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Gott ruft und beruft - Predigt von Professor May

Gott ruft und beruft

20. Juni 2021

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Geliebte im Herrn!

In den Urkunden der Offenbarung ist häufig vom Sprechen und Rufen Gottes die Rede. Im ersten Buch der Bibel wird die Erschaffung des Weltalls durch Gott geschildert. Da heißt es immer: Gott sprach, und es geschah. Gott sprach: Es werde Licht. Und es ward Licht. Gott sprach: Himmelsleuchten sollen am Firmament entstehen. Und es geschah so. Gottes Sprechen ist ein Schaffen. Wenn die Schöpfertätigkeit Gottes als Rufen dargestellt wird, dann soll damit seine Lebendigkeit und seine Personalität sowie die Mühelosigkeit seines Schaffens ausgesagt werden. Ohne körperliche Anstrengung bringt er eine unermessliche Welt hervor. Durch sein Rufen lässt Gott Berufungen entstehen. Im Alten Testament wird berichtet, dass Einzelpersonen wie Moses, Gideon, Samuel, Jeremias, Ezechiel und andere von Gott erwählt und für längere oder lebenslange Dauer in Dienst genommen und beauftragt werden. So werden die Berufungserzählungen zu Sendungserzählungen. Berufung ist nicht Sache des eigenen Willens oder der Ausbildung, sondern bedeutet (schmerzliches) Verwandeltwerden zum Boten Jahwes. Das schließt das Hören auf das Wort, Aushalten im Leiden, die Übereinstimmung von Botschaft und Leben ein.

Gottes Rufen und seine Berufungen nehmen eine neue Qualität an, als der Sohn Gottes Mensch wird. Der Nazarener Jesus wurde von Gott gesandt, um seine Botschaft auszurufen. Er sprach: „Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes hat sich genaht. Bekehret euch und glaubt an die frohe Botschaft.“ Jesus ruft nicht nur, er beruft auch. Er bildet eine Jüngerschaft. Die Berufung ist Ruf zur Nachfolge in der definitivenen Bindung an Jesus und seine Botschaft. Innerhalb seiner Jüngerschaft wählt der Herr noch einen engeren Kreis aus von solchen, die ihm besonders nahestehen und beauftragt werden sollten. Eines Tages entfernte sich Jesus von seinen Jüngern und ging auf einen Berg, um zu beten. Er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott. Danach rief er die Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus, die er Apostel nannte. Unterstützt durch seine berufenen Jünger geht Jesus daran, sein Volk zur Umkehr und zum Glauben an die in ihm herangekommene Gottesherrschaft zu rufen. Im Ruf Jesu verwirklicht Gott seine ursprüngliche Absicht, den Menschen nicht nur zu schaffen, sondern ihn auch dem Bild seines Sohnes gleichzugestalten.

Nach der Himmelfahrt des Herrn nimmt die Berufung der Menschen zum Reiche Gottes eine neue Dimension an. Mit dem Missionsbefehl eröffnete der Auferstandene die allgemeine Berufung der gesamten Menschheit zu seinem Evangelium und zu seiner Heilsgemeinschaft. Getreu dem Auftrag ihres Herrn werben die christlichen Verkündiger zur Annahme der Heilsbotschaft. Es entsteht die christliche Gemeinde, die Kirche Jesu Christi. Die Christen sind Menschen, die Gott berufen hat. Ihre Berufung ist nicht aufgrund menschlicher Leistung erfolgt, sondern nach Gottes Ratschluss und seiner Gnade, die uns gegeben wurde in Christus Jesus (2 Tim 1,9). Die Berufenen erkennen den wahren Gott. Zuvor dienten sie Göttern, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt (Gal 4,8). Jetzt beten sie den wahren, unendlich erhabenen, allwissenden und allmächtigen Gott an, der Himmel und Erde erschaffen hat, der seinen Sohn in die Welt gesandt hat, der ein Vater der Menschen ist. Auch heute gibt es wunderbare Berufungen. Gott ruft Männer, Frauen und Jugendliche von den Götzen Sport, Alkohol und Sexualtreiben zur Umkehr und Anbetung des wahren Gottes.

