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Aquila
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GEHEILT DURCH DEN PRIMIZSEGEN

Heute (8. 1.) ist der Gedenktag des seligen Titus Zeman!

Am 4. Jänner 1915 kam in Vajnory nahe Bratislava in der Slowakei ein kleiner Bub zur Welt: Titus Zeman [sprich: Seman mit weichem s!]. Seine Eltern: Ján Zeman und Agneša geborene Grebečiová.
Titus wuchs als ältestes von 10 Kindern in einer armen, aber gläubigen slowakischen Familie auf, in der eine liebevolle Atmosphäre herrschte. Die Familie musste in einem einzigen Zimmer leben.
Als Titus mit 10 Jahren einmal schwer krank war, bat er Verwandte, die eine Fußwallfahrt nach Šaštín machten, für ihn bei der Schmerzensmutter zu beten, worauf er gesund wurde. Zum Dank dafür wollte er Priester werden. Seine Eltern versuchten wegen der Armut der Familie, ihn davon abzubringen, doch Titus folgte der erkannten Berufung. 1931 trat er in das Noviziat der Salesianer ein. 1940 wurde er in der MARIA-Hilf-Basilika in Turin zum Priester geweiht. Durch seinen Primizsegen wurde der 15-jährige Matej Pilny, der sehr krank war und Blut spuckte, auf der Stelle geheilt. Zunächst wirkte Titus als Priester im Salesianer-Oratorium in Bratislava, später war er Gymnasiallehrer in Trnava (Tyrnau). Im Jahr 1946 wurde er aus dem Schuldienst entlassen, weil er sich der kommunistischen Schulaufsicht, die das Entfernen der Kreuze aus den Klassenzimmern anordnete, nicht beugte. Anschließend war er Kaplan in Šenkvice (Schenkwitz).
In der Slowakei wurden in der sogenannten „Nacht der Barbaren” (am 13. April 1950) fast 900 Ordensleute verhaftet und in Sammelklöstern interniert. Titus blieb zunächst in Freiheit und konnte vielen Priestern zur Flucht nach Italien verhelfen. Eines Tages aber wurde er verhaftet und in der Folge schrecklichen Folterungen ausgesetzt. Es wurden ihm unzählige Schmerzen zugefügt, mit Schlägen und Fußtritten wurden ihm Zähne ausgeschlagen, es wurde ihm das Schlüssel- und das Nasenbein gebrochen, man ließ ihn nackt in der Winterkälte stehen usw. Pater Titus aber betete für seine Peiniger. Am 10. März 1964 wurde er aus dem Gefängnis entlassen. Durch Haft und Folterungen war er gesundheitlich schwer angeschlagen. Ab 1967 durfte er wieder die Heilige Messe feiern und 1968 (aufgrund des sogenannten „Prager Frühlings”) wieder als Seelsorger wirken. Er starb nach zwei Herzinfarkten am 8. Jänner 1969 in Bratislava im Alter von 54 Jahren.
Im Jahr 2010 wurde für Pater Titus Zeman das Seligsprechungsverfahren eingeleitet, und am 30. September 2017 wurde er in Bratislava seliggesprochen.
Deo gratias!
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Vajnory (deutsch Weinern, ungarisch Pozsonyszőllős bis 1907 Szőllős) heute ein Stadtteil von Bratislava (bis 1919 slowakisch Prešporok, deutsch Pressburg oder Preßburg, ungarisch Pozsony)

Šaštín deutsch (Maria) Schoßberg, ungarisch Sasvár)
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Aquila
Es ist schlimm und traurig, wenn wirkliche Wunder in Zweifel gezogen und gar auf die Stufe von teuflischen Scheinwundern gestellt werden!
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gennen
Pater Titus war noch ein wahrer Priester. Pater Titus lass uns auch so standhaft sein im Glauben, so wie du.
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