Schlagzeile: Das wissenschaftliche Weltbild der Moderne ist falsch!

Stellen wir uns vor, dass der ORF an einem Morgen auf allen Kanälen die Nachricht verbreiten würde, dass das wissenschaftliche Weltbild, das heutzutage jeder in der Schule lernt, falsch sei und die Wahrheit dagegen darin bestünde, dass der Gott der katholischen Heiligen Schrift tatsächlich objektive Faktenrealität sei. Die Welt wäre keine deterministische Maschine, wie sie die Physik beschreibt, mit der ihr zugehörigen Natur, die naturgesetzlich mit Hilfe der Evolution den Menschen hervorgebracht hat. Stattdessen wäre sie die Liebesgeschichte Gottes mit den Menschen, wie die Heilige Schrift und ihre Weiterführung durch die katholische Tradition (die katholische Heilige Schrift) sie klar und deutlich beschreibt (vgl. Joh 1,1-18, logos bedeutet auch Geschichte/Erzählung, Gemoll, S. 475)) Jeder Mensch würde in diese Liebesgeschichte hineingeboren. Er würde Teil von ihr. Jeder wäre eine Figur in ihr, wie Samuel oder Judas; besser verständlich für lustorientierte Weltmenschen: wie Dorian Gray im einzigen Roman, Das Bildnis des Dorian Gray, von Oscar Wilde.

Diese Gedankenexperiment verdeutlicht das Problem für das Verständnis und den Vollzug der Heiligen Kirche in der heutigen Zeit. Die wahre Faktenlage ist tatsächlich so. Aber weil die Menschen herrschen und auf keinen Fall vor Gott knien wollen, haben sich alle auf das moderne gottlose Weltbild geeinigt. Alle finden es gut. Man kann tun und lassen, was man will, vor allem im sexuellen Bereich, und es ermöglicht Maschinen, mit denen man erfolgreich die Natur beherrschen kann. Also wird das nicht weiter hinterfragt. Die Wahrheit ist unwichtig. Nur die Nützlichkeit für die eigene Vergötzung zählt.

Die Wahrheit aber ist Gott. Deshalb muss es in einem wahren Weltbild Gott geben. Weil Er aber auch Liebe und Freiheit in Person ist, kann Ihn jede unsterbliche Seele ablehnen. Die Wahrheit zwingt sich nicht auf. Jeder Mensch kann für sich ein Weltbild übernehmen, wie es ihm gefällt. Er ist frei. Wenn er Gott ablehnt, weil er selber der Chef in seinem Leben sein will, dann zieht sich Gott zurück. Damit wird er keinen Zugang zu Gott, also der Wahrheit, dem wahren Weltbild mehr haben. Er geht ein in das Reich der unzähligen Lügen, Illusionen und Wahnvorstellungen des Herrn der Welt, des Herrn der Lügen.

Ein solcher Chef, mit der Abwesenheit Gottes konfrontiert und von seiner eigenen modernen Göttlichkeit überzeugt, wird fragen, wie ich all das o.g. so sicher weiß. Das werde ich in den folgenden Beiträgen darlegen, aber niemals auf eine zwingende Weise. Es ist wichtig, dass die zur göttlichen Liebeshingabe berufenen unsterblichen Seelen Sein Angebot in echter Freiheit ablehnen können. Wer sein eigener Gott sein will, muss das sein können, selbst wenn das für ihn am Ende den Status einer Privation, einer Phantomexistenz im zweiten Tod der Hölle bedeutet. Der Mensch ist groß erschaffen. Er ist gottfähig und viel mächtiger, als er glaubt (vgl. Mk 11,23-24). Aber diese Größe der unsterblichen Seele ist gleichzeitig ihr Verhängnis. Denn unzählige veranlasst gerade diese, selber Gott sein zu wollen. Deshalb funktioniert die Selbstvergötzung.

Tatsächlich aber ist sie nicht Gott, sondern nur gottfähig. So wird sie zu einem Gespenst ohne Sein. Ohne Wahrheit (Gott) erkennt sie das nicht mehr. Sie glaubt, weil sie sich für einen guten Menschen hält, dass sie ewig leben wird. Ein Gott geht nicht in die Hölle, wenn er nicht will. Aber sie merkt nicht, dass sie kein Gott ist.