Die Berufung ins Christentum ist ein unbeschreibliches Glück. Die Berufenen gelangen aus der Finsternis ins Licht. Die Finsternis ist die Herrschaft der Sünde. Sie erleben die Befreiung von der Sündenmacht. Der Christus, dem sie seit der Taufe zugehören, verleiht ihnen den Sieg über Satan und Sünde. Die Berufenen können jetzt, was sie sollen, nämlich die Sünde meiden, das Gute tun, die Gebote halten. Sie erfahren die Freiheit vom alttestamentlichen Gesetz als Heilsfaktor. Das Heil wird nicht gewonnen durch die Beobachtung der Tora, sondern durch den Anschluss an Christus. Die Berufenen, die Christen, wissen den menschgewordenen Gott in ihrer Nähe. In jeder heiligen Messe steigt er auf den Opferaltar der katholischen Kirche, teilt sich den Empfängern der Eucharistie mit und verweilt im Zelt des Tabernakels. Welches andere Volk hat einen Gott, der ihm so nahe ist! Danach sehnen sich manche evangelische Christen. Ich traf in Thüringen einen protestantischen Pfarrer. Er sagte mir leuchtenden Angesichts: „Ich habe das Allerheiligste!“ Wie ist das möglich bei einem Erben Luthers? Der Pfarrer erklärte mir: Er habe sich im Geheimen von einem katholischen Bischof die Priesterweihe geben lassen. Seitdem bewahre er in seiner Kirche den eucharistischen Heiland auf. Die Berufungen gewinnen die Gebote Gottes als Maßstab und Regel des sittlichen Verhaltens. Sie wissen jetzt, was Gott von ihnen erwartet. Sie erfahren, dass Gott zu lieben und den Nächsten zu lieben die entscheidenden Pflichten des Christen sind. „An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten“ (Mt 22,40). Sie lernen die Bruderliebe als Ausweis der Zugehörigkeit zu Christus. „Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht“ (1 Joh 2,10). „Wir wissen, dass wir vom Tod zum Leben gekommen sind, weil wir die Brüder lieben“ (1 Joh 3,14). Die Christen wissen, welchen Umgang Gott vom Menschen mit der geschlechtlichen Anlage vorsieht. Gegen den mannigfachen Missbrauch stellt er Maß und Ziel, Enthaltsamkeit und Keuschheit. Die Berufenen haben die Hoffnung auf Unsterblichkeit. Sie wissen, wie man das ewige Leben gewinnt. „Willst du zum Leben eingehen, so halte die Gebote.“ Durch den stellvertretenden Sühnetod Christi empfangen sie die Verheißungen des unvergänglichen Erbes (Hebr 9,15), das im Himmel für sie hinterlegt ist. Sie haben die feste Anwartschaft auf das ewige Leben. „Jetzt, befreit von der Sünde und dem Dienst für Gott geweiht, habt ihr als Frucht Heiligung und als Endgewinn das ewige Leben“ (Röm 6,22). In Christus zu sein ist ein unbeschreibliches Glück. Mit ihm zu sein ist ein ganzer Himmel.

Der Ruf Gottes ergeht an alle Menschen. Seine Einladung schließt niemand aus. Aber nicht alle hören den Ruf und folgen ihm. Im Gleichnis vom großen Gastmahl sind es sämtliche Geladenen, die sich weigern, zu kommen. Der Gastgeber, Gott, muss die verheerende Feststellung treffen: „Keiner von den Männern, die geladen waren, wird von meinem Mahl kosten.“ Der Apostel Paulus musste auf seinen Missionsreisen schmerzliche Erfahrungen machen. Er schrieb an die römische Gemeinde: „Nicht alle beugen sich der Heilsbotschaft.“ Als er in Athen von der Auferstehung Christi von den Toten und von seinem Gericht sprach, spotteten die einen und die anderen schnitten ihm das Wort ab. Im Ephesus predigte Paulus drei Monate lang. Aber manche seiner Zuhörer verweigerten den Glauben und lästerten die Lehre des Herrn Jesus. Es ist das Geheimnis Gottes, wer den Ruf zum Glauben und zum Anschluss an die Kirche Jesu Christi überhört. Es sind jene, die verlorengehen, weil ihnen das Wort vom Kreuz als Torheit erscheint (1 Kor 1,18).

