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Benedikt XVI.: Mission der Juden ist „nicht notwendig”

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. bekennt in der jüngsten Ausgabe des Magazins „Herder Korrespondenz“, dass er sich nicht für die Evangelisierung der Juden ausgesprochen hat. Es gehe nicht um Mission, sondern um Dialog.

Für Benedikt XVI. sind Judentum und Christentum „zwei Weisen der Auslegung der Schrift“ [die sich widersprechen und darum nicht beide wahr sein können].

Der emeritierte Papst schreibt, dass der Missionsauftrag Christi alle Völker und Kulturen betrifft und universal sei. Doch er widerspricht dieser Aussage, indem er „eine Ausnahme“ behauptet: „Eine Mission der Juden war einfach deshalb nicht vorgesehen und nicht nötig, weil sie allein unter allen Völkern den ,unbekannten Gott‘ kannten.“

Die These von Benedikt XVI. widerspricht dem Neuen Testament, wonach Christus seine Apostel zunächst exklusiv zu den Juden gesandt hat. Erst später wurden die Heiden in die Mission einbezogen.

Die Juden von der Erlösung Christi, dem höchsten Gut auf Erden, auszuschließen, ist Antisemitismus.

Bild: © Mazur/catholicnews.org.uk, CC BY-NC-SA, #newsHwvldcjbxi
Eugenia-Sarto
Im "klassischen Stil", was immer damit gemeint ist, am Besten nach der Methode des heiligen Thomas und der früheren Missionare, ist die Mission am erfolgreichsten. Auch heute, gerade heute, wollen die Menschen alles erklärt bekommen. Also am Besten mit der Dogmatik.
PaulK
@Immaculata90
Ihre Ausdrucksweise finde ich angemessen, vor allem angesichts der Tatsache, dass es hier um Fragen des Heils geht. Man muss Verrätern wie Ratzinger widersprechen. @Tradition und Kontinuität betreibt eben Papolatrie, vermutlich weil Ratzinger ein Deutscher ist oder aus Verblendung bzw. Unkenntnis der katholischen Lehre über das Papsttum.
Tradition und Kontinuität
@Immaculata90
Sie sollten sich schämen, in diesem Ton über Benedikt zu reden.
Tradition und Kontinuität
Benedikt hat im Prinzip recht. Auch Juden können das Heil erlangen; das hängt auch vom Grad der Erkenntnis der Wahrheit ab, den jeder einzelne hat. Jesus sagt: "Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns" (Markus 9,40). Natürlich sollten wir auch versuchen, die Juden für Christus zu gewinnen, was Benedikt überhaupt nicht bestreitet. Nur sollte das eben nicht durch Missionierung im klassischen …More
Benedikt hat im Prinzip recht. Auch Juden können das Heil erlangen; das hängt auch vom Grad der Erkenntnis der Wahrheit ab, den jeder einzelne hat. Jesus sagt: "Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns" (Markus 9,40). Natürlich sollten wir auch versuchen, die Juden für Christus zu gewinnen, was Benedikt überhaupt nicht bestreitet. Nur sollte das eben nicht durch Missionierung im klassischen Sinne geschehen.
Eugenia-Sarto
Ablehnung der Judenmission ist schlimm. Sie müssen missioniert werden, denn am Ende werden auch die Juden in die Kirche eintreten, wenn einer der Propheten (Elias oder Hennoch) ihnen predigen wird.