Nur die unsterbliche gottfähige Seele kann das Leid der Hölle bis in alle Ewigkeit ertragen. Wahnsinnig wird sie dennoch, aber das begann eigentlich schon in dem Moment, als sie sich gegen die Liebeshochzeit mit dem wahren Gott entschied, um mal richtig regenbogenorientiert bumsen zu können, selbstrechtfertigend durch ihre nachdenkliche und gebildete humanistische Vernunft. Was für ein Selbstbetrug des kultivierten Schlaubergers!!!
klee heut
@Ischa Ischa Ischa

Hab eine Frage an alle altgriechisch Sprecher, ist es korrekt das Logos ursprünglich Fischernetz hieß und aus einem Bauerndialekt stammt?
Ischa Ischa Ischa
klee heut@ ich kann kein Altgriechisch. Aber was Sie da fragen, erscheint mir sehr fragwürdig, immerhin ist "logos" zunächst ein philosophischer Begriff, soviel weiß ich, meint er den Geist, den Verstand, für Genaueres gibt es aber genug Spezialisten hier. Viel Glück!
klee heut
@Ischa Ischa Ischa

Ah, ok, dachte ich schreib da mal an, weil bei ihren Artikeln immer Sprachwissenschaftler antworten.

Also, ich hab das von daher:
Vom Mythos zum Logos: Die Revolution des Denkens

Minute 9:36

Manche finden das griechische Wort logos in der Bibel viel passender als, das die lateinische Verwendung Wort für logos (+ unter anderem da es so viel mehr Bedeutungen haben soll).
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@Ischa Ischa Ischa

Ah, ok, dachte ich schreib da mal an, weil bei ihren Artikeln immer Sprachwissenschaftler antworten.

Also, ich hab das von daher:
Vom Mythos zum Logos: Die Revolution des Denkens

Minute 9:36

Manche finden das griechische Wort logos in der Bibel viel passender als, das die lateinische Verwendung Wort für logos (+ unter anderem da es so viel mehr Bedeutungen haben soll).
Die Lateiner, die das griechische Wort kannten, hatten einen guten Grund das lateinische Wort dafür zu verwenden ist das andere.

Klar ist das ein philosophischer Begriff, nur den Ursprung der Bedeutung des Wortes bekam ich nur nicht heraus, bzw. warum die Wahl in der einen Sprache auf das Wort und in der anderen Übersetzung auf das andere Wort kam.

Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz's Erklärung:

Die Wahlgröße des Netzes erfordert einen übergeordneten persönlichen Willen der das gute vom schlechten herausliest.

Stimmt das, würde das für mich auch in einer Weise erklären warum man quasi das Wort in latein nahm. Da Übersetzungen wie Definition, Logik, Vernunft den persönlichen Willen Christus ausser Acht lassen können.
Ischa Ischa Ischa
@klee heut: Jetzt verstehe ist etwas besser. Wenn Frau Gerl-Falkovitz den Logos mit einem Netz erklärt, dann wird sie es wissen, ich halte jedenfalls viel von ihr. - Es ist sicher so, dass die ursprüngliche Definition von Logos noch nicht einen persönlichen Gott oder Christus meint, sie bleibt viel abstrakter. Wenn ein Begriff in eine andere Sprache übernommen wird, dann kann natürlich deren …More
@klee heut: Jetzt verstehe ist etwas besser. Wenn Frau Gerl-Falkovitz den Logos mit einem Netz erklärt, dann wird sie es wissen, ich halte jedenfalls viel von ihr. - Es ist sicher so, dass die ursprüngliche Definition von Logos noch nicht einen persönlichen Gott oder Christus meint, sie bleibt viel abstrakter. Wenn ein Begriff in eine andere Sprache übernommen wird, dann kann natürlich deren ganzer kultureller Zusammenhang mitschwingen. Im Griechischen habe ich dann eine unpersönliche, aber rationale Kraft. (die Theologen mögen mich ergänzen!).
Das aramäische Wort für Gott kenne ich nicht.
In Joh 1 steht für "Wort" (Im Anfang war das Wort), soviel ich weiß, im Aramäischen "meltha", das meint: gleichzeitig ein Wort, das sich in eine Handlung/Tat umsetzt, als "Wort", das ausführt, was es sagt, ist es konkreter als das griechische "logos", weniger reiner Gedanke, weniger reine unsichtbare und unpersönliche Kraft.
Aber wenn man das Evangelium in die griechische Sprache übersetzt, muss man dann halt das Wort nehmen, was dem Aramäischen am nächsten kommt, und dann hat es doch auch eine etwas andere Nebenbedeutung ...
Hilft Ihnen das weiter?
klee heut
@Ischa Ischa Ischa