Von der allgemeinen Einladung zum Glauben und zum Anschluss an die Heilsgemeinschaft ist die Aufforderung zum besonderen Dienst Gottes zu unterscheiden, wie er an solche ergeht, die zum Eintritt in den Priester- oder Ordensstand gerufen werden. Vom Priester sagt der Brief an die Hebräer: „Niemand nimmt sich selbst die Würde, sondern wer von Gott berufen ist wie Aaron“ (Hebr 5,4). Um von Berufung zum Priestertum zu sprechen, ist weder ein innerer Antrieb des Heiligen Geistes noch eine gefühlsmäßige Hinneigung erforderlich. Es genügen rechte Absicht und Tauglichkeit, anders gesprochen: Neigung und Eignung. Beides wird festgestellt durch die zuständige kirchliche Autorität. Die Tauglichkeit umfasst Gaben der Natur und der Gnade und bedeutet die Fähigkeit, den beruflichen Anforderungen genügen zu können. Die Berufsabsicht besteht in dem wohlüberlegten, festen Entschluss, Priester zu werden, Gott und den Menschen im Priestertum zu dienen. Das Priestertum ist Dienst. Der Entschluss muss sich auf religiöse Motive stützen; andere (z.B. Versorgung, Ehrgeiz) dürfen keine Rolle spielen. Die Entscheidung über die Eignung trifft der Bischof. Niemand hat ein der freien Wahl des Bischofs vorausgehendes Recht. Auch heute ergehen Berufungen an junge Männer, sich Christus als Mitarbeiter und Werkzeug zur Verfügung zu stellen. Aber der Zustand der Kirche ist derart, dass sich Berufungen nicht entfalten können. Wer will schon in den Dienst der Kirche treten, wo rechtgläubigen Bischöfen solche gegenüberstehen, die das Gegenteil sagen? Wer will sein Leben einer Gemeinschaft weihen, in der es kein letztes Wort mehr gibt, wo die Päpste verkünden: Christus hat das Sakrament der Weihe den Angehörigen des männlichen Geschlechtes vorbehalten und deutsche Bischöfe von der Frauenweihe sprechen?

Die Berufung zum Priestertum muss nicht schon in jugendlichem Alter erfolgen. Sie kann auch Männer erreichen, die sich in einem anderen Beruf bewährt haben. Spätberufene sind Männer, die erst in reiferen Jahren Neigung oder Möglichkeit zum Priestertum bekommen. Die zu überwindende Schwierigkeit liegt vor allem im Nachholen der zur Hochschulreife notwendigen Studien. Um wertvollen Spätberufenen den Weg zu bahnen und sie unter ordnungsgemäße geistige Führung zu stellen, wurden Seminare für Spätberufene eingerichtet. Adolf Kolping stammte aus kinderreicher Familie in Kerpen bei Köln. Er war arm und schwächlich und wurde Schuhmachergeselle. In seiner beruflichen Wanderzeit wurde er mit den leiblichen und seelischen Nöten der jungen Handwerker vertraut. Im 24. Lebensjahr verspürte er die Berufung zum Priesterstand, den er nach entbehrungsreichem Studium erlangte. Jetzt nahm er sich entschieden der jungen Gesellen aus Handwerk und Industrie an. Seine Gesellenvereine verbreiteten sich in ganz Europa. Sie beruhen auf den Erziehungszielen Kolpings: tüchtiger Christ, Meister und Bürger. Gott hatte ihn zur rechten Zeit gerufen.