Immaculata90
Man fragt sich, was in diesem Greis vorgeht, der in Kürze vor Gottes Richterstuhl erscheinen muß! Hat unser Herr nicht selbst gesagt, "gehet hin und lehret alle Völker und macht sie zu meinen Jüngern - wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet werden, wer aber nicht glaubt, wird verdammt"? Mit ist nicht bekannt, daß unser Herr die Juden davon ausgenommen hätte, da er sich ja selbst in …More
Man fragt sich, was in diesem Greis vorgeht, der in Kürze vor Gottes Richterstuhl erscheinen muß! Hat unser Herr nicht selbst gesagt, "gehet hin und lehret alle Völker und macht sie zu meinen Jüngern - wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet werden, wer aber nicht glaubt, wird verdammt"? Mit ist nicht bekannt, daß unser Herr die Juden davon ausgenommen hätte, da er sich ja selbst in erster Linie als zu ihnen gesandt erklärte. Wenn die Juden ohne Christus gerettet werden können, dann heißt es letztlich, dem hl. Paulus zu widersprechen, der uns im Galaterbrief mahnt: "Wer euch ein anderes Evangelium verkündet, als ich es getan habe, der sei verdammt, und wenn es ein Engel vom Himmel wäre!" Offenbar paßt doch kein Blatt Papier zwischen Ratzinger und dem Satanisten Berg 🤮 glio, und handelt es sich beim ersteren um den von Malachi Martin detailliert beschriebenen "Prof. Reinverstand", der 1963 die Thronerhebung Satans im Vatikan höchstpersönlich auf ihre korrekte Durchführung überwachte. Das Petrusamt hat er ja durch seinen "Rücktritt" nachhaltig genug beschädigt, anstelle sich auf einen heiligen Tod vorzubereiten, belästigt er die Christenheit bis zuletzt mit solch antichristlichen Pamphleten! Gott, sei seiner Seele gnädig!
Tesa
So sieht das Cover aus (wie ein Krimi im ZDF: "Die Entgegnung")
Klaus Elmar Müller
An @SvataHora: Sache und Person auseinanderhalten - das hielt schon der hl. Augustinus für wichtig.
SvataHora
@Klaus Elmar Müller - Nein! Irrlehre bleibt Irrlehre! Da gibt es keine "Nachsicht"! Was sagt St. Paulus in Galater 1:8 ? "Wenn aber auch wir oder ein Engel vom Himmel euch Evangelium anders verkündigt, als ihr von uns empfangen habt, der sei verflucht!" Für Benedikt gibt es also nur zwei Möglichkeiten: Buße und diesen Irrtum widerrufen - oder dafür büßen! - Dieser Spruch von Benedikt ist …More
@Klaus Elmar Müller - Nein! Irrlehre bleibt Irrlehre! Da gibt es keine "Nachsicht"! Was sagt St. Paulus in Galater 1:8 ? "Wenn aber auch wir oder ein Engel vom Himmel euch Evangelium anders verkündigt, als ihr von uns empfangen habt, der sei verflucht!" Für Benedikt gibt es also nur zwei Möglichkeiten: Buße und diesen Irrtum widerrufen - oder dafür büßen! - Dieser Spruch von Benedikt ist elementar und von größter Brisanz und ist somit nicht einfach leichtfertig abzutun. Not just peanuts!
Klaus Elmar Müller
An @SvataHora: Irrige Äußerungen eines Papstes sind halt immer die eines Stellvertreters Christi und verdienen dennoch dieselbe Nachsicht, die wir uns selber gönnen.
SvataHora
@Klaus Elmar Müller - Ich war sehr glücklich darüber, dass Benedikt wieder würdige Gewänder benutzte, die etwas vom Abglanz des Himmlischen reflektierten. - Klar, alle Sünden sind Kotflecken. Wenn Benedikt mal vor Wut ein Fluch entfahren wäre, dann wäre das (z.B.) eine Sünde, die er aber bestimmt als solche erkannt und bekannt hätte. Es wäre ein Versagen aufgrund menschlicher Schwäche gewesen. -…More
@Klaus Elmar Müller - Ich war sehr glücklich darüber, dass Benedikt wieder würdige Gewänder benutzte, die etwas vom Abglanz des Himmlischen reflektierten. - Klar, alle Sünden sind Kotflecken. Wenn Benedikt mal vor Wut ein Fluch entfahren wäre, dann wäre das (z.B.) eine Sünde, die er aber bestimmt als solche erkannt und bekannt hätte. Es wäre ein Versagen aufgrund menschlicher Schwäche gewesen. - Jedoch zu behaupten, dass Judenmission nicht nötig sei - da hätte er mal mit dem hl. Paulus und den anderen Aposteln reden müssen: die von Jesus befohlene Weltmission begann genau mit den Juden! Wie konnte also "Papst Benedikt" als "Stellvertreter Christi auf Erden, als Nachfolger Petri" solch einen häretischen Spruch loslassen?! Das war kein Versagen, kein Ausrutscher; sondern das ist seine Meinung und somit glattweg eine Irrlehre! Kein wahrer (vorkonziliarer) Papst hätte jemals solche diabolischen Worte in den Mund genommen. Benedikt XVI. war von den "nachkonziliaren Päpsten" der harmloseste - aber ganz harmlos war er eben leider doch nicht!