"Frau Gerl-Falkovitz den Logos mit einem Netz erklärt, dann wird sie es wissen, ich halte jedenfalls viel von ihr" Top!

Ohja, im griechischen Wort soll schon ein persönlicher Wille mitinbegriffen sein(ein Fischernetz wird ja von jemanden erschaffen :) ).
Griechen hatten ja persönliche Göttervorstellung.
Les ja, das aramäische memra steht für das ewige Denken des einen Gottes…More
@Ischa Ischa Ischa

"Frau Gerl-Falkovitz den Logos mit einem Netz erklärt, dann wird sie es wissen, ich halte jedenfalls viel von ihr" Top!

Ohja, im griechischen Wort soll schon ein persönlicher Wille mitinbegriffen sein(ein Fischernetz wird ja von jemanden erschaffen :) ).
Griechen hatten ja persönliche Göttervorstellung.
Les ja, das aramäische memra steht für das ewige Denken des einen Gottes, + "meltha", das meint: gleichzeitig ein Wort, das sich in eine Handlung/Tat umsetzt passt auch recht gut. Das da alles passt nehm ich sowiesso an.

Naja, ich hatte da so eine eigene Problemstellung im Kopf.

Raphael beschreibt ja eine gottlose Naturwissenschaft. Die übersteigt heute dennoch weitaus jede praktische Nützlichkeit.
Sagen wir, die ist nicht gottlos, sondern hat auch eine persönliche Wahrheit, der Halt kann dafür fehlen. Mit einer Trennung vom klaren persönlichen Jesus, kann die Form bröckeln, ich hab dann nichts das zu einer klaren Struktur führt.

Manche Theologen, halten das lateinisch gewählte Wort für schlechter als das griechisch gewählte.
Mir kam da nur in den Sinn das quasi eine Überkonzentrierung auf das Wort logos jetzt nicht besser ist, sondern die Lateiner mit verbum schon gewusst haben was sie machten um es extra noch auf das Wort Jesus zu beziehen.

Und mit dem was Gerl-Falkovitz da sagt bin ich dann voll zufrieden, weil dann passt alles. Hatte sozusagen nur für mich da sowas im Kopf, bei dem "wir sprechen jetzt nur mehr über logos und das erklärt alles".

Daher wollt ich nochmal nachfragen.
Ischa Ischa Ischa
@klee heut: danke für Ihre Antwort. Perrier ist der Meinung, die Vulgata ist sowieso besser als die meisten griechischen Texte. Sie ist näher am aramäischen Urtext, zusammen mit dem Codex Brixianus (ein alter lateinischer Text, älter als die Vulgata, und dem D05 = der griechische Text des Irenäus). Die Frontstellung gegen die Vulgata, die wir heute haben, kommt im Wesentlichen aus dem …More
@klee heut: danke für Ihre Antwort. Perrier ist der Meinung, die Vulgata ist sowieso besser als die meisten griechischen Texte. Sie ist näher am aramäischen Urtext, zusammen mit dem Codex Brixianus (ein alter lateinischer Text, älter als die Vulgata, und dem D05 = der griechische Text des Irenäus). Die Frontstellung gegen die Vulgata, die wir heute haben, kommt im Wesentlichen aus dem Protestantismus (gegen die katholische Kirche),und die Theologie versucht, das zu untermauern und Theorien zu entwickeln, wie sich ursprünglich griechische Evangelien entwickelt haben sollen...Es scheint so, dass auch die lateinische Sprache sich besser für die Übersetzung de aramäischen Mündlichkeit eignet.
Ich pflichte Raphael bei: die Naturwissenschaft ist gottlos. Und insofern sich die Theologie als "Wissenschaft" darstellen will im naturwissenschaftlichen Sinn, ist auch sie gottlos geworden...