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Peter Schäfer: Die Entstehung des Christentums aus dem Judentum - oder umgekehrt?

Ostern markiert den grossen Einschnitt für die Entstehung des Christentums. Das junge nachösterliche Christentum ist -vermeintlich - aus dem Judentum entstanden. Das ist bekannt. Neuerdings wird …More
Ostern markiert den grossen Einschnitt für die Entstehung des Christentums. Das junge nachösterliche Christentum ist -vermeintlich - aus dem Judentum entstanden. Das ist bekannt. Neuerdings wird umgekehrt die Rückwirkung dieses Prozesses auf das Judentum erforscht. Aufregende Erkenntnisse ergeben sich beim doppelten Blick auf das Werden des Christentums und umgekehrt auf das sich verändernde Judentum der ersten Jahrhunderte unserer Zeitrechnung. Neu stellt sich dabei die Frage, wer ist aus wem entstanden? Wer hat wen beeinflusst? Und welche Unterschiede sind Folgen von polemischen Abgrenzungen? Brigitta Rotach spricht mit dem renommierten Religionswissenschaftler Peter Schäfer über die nachösterlichen Geburtswehen der sich auseinander dividierenden Religionsgemeinschaften. Buchtipp: Peter Schäfer, Jesus im Talmud. Mohr Siebeck, Tübingen 2007 Keine Wiederholungen der Sternstunde Religion. VHS- oder DVD-Bestellung direkt: sternkopien@sf.tv
Boni
Die wahre Erbin der Kirche des Alten Testaments ist die römisch-katholische.
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Copertino
Wie der von mir eingestellte Beitrag "Ambrosian chant" zeigt, gilt die These von Peter Schäfer sogar bis in den Bereich der liturgischen Musik, z. B. der Übernahme des Schemas des polyphonen Kirchenliedes und Einführung der Orgel als Begleitinstrument in europäischen Synagogen: www.youtube.com/watch
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@Ischa

Was belustigt Sie denn so?
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Boni
Selbstredend ist das Judentum als Religion aus dem Christentum hervorgegangen. Als früheste und offenste Form des Protestantismus. 600 Jahre nach dem nahöstlichen entstand der arabische Protestantismus, vulgo Mahometismus. Knapp 1000 Jahre nach diesem dann der mitteldeutsche Protestantismus. Das weiß doch jeder.
Was für ein Eiertänzer dieser Vortragende doch ist. Aber trotzdem bleibt vieles sehr interessant. Aber diese unsägliche Scham der beiden, daß das Judentum in christlich inspirierten Schriften nicht mit Lob bedacht wird. Die "Schoah", - man tut so, als wäre das ein seit dem Altertum fest eingeführter Begriff -, darf natürlich auch nicht fehlen.
Copertino
@Maximos101 Der Begriff "Eiertänzer" bringt es auf den Punkt: Mit jeden Satz sichert sich Schäfer ab, und man spürt förmlich seine Ambivalenz, mit der er einen schmalen Pfad sucht zwischen der Glaubwürdigkeit als unparteiischer Forscher und dem Vermeiden auch nur den Anflug des Schatten eines Vorwurfs auf sich zu lenken, er bediene antisemitische Stereotypen. Kommt dazu, dass seine Interviewpa…More
@Maximos101 Der Begriff "Eiertänzer" bringt es auf den Punkt: Mit jeden Satz sichert sich Schäfer ab, und man spürt förmlich seine Ambivalenz, mit der er einen schmalen Pfad sucht zwischen der Glaubwürdigkeit als unparteiischer Forscher und dem Vermeiden auch nur den Anflug des Schatten eines Vorwurfs auf sich zu lenken, er bediene antisemitische Stereotypen. Kommt dazu, dass seine Interviewpartnerin Brigitta Rotach, die am "Haus der Religionen" in Bern beschäftigt ist oder war, jüdischer Abstammung ist. Wenn man diesen Umstand in Betracht zieht versteht man auch einige ihrer Reaktionen besser, auch wenn sie sich sichtlich bemüht, einen neutralen Ton zu wahren.
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Copertino
Schäfers Buch "Jesus im Talmud" ist übrigens durchaus lesenswert, denn die antichristliche Polemik im nachjesuanischen Judentum gegen den Strich zu bürsten und als indirekte historische Quelle zu nutzen, z.B. für den Glauben an die Realpräsenz in der frühen Kirche, ist ein spannender und starker Ansatz der christlichen Apologie.
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Absolut, Schäfers wiss. Œuvre (und Methode) ist in vielerlei Hinsicht herausragend, ja beinahe schon als bahnbrechend zu bezeichnen. Hier zwei einschlägige Titel:

1. Peter Schäfer: "Die Geburt des Judentums aus dem Geist des Christentums: Vorlesungen zur Entstehung des rabbinischen Judentums."

2. Peter Schäfer: "Jesus im Talmud."
@Ischa ; Bevor Sie eine solch weitreichende exegetische Zuweisung vornehmen, würde ich doch einmal die gängigen Sammlungen der approbierten Schriftausleger heranziehen, wie z. B. Cornelius a Lapide. Die Links finden Sie im Internet. Was halten Sie davon, daß der Tag der Heimsuchung jener war, da der Heiland in Menschengestalt an die Tür klopfte, Israel nicht hören wollte und dafür vierzig Jahre …More
@Ischa ; Bevor Sie eine solch weitreichende exegetische Zuweisung vornehmen, würde ich doch einmal die gängigen Sammlungen der approbierten Schriftausleger heranziehen, wie z. B. Cornelius a Lapide. Die Links finden Sie im Internet. Was halten Sie davon, daß der Tag der Heimsuchung jener war, da der Heiland in Menschengestalt an die Tür klopfte, Israel nicht hören wollte und dafür vierzig Jahre später die Quittung bekam?