@Lucullus Ich verstehe sehr wohl. Und vielleicht haben Sie ja auch meinen etwas längeren Kommentar etwas weiter unten gelesen, in dem ich festgehalten habe, was ich von Papst Benedictus XVI und dem zweiten vatikanischen Konzil halte. Darf ich aus Ihrer Feindschaft gegenüber dem derzeitigen Papst Benedictus XVI schließen, dass die das zweite vatikanische Konzil als Ganzes ablehnen?
Klaus Elmar Müller
@SvataHora: Jede unser aller Sünden mögen Sie "Kotflecken" nennen, aber Sie sollten Papst Benedikt XVI. nicht beleidigen! "Prächtige Gewänder lieben"? Es geht um den Erhalt liturgischer Traditionen, die teils auf den konstantinischen Kaiserhof zurückgehen. Katholiken und Orthodoxe verstehen das eigentlich und schätzen es. - - -Man kann den verehrten Papst Benedikt XVI. in der Sache kritisieren:…More
@SvataHora: Jede unser aller Sünden mögen Sie "Kotflecken" nennen, aber Sie sollten Papst Benedikt XVI. nicht beleidigen! "Prächtige Gewänder lieben"? Es geht um den Erhalt liturgischer Traditionen, die teils auf den konstantinischen Kaiserhof zurückgehen. Katholiken und Orthodoxe verstehen das eigentlich und schätzen es. - - -Man kann den verehrten Papst Benedikt XVI. in der Sache kritisieren: Jesus missionierte seine jüdischen Mitbürger. Mission heißt nicht unbedingt, sich in ein israelisches Dorf auf eine Apfelsinenkiste zu stellen und laut zu predigen; das wäre gewiss inopportun. Aber jüdische Freunde zum Messbesuch bitten, ihnen zeigen, was man schätzt, wäre m.E. eine Art von Mission, zu der man verpflichtet ist.
@michael7 Danke für die Antwort.
@Lucullus Da bin ich ja beruhigt, denn bisher gab es noch keinen Pius XXII auf dem Papstthron.
SvataHora
Solche Sprüche waren wie Kotflecken auf den prächtigen Gewändern, die Papst Benedikt liebte und wieder benutzte und zu Ehren brachte.
michael7
@Einzig gegenwärtig lebender legitimer Papst Benedictus XVI :
Sie schreiben: "Römerbrief 9-11. Dort hält Paulus fest, dass Gnade und Berufung Gottes unwiederruflich ist. Somit ist das Judentum unter keinen Umständen von Gott verstoßen. Nun wird es aber heikel, denn beinhaltet diese Aussage des Paulus nun auch, dass die Juden Jesus nicht brauchen, um das Heil zu erlangen"?
Antwort: Auch im Neuen…More
@Einzig gegenwärtig lebender legitimer Papst Benedictus XVI :
Sie schreiben: "Römerbrief 9-11. Dort hält Paulus fest, dass Gnade und Berufung Gottes unwiederruflich ist. Somit ist das Judentum unter keinen Umständen von Gott verstoßen. Nun wird es aber heikel, denn beinhaltet diese Aussage des Paulus nun auch, dass die Juden Jesus nicht brauchen, um das Heil zu erlangen"?
