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Santiago74
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Hl. Thomas von Aquin - Gegen den Islam

Mit dem Islam setzt sich Thomas von Aquin in der Summa contra gentiles - Summe gegen die Heiden auseinander, die er auf Bitten des hl. Raimund von Peñafort verfasste mit Blick auf die Muslim-Mission in Spanien. Thomas beurteilt den Islam als heidnische Religion. Er erklärt, dass Mohammed für die Richtigkeit seiner Lehre keine Beweise erbracht habe, "eher könnte man sagen, dass er das Wahre, das er gelehrt hat, mit vielen Fabeleien und völlig falschen Lehren vermischt hat." Den Traktat De rationibus fidei verfasst der hl. Thomas, seiner Summa contra gentiles eng angelehnt, ebenfalls als Lehrbuch für die Muslim-Mission. Er sagt darin u.a.:

"Der christliche Glaube besteht hauptsächlich im Bekenntnis zur Heiligen Dreifaltigkeit, und besonders rühmt er sich des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, denn das Wort des Kreuzes ist, wie Paulus sagt, wenn es auch für die, die verloren gehen, eine Torheit ist, doch für die, die gerettet werden, das sind wir, eine Gotteskraft. Unsere Hoffnung besteht ferner in zweierlei, nämlich darin, was man nach dem Tod erwartet, und in der Hilfe Gottes uns in diesem Leben durch Werke des freien Willens zukünftige Glückseligkeit zu erwerben" - Thomas von Aquin, De rationibus fidei "Dies ist es ja, was von den Ungläubigen bekämpft und verspottet wird: Die Sarazenen spotten nämlich darüber, dass wir Christus als Sohn Gottes bezeichnen, wo doch Gott keine Frau habe. Und sie betrachten uns als verrückt, weil wir uns zu drei Personen in Gott bekennen; denn sie glauben, dass wir uns dadurch zu drei Göttern bekennen. Sie spotten auch darüber, dass wir behaupten, Christus, der Sohn Gottes, sei zur Erlösung des Menschengeschlechts gekreuzigt worden, weil wenn Gott allmächtig sei, er das Menschengeschlecht ohne das Leiden seines Sohnes hätte erlösen können; er hätte den Menschen auch gleich so erschaffen können, dass er nicht sündigen könne ... Als erstes muss bedacht werden, dass der Spott, mit dem uns die Sarazenen verfolgen, weil wir Christus als Sohn Gottes betrachten, als ob Gott eine Frau gehabt habe, seinerseits lächerlich ist: denn weil sie selbst dem Irdischen verhaftet sind, können sie sich nur Dinge vorstellen, die aus Fleisch und Blut bestehen. …Gott aber besitzt keine körperliche Natur, so dass er einer Frau bedürfte, mit der er sich zur Zeugung eines Nachkommen vereinigen müsste; er besitzt vielmehr eine geistige bzw. vernunftgemäße Natur, ja sogar eine, die über alle Vernunft hinausgeht; daher ist bei Ihm die Zeugung gemäß dem zu verstehen, was einer geistigen Natur angemessen ist... In gleicher Verblendung ihres Geistes verspotten die Sarazenen den christlichen Glauben, wonach Christus, der Sohn Gottes, gestorben ist, denn die Tiefe dieses so großen Mysteriums können sie nicht begreifen." - Thomas von Aquin, De rationibus fidei
Salzburger
Achweh, da sieht man wieder, daß M.GRABMANN den Hl.THOMASv.A. nicht zu UnRecht als Liberalen skizzierte: Der christliche Glaube besteht nicht "hauptsächlich" im Bekenntnis zur Heiligen Dreifaltigkeit - so als ob der Glaube eine AdDition von Wahrheiten wäre -, sondern die TRINITÄT ist Spitze/Licht/AusGangsPunkt aller weniger zentralen Wahrheiten.
Santiago74
"so als ob der Glaube eine AdDition von Wahrheiten wäre -," Das ist ihre eigene Schlussfolgerung, die Sie nicht dem hl. Thomas unterstellen sollten. Auch Grabmann sozusagen als "Autoritätsargument" zu bringen, ist da wenig hilfreich. Und denken Sie ernsthaft, dass Thomas bestreitet, dass die "TRINITÄT [ist] Spitze/Licht/AusGangsPunkt aller weniger zentralen Wahrheiten (und welche sollen das …More
"so als ob der Glaube eine AdDition von Wahrheiten wäre -," Das ist ihre eigene Schlussfolgerung, die Sie nicht dem hl. Thomas unterstellen sollten. Auch Grabmann sozusagen als "Autoritätsargument" zu bringen, ist da wenig hilfreich. Und denken Sie ernsthaft, dass Thomas bestreitet, dass die "TRINITÄT [ist] Spitze/Licht/AusGangsPunkt aller weniger zentralen Wahrheiten (und welche sollen das überhaupt sein...)" ist?
Salzburger
@Santiago74 Aber es steht nicht nur so an dieser Stelle, sondern zieht sich durchs GesamtWerk.
Santiago74
Dann bitte ich um entsprechende -kontextuelle- Belege aus dem gewaltigen Gesamtwerk des Aquinaten. Haben Sie selbiges tatsächlich gründlich genug studiert, um hier solcherlei irrige Behauptungen aufzustellen?
Santiago74
Weiteres über den falschen Propheten Mohammed:" Er verlockte die Völker durch Versprechung fleischlicher Genüsse, zu deren Verlangen die fleischliche Begierde anstachelt. Auch hat er Gebote gegeben, die zu diesen Versprechungen passen und denen fleischliche Menschen leicht gehorchen.