Die Kirche kennt den klösterlichen Stand. Männer und Frauen werden eingeladen, sich durch Ablegung der Gelübde (Armut, Keuschheit und Gehorsam) dem Dienst Gottes in dem Nächsten zu weihen. Auch zum Ordensstand gibt es eine Berufung. Von ihr gilt: Wer die erforderlichen Eigenschaften für den klösterlichen Stand aufweist und mit reiner Absicht an die Klosterpforte klopft, kann nach dem Urteil der Oberen aufgenommen werden. Beim Ordensstand gehört zu der erforderlichen Eignung die Fähigkeit zum dauernden Leben in einer Gemeinschaft. Die Berufsabsicht besteht hier in dem wohlüberlegten, festen Entschluss, Gott lebenslänglich in einem bestimmten Orden zu dienen. Johannes Birndorfer war ein wohlhabender Bauer im Rottal. Er war von einer überdurchschnittlichen Frömmigkeit. Er vereinte die Berufsarbeit mit stundenlangem Gebet, häufigem Besuch der heiligen Messe und mit langem Verweilen bei dem Heiland im Tabernakel. Er sehnte sich danach, Gott allein zu dienen. Mehrere Gesuche um Aufnahme in ein Kloster wurden abschlägig beschieden. Mit dreißig Jahren nahmen ihn die Kapuziner in Altötting auf. 41 Jahre versah er den Pfortendienst des dortigen St.-Anna-Klosters als ein Held des Glaubens, treuer Pflichterfüllung und christlicher Nächstenliebe.

Man kann die Berufung verspielen. Es gibt Fälle, in denen eindeutig eine Einladung Gottes ergeht zum Eintritt in den Priester- oder Ordensstand. Alle Voraussetzungen sind gegeben. Aber der Geladene schreckt zurück. Er fürchtet sich, den großen Entschluss zu fassen, der in einem Leben der Überwindung und Anstrengung ausgeführt werden muss. Angenehm und behaglich ist das Leben des Priesters gewiss nicht. Der Geladene will es leichter haben, angenehmer, bequemer. Oder er ist ängstlich, besorgt, traut es sich nicht zu, im geistlichen Stand auszuharren, fürchtet, er könnte untreu werden.

Priesterstand und Ordensstand sind ihrer Natur nach Lebensstände, werden also erwählt in der Absicht, in ihnen lebenslänglich zu verharren. Die Gläubigen erwarten, dass Priester und Ordensleute in ihrem Stand aushalten, und sie sind regelmäßig betroffen, wenn sie vernehmen, ein Priester oder eine Klosterfrau sei der Berufung untreu geworden. Die Geschichte belehrt uns, dass es immer wieder Austritte bzw. Abfälle vom gottgeweihten Stand gab. Von außen gesehen waren es gewöhnlich die Verheißungen der Welt, die Geistliche und Mönche bewogen, ihren heiligen Stand zu verlassen. Wer tiefer blickte, fand regelmäßig den Verlust des Glaubens oder die Unsicherheit im Glauben, die zu dem verhängnisvollen Schritt verleiteten. Wer nicht mehr an den Ruf Gottes glaubt, wer die Überwertigkeit des Übernatürlichen vor den Schätzen der Welt aus den Augen verliert, wer fürchtet, sein Leben zu verpassen, wenn er sich nicht an den vergänglichen Freuden labt, der kann dazu kommen, den geistlichen Rock oder das Ordensgewand abzulegen und das Glück dieser Erde zu suchen. „Siehe, du kannst nun einmal nicht doppelte Freude haben: Hier die törichten Freuden der Welt töricht genießen und dort mit Christus herrschen, siehe, das kannst du nicht.“ Im 16. Jahrhundert riss die Abfallbewegung Tausende von Priestern und Mönchen vom Altare bzw. aus den Klöstern und auch eine nicht unbeträchtliche Zahl von Bischöfen. Der Zusammenbruch des Glaubens war in aller Regel die Hauptursache für die Aufgabe des gottgeweihten Standes. Dazu kam der Sog der Erleichterungen. Die Verwerfung von Zölibat und Ordensgelübden durch Luther ebnete zahlreichen geistlichen Personen den Weg, das mit vielen Einschränkungen und Verzichten verbundene priesterliche oder klösterliche Leben zu verlassen. Im 20. Jahrhundert entstand im Zusammenhang mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und seinen Auswirkungen zunächst ein Rinnsal und bald danach ein reißender Strom von Priestern, die aus unserem Abendmahlssaal flohen, und von Ordensleuten, die ihre klösterliche Heimat verließen. Zehntausende von Priestern und Ordensleute gaben ihren Dienst auf und ließen das ihnen von Gott gewiesene Arbeitsfeld im Stich. Die unseligen Veränderungen in der Kirche und die Arbeit der Maulwürfe in den theologischen Bildungsstätten hatten ihnen buchstäblich den Boden unter den Füßen weggezogen. In der Priesterschaft besteht auch heute noch weitgehend Unsicherheit über Ziel und Zweck ihres Berufes. In dieser Pfarrei verließen zwei Pfarrer ihre Herde, um das vermeintliche Glück in den Armen einer Frau zu suchen.

