Muttergottes, der Unbefleckten, wird uns wieder die Schönheit der Wahrheit Gottes zurückbringen.

Wenn die Not am Höchsten ist, wird sie machtvoll auftreten.
Lassen wir unsere Nerven nicht aufreiben durch das Chaos der heutigen Welt.
Unseren Glauben kann uns keiner nehmen.

Die Enzyklika trägt den Titel: Ineffabilis Deus

Ein kleiner Auszug.

"Das Protoevangelium

20
Denn die in der himmlischen Offenbarung wohl bewanderten Väter und Schriftsteller der Kirche hielten nichts für wichtiger, als in den Werken, die sie zur Erklärung der Schrift, zur Verteidigung des Glaubens und zur Belehrung der Gläubigen verfassten, die höchste Heiligkeit und Würde der Jungfrau, ihr Freisein von jeder Sündenmakel und ihren herrlichen Sieg über den schlimmsten Feind des Menschengeschlechtes in vielfacher und bewundernswerter Weise wie in edlem Wettstreit zu verkünden und hervorzuheben.

Sie kommen immer wieder auf die Worte zu sprechen, mit denen Gott das zur Erneuerung der Menschheit von seiner Güte vorgesehene Rettungsmittel am Anfang der Welt ankündigte und damit einerseits den Übermut der verführerischen Schlange zurückwies, anderseits aber auch die Hoffnung unseres Geschlechte, in wunderbarer Weise wieder aufrichtete; es war damals, als Gott sprach: Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinen Nachkommen und ihren Nachkommen[6];

sooft also die Väter darauf zu sprechen kamen, erklärten sie, dass durch diesen Ausspruch Gottes klar und deutlich auf den barmherzigen Erlöser des Menschengeschlechtes, auf den eingeborenen Sohn Gottes, Christus Jesus, hingewiesen werde und damit auch auf seine heiligste Mutter, die Jungfrau Maria, und dass damit zugleich die unerbittliche Feindschaft beider mit dem Teufel klar angedeutet werde.

Wie also Christus, der Mittler zwischen Gott und den Menschen, nach der Annahme der menschlichen Natur die Urkunde, die gegen uns zeugte, zerriss und sie als Sieger an das Kreuz heftete, so hatte auch die heiligste Jungfrau, die ganz innig und unzertrennlich mit ihm verbunden ist, mit ihm und durch ihn ewige Feindschaft mit der giftigen Schlange; sie triumphierte über sie in vollkommenster Weise und zertrat so ihren Kopf mit ihrem makellosen Fuß.

b) Vorbilder im Alten Testament

21
Diesen herrlichen und ganz einzigartigen Triumph der allerseligsten Jungfrau, ihre ganz ausgezeichnete Unschuld, Reinheit, Heiligkeit und Unversehrtheit von jeder Sünde, diese unaussprechliche Fülle und Erhabenheit aller himmlischen Gnaden, Tugenden und Vorzüge haben die Väter schon in der Arche Noes vorgebildet gesehen, die auf Gottes Anordnung erbaut wurde und dem allgemeinen Untergang der ganzen Welt heil und unversehrt entging.

Sie sahen ein Vorbild auch in jener Leiter, die Jakob von der Erde bis in den Himmel reichen sah, auf der die Engel Gottes auf- und niederstiegen und auf deren oberster Sprosse der Herr selbst ruhte. Auch der Dornbusch gehört hierher, den an heiliger Stätte Moses ringsum brennen sah, der jedoch in den lodernden Flammen des Feuers nicht bloß nicht verzehrt oder im geringsten verletzt wurde, sondern gar anmutig grün aufblühte.

Maria gleicht jenem vor dem Feind unüberwindlichen Turm, von dem tausend Schilde, Schutzwehr und Rüstung für Helden herabhängen. Sie gleicht dem verschlossenen Garten, den die Tücke des Nachstellers weder zertreten noch schädigen kann.

Maria ist die glänzende Stadt Gottes, deren Grundfeste auf dem heiligen Berge ruht; sie ist der hehre Tempel Gottes, der leuchtend im göttlichen Strahlenglanz erfüllt ist von der Herrlichkeit Gottes. Außer diesen Bildern zählen die Väter noch viele andere auf, die die erhabene Würde der Gottesmutter, ihre unversehrte Unschuld und ihre nie von einer Makel getrübte Heiligkeit bedeutungsvoll versinnbilden.

22 Um diese unstreitig höchste unter allen Gottesgaben, eben diese ursprüngliche Unversehrtheit der allerseligsten Jungfrau, von der Jesus geboten wurde, zu erklären, haben die gleichen Kirchenväter sich auch der Aussprüche der Propheten bedient. Und diese wiederum meinen Maria, wenn sie sprechen von der reinen Taube, dem heiligen Jerusalem, dem erhabenen Thron Gottes, der Bundeslade der Heiligung, dem Haus, das die ewige Weisheit sich geschaffen, der Königin, die von Wonnen überfließend und geschmiegt an ihren Geliebten aus dem Munde des Allerhöchsten hervorging, ganz vollkommen, schön und Gott überaus angenehm und nie von einer Makel der Sünde befleckt...."

Wenn wir das bedenken, liebe Leser, dann fürchten wir nichts mehr, sondern stellen uns der Muttergottes als ihre treuen Diener anheim, in ihren Dienst.