Auch Belege für die Wahrheit hat er nicht beigebracht, ausser solchen, die leicht von jedem halbwegs Weisen …More
Weiteres über den falschen Propheten Mohammed:" Er verlockte die Völker durch Versprechung fleischlicher Genüsse, zu deren Verlangen die fleischliche Begierde anstachelt. Auch hat er Gebote gegeben, die zu diesen Versprechungen passen und denen fleischliche Menschen leicht gehorchen.

Auch Belege für die Wahrheit hat er nicht beigebracht, ausser solchen, die leicht von jedem halbwegs Weisen durch natürliche Geisteskraft erkannt werden können. Ja, sogar das Wahre , das er lehrte, hat er mit vielen Fabeln und grundfalschen Lehren vermischt. Auch hat er keine übernatürlich gewirkten Zeichen (Wunder) in den Dienst der Sache gestellt.

Er hat vielmehr gesagt, er sei in der Macht der Waffen gesandt: Zeichen, die auch Räubern und Tyrannen nicht fehlen.

Auch haben ihm am Anfang nicht irgendwelche in göttlichen und menschlichen Dingen geübte Weise geglaubt, sondern tierische Menschen, die in Wüsten lebten, jeder Lehre durchaus unkundig, durch deren Menge er andere mit Waffengewalt unter sein Gesetz gezwungen hat.

Auch legten für ihn keine göttlichen Weissagungen vorausgehender Propheten Zeugnis ab; alle Belege des Alten und des Neuen Testamentes entstellt er vielmehr durch fabelndes Erzählen, wie dem deutlich wird, der sein Gesetz liest; des wegen überliess er auch mit listiger Berechnung die Bücher des Alten und Neuen Testamentes seinen Gefolgsleuten nicht zum Lesen, damit er durch sie nicht der Unwahrheit überführt werde. Daher ist offenbar, dass die, die seinen Ansprüchen Glauben schenken, leichtfertig glauben."
Boni
Das Schöne bei Thomas ist, dass er immer erst die Argumente der Gegner grûndlich würdigt.
Mission 2020
Ja dieser Artikel dient zum Heil der Seelen und ist überaus kostbar.