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M.RAPHAEL

Die große Täuschung

Ein eher unbeteiligter Beobachter könnte heutzutage den Eindruck gewinnen, dass die traditionellen Katholiken Verschwörungstheorien nicht abgeneigt sind, besonders in Bezug auf die Instrumentalisierung des Corona Virus und entsprechende Impfstoffe für die Errichtung einer neuen Weltordnung (NWO, Great Reset). Es stellt sich allerdings die Frage, ob diese Befürchtungen wirklich so verrückt und unseriös sind, wie es die modernen und intellektuellen Weltmenschen gerne hätten. Ich glaube nicht. Im Gegenteil, es wäre unvernünftig, den in den öffentlichen Medien verbreiteten Informationen kritiklos zu vertrauen. Zu viel Porzellan ist dafür schon zerschlagen worden. Auf Ehrenworte oder Versprechen kann man wohl nicht mehr viel setzen. Gerade das Internet zeigt oft auf, welche menschenverachtende und egoistische Intentionen hinter vermeintlich hehren Zielen tatsächlich stehen.

Wie schon der Kampf gegen Preisabsprachen und Kartelle zeigt, gilt auch für Verschwörungsinitiativen, dass es meistens kein zentrales „Oberkommando“ gibt, sondern dass einschlägige Interessengruppen „zusammenspielen“ (collusion/colludo), um ihre Macht und ihren Wohlstand zu Lasten der Allgemeinheit auszubauen. Oft brauchen sie noch nicht mal konkrete Absprachen wenn sie gut vernetzt sind und durch eine gemeinsame Bildung (Wirtschaftseliteschulen, Goldman Sachs, Black Rock, etc.) auf bestimmte Informationen ähnlich reagieren. Wie in einer Schwarmintelligenz handelt jeder Agent für sich, aber alle gerade so, dass sie gemeinsam das Ziel der Machtsteigerung gegenüber der außenstehenden Öffentlichkeit erreichen. Niemand kann ihnen eine Verschwörung vorwerfen. Sie werden immer behaupten, dass ja jeder nur seine eigenen Interessen verfolgt. Wichtig ist, dass die Öffentlichkeit bewusst betrogen werden muss. Denn wenn ALLE die gleichen Informationen und entsprechenden Antwortschemata hätten, könnte die relative Bereicherung gegenüber den anderen nicht stattfinden. Das Leben ist fast überall ein Nullsummenspiel. Entweder gewinnt der eine oder der andere. Will man zu den Gewinnern oder den Verlierern gehören? Am besten rottet man sich mit Gleichgesinnten zusammen und haut den anderen ins Gesicht, während man ihnen unablässig durch eine hervorragende Desinformationskampagne mit kurzen Röcken vorgaukelt, wie lieb man sie hat und wie man sie auf diese Weise nur verschönern will.

Ähnliches gilt für die Politik. Linksintellektuelle, Altkommunisten, Homosexuelle und Feministinnen möchten eine matriarchale Gesellschaft. Das ist ihr Schwarmziel. Um die traditionell patriarchale Kultur zu zerstören, muss sie durch fremde, d.h. internationale, Traditionen, Werte und Informationen relativiert werden. Die daraus folgende offene und diverse Gesellschaft stellt sicher, dass der neue Supermensch (der sensible Mann und die starke Frau) durch „alte“ Regeln nicht mehr eingeschränkt wird. Niemand darf mehr Treue verlangen. Die traditionell gesinnten Menschen werden natürlich durch diese aggressive, den einzelnen Übermenschen anstrebende Schwarmintelligenz zu Verlierern. Treue, Sicherheit in den Innenstädten, gegenseitige Hingabe, Aufopferung und Wahrhaftigkeit verschwinden. Umso mehr die egoistische Gier zur Herrschaft gelangt, umso unsicherer werden Menschen, die sich noch nach der heiligen Familie sehnen.

Das internationale Großkapital hat ebenfalls das Ziel einer grenzenlosen Gesellschaft. Die europäisch bürgerliche Kernfamilie war immer eine große Gefahr für die Gier. Deren Bildung und Disziplin erlaubt ihr, sich in effektiven Gewerkschaften und Parteien so zu organisieren, dass sie dem globalen Gewinnstreben durch Grenzziehungen wirklich gefährlich werden kann. Also müssen stattdessen die Grenzen fallen und die Bevölkerungen sich global vermischen. Die Schwarmintelligenz dieser machtorientierten globalen Oligarchie besitzt ausreichend medialen Einfluss, die Menschen durch ein unaufhörliches Marketing auf allen Kanälen entsprechend zu beeinflussen. Wiederrum soll die Demut und Liebe in Form der heiligen Familie abgeschafft werden.

Natürlich werden all diese gesellschaftlichen Veränderungen nur durch die rasanten Entwicklungen in der Hochtechnologie (Computer, Internet, Medizin (Viren, Reproduktion, etc.)) überhaupt erst möglich gemacht. Wenn die Mehrheit der Menschen dann zu Egoisten wird und sich von der göttlichen Liebe und Treue abwendet, muss das respektiert werden. Niemand darf zu seinem Heil gezwungen werden. Aber der fromme Katholik muss diese Menschen für ihre Sünden nicht lieben. Er darf das gar nicht.

Bis sie sich entschieden haben, muss die Kirche sie warnen. Hier kommen Erzbischof Vigano und Weihbischof Schneider ins Spiel. Sie verkünden keine Verschwörungstheorien, sondern machen echte aber verdunkelte Machtaneignungsversuche bestimmter Interessen, die sich gegen Gott richten, offensichtlich. Für viele wirkt das dann erst mal überzogen oder paranoid. Das nutzt der Aggressor aus, der nicht erkannt werden will. So wird er versuchen, jede Kritik als verrückt, fanatisch und verschwörungswahnsinnig lächerlich zu machen und dadurch schon im Keim zu ersticken. Der Ruf des Kritikers muss vernichtet werden. Dann wird das, was er behauptet, mit ihm ebenso diskreditiert. Das Schwarmziel darf nicht öffentlich bewusst werden. Jeder Teufel muss den Anspruch der Heiligkeit, der Unschuld und der allgemeinen Mitmenschlichkeit aufrechterhalten, wenn er seine rücksichtslosen Machtinteressen durchsetzen möchte. Das ist u.a. der Grund für die mächtigen Public Relations Abteilungen in allen entsprechenden Institutionen.

Leider warnt die Konzilskirche nicht, im Gegenteil. Anstatt ihrer traditionellen Lehre hat sie selber ein neues und weitgehend verheimlichtes Schwarmziel adoptiert. Sie teilt das linksliberale Ziel der Globalisten. Sie tut nichts gegen Abtreibungsbefürworter, Ehebrecher, aktive Homosexuelle oder Geburtenkontrolle Bejaher. Trotz CIC § 915 spendet sie die Kommunion auch an diese Menschen. Das ist ein unglaublicher Skandal, eine große Täuschung der Kinder Gottes. Wenn sie den Frommen heute eine Aussage im Sinne der Tradition liefert, wird ein hochrangiger Kleriker diese ein oder zwei Tage später im Sinne der globalen Gutmenschenpartei relativieren. Es ist immer dasselbe. Man kann die Uhr danach stellen. Eine Warnung findet so nicht mehr statt. Jede fromme Militanz ist kalt gestellt, noch bevor sie sich überhaupt äußern kann. Damit das so bleibt, wird gnadenlos auf die Einheit und den Gehorsam gepocht, von Menschen die Gott die Nase drehen. Gott weiß das. Sie werden sich wundern.