Auf jenen, die Gott in seine Kirche berufen hat und die diesem Ruf gefolgt und treugeblieben sind, wartet die ewige Seligkeit, die Freude der Gemeinschaft mit Gott und dereinst die herrliche Auferstehung. Am Schluss seines Briefes an die Gemeinde in Saloniki gibt ihr Paulus den Trost: „Treu ist er, der euch berufen hat; er wird es auch vollenden“ (1 Thess 5,24). Ähnlich bemerkt er im zweiten Brief an dieses Gemeinde: „Gott hat sie berufen zur Erlangung der Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus“ (2 Thess 2,13). Im Brief an die Kolosser fügt er hinzu, dass sie zum Frieden Christi berufen sind (Kol 3,15). Der Apostel Petrus verheißt dasselbe. Der Gott aller Gnaden hat die Christen in Christus Jesus zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen (1 Petr 5,10). Der Apokalyptiker Johannes preist die selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes gerufen sind (Apk 19,9). Er durfte einen Blick in den Himmel tun. Da sah er die vier lebenden Wesen. Sie riefen ohne Unterlass: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der allmächtige Gott, der war und der ist und der kommt.“ Und er sah eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Völkern und Stämmen, Ländern und Sprachen. Sie standen vor dem Thron und vor dem Lamme, bekleidet mit weißen Gewändern und Palmen in ihren Händen tragend. Sie riefen mit lauter Stimme: „Heil unserem Gott, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamme.“ Als der Apokalyptiker fragte, wer sie seien, bekam er zur Antwort: „Das sind jene, die aus der großen Trübsal kommen. Sie haben ihre Kleider weiß gewaschen im Blute des Lammes. Darum sind sie vor dem Throne Gottes und dienen ihm Tag und Nacht. Sie werden nicht mehr Hunger und Durst haben, die Sonne und die Hitze werden sie nicht mehr drücken. Denn das Lamm wird sie weiden und an die Quellen lebendigen Wassers führen. Und Gott wird abwischen jede Träne von ihren Augen.“
Amen.

Predigt Professor May

Dr. Georg May, em. Professor für Kirchenrecht

Dr. Georg May, em. Professor für Kirchenrecht, kirchliche Rechtsgeschichte und Staatskirchenrecht, ist seit 1951 Priester. Kompromisslos in der reinen Lehre, und doch leicht verständlich, verkündet und erläutert er in seinen Predigten den katholischen Glauben. Sonntag für Sonntag fesselt er seine Zuhörer, die er in der Treue zum Glauben und in der Liebe zur Lehre der Kirche zu festigen versteht.

mehr auf Seiner Seite im Link

www.glaubenswahrheit.org

Professor May (Album)

Die Unvergänglichkeit der Seele - Predigt von Professor May
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„Wer nicht mehr an den Ruf Gottes glaubt, wer die Überwertigkeit des Übernatürlichen vor den Schätzen der Welt aus den Augen verliert, wer fürchtet, sein Leben zu verpassen, wenn er sich nicht an den vergänglichen Freuden labt, der kann dazu kommen, den geistlichen Rock oder das Ordensgewand abzulegen und das Glück dieser Erde zu suchen. „Siehe, du kannst nun einmal nicht doppelte Freude haben: …More
„Wer nicht mehr an den Ruf Gottes glaubt, wer die Überwertigkeit des Übernatürlichen vor den Schätzen der Welt aus den Augen verliert, wer fürchtet, sein Leben zu verpassen, wenn er sich nicht an den vergänglichen Freuden labt, der kann dazu kommen, den geistlichen Rock oder das Ordensgewand abzulegen und das Glück dieser Erde zu suchen. „Siehe, du kannst nun einmal nicht doppelte Freude haben: Hier die törichten Freuden der Welt töricht genießen und dort mit Christus herrschen, siehe, das kannst du nicht.“
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„Der Ruf Gottes ergeht an alle Menschen. Seine Einladung schließt niemand aus. Aber nicht alle hören den Ruf und folgen ihm“