Antwort: Auch im Neuen Testament sind Gnade und Berufung durch Gott unwiderruflich, die Taufe kann nicht rückgängig gemacht werden. Und doch können Sie, selbst wenn Sie schon getauft sind, durch Abkehr von Christus oder Seiner Kirche verloren gehen!
Es geht für alle Menschen darum, dass der Mensch Gottes Heil, das in Christus erschienen ist, nicht zurückweist, egal ob Jude oder Heide!
Darum muss die Kirche Gottes Heil und den Heiland der Welt allen verkünden, wie es ihr Jesus auch aufgetragen hat! Viele bekehrte Juden oder Heiden klagen darüber, dass viele Christen heute leichtsinnig vergessen, wie grausam es für die Menschen "draußen" ist, ohne den Glauben an Christus und somit auch ohne Licht, ohne wahre Hoffnung und ohne übernatürliche Liebe leben zu müssen! Wir dürfen also auch den Juden, die ja nur etwas vom Sündenfall der Menschheit, aber nichts von wirklicher Erlösung und von der übernatürlichen Gnadengemeinschaft mit Gott wissen, ihren Messias und Heiland nicht vorenthalten. Das Judentum hat ja immer auf einen Messias nicht nur für die Heiden, sondern vor allem auch für die Juden gehofft!
Dass die Kirche niemals gelehrt hat, ein Jude bedürfe der Erlösung und der Gnade Christi nicht, sehen Sie am besten daran, dass die Kirche immer betont hat, dass sogar Maria wie alle anderen Glieder des Menschengeschlechtes und des jüdischen Volkes der Erlösungsgnade Christi bedurfte, selbst wenn ihr diese schon vor der Empfängnis und Geburt im Hinblick auf ihr späteres heldenmütiges "Ja" zu Gott und Seinem heiligen Willen geschenkt wurde und sie deshalb unbefleckt von jeder Erbsünde empfangen worden ist!
Ohne Christus fehlt dem Judentum Wesentliches, das sieht man gerade heute an allen Ecken und Enden, nämlich die wahre Offenbarung Gottes und Seines Heiles. Ohne Jesus bleibt die Menschheit in Sünde verstrickt. Deshalb haben die Apostel, aber auch Jesus, immer auch und vor allem das auserwählte Volk "missioniert" und zur Bekehrung gerufen, siehe die Pfingstpredigt im 2.Kapitel der Apostelgeschichte oder die Missionstätigkeit des Heiligen Paulus, ebenfalls in der Apostelgeschichte!
Elista
@PaulK Ich glaube sowieso nicht, dass es aussichtslos ist 😌
Ich habe viele Beispiele gesammelt, wie Menschen Jesus als Sohn Gottes annehmen
128 - ganz unterschiedliche Menschen finden zu Jesus
79 - Muslime finden zu Jesus
PaulK
@Elista
Dass es aussichtslos ist, hat hier niemand bewiesen. In den USA hat im letzten Jahrhundert der Jesuit Leonard Feeney viele jüdische Menschen zum kath. Glauben geführt. Er hat oft mit Taxifahrern gesprochen und dabei waren auch Juden, die dann zum wahren Glauben gekommen sind. Das war in den 30er und 40er Jahren.
Für mich ist es eine Anmaßung, wenn von vorneherein gesagt wird, das ginge …More
@Elista
Dass es aussichtslos ist, hat hier niemand bewiesen. In den USA hat im letzten Jahrhundert der Jesuit Leonard Feeney viele jüdische Menschen zum kath. Glauben geführt. Er hat oft mit Taxifahrern gesprochen und dabei waren auch Juden, die dann zum wahren Glauben gekommen sind. Das war in den 30er und 40er Jahren.
Für mich ist es eine Anmaßung, wenn von vorneherein gesagt wird, das ginge nicht. Das kann niemand wissen, auch nicht Ratzinger.