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Vered Lavan
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Der Opfergedanke von Fatima - Wochenbrief Nr. 2/'17, P. Andreas Jeindl, FSSPX.

Der Opfergedanke von Fatima - Wochenbrief Nr. 2/'17, P. Andreas Jeindl, FSSPX.


Liebe Gläubige,

Der Engel von Portugal erschien den drei Kindern mitten im Sommer des Jahres 1916 zum zweiten Mal. Bis dahin folgten sie vorbildlich seiner Weisung, das Gebet, das er ihnen lehrte zu beten, sie wiederholten es oft immer wieder, manchmal bis sie müde zum Umfallen waren. Nur setzten sie sonst ihr Hirtenleben ganz normal fort, mit all den unbekümmerten Spielen, wie sie bei Kindern ihres Alters üblich waren. Doch jetzt drängt der Engel zu etwas mehr als dem Gebet. Er lehrt den Kindern das Opfer.

Wie sollen wir Opfer bringen?

Die Erscheinung überrascht sie beim Spiel am Brunnen und sagt zu ihnen: „Was tut ihr? Betet! Betet viel! Die Herzen Jesu und Mariens haben mit euch Pläne der Barmherzigkeit. Bringt dem Allerhöchsten unaufhörlich Gebet und Opfer dar.“

Darauf fragt Lucia: „Wie sollen wir Opfer bringen?“

Der Engel antwortet: „Macht aus allem, was euch möglich ist, ein Opfer zur Sühne für die Sünden, durch die er beleidigt wird, und als Bitte um die Bekehrung der Sünder. So werdet ihr den Frieden auf Euer Vaterland herabziehen. Ich bin sein Schutzengel, der Engel Portugals. Vor allem, nehmt die Leiden, die euch der Herr schicken wird, in Ergebung an und tragt sie geduldig.“

Sr. Lucia wird später beteuern: „Diese Worte waren unserem Gedächtnis unauslöschlich eingeprägt. Sie waren wie ein Licht, das uns klar machte, wer Gott ist, wie sehr er uns liebt und wünscht, von uns geliebt zu werden; der Wert des Opfers, wie wohlgefällig es ihm ist und wie er um dessentwillen den Sündern Gnaden der Bekehrung zuwenden kann. Dies war auch der Grund, dass wir anfingen, alles was uns kränkte und demütigte, Gott aufzuopfern.“

Was ist mit Opfer gemeint?

Mit den Opfern, die der Engel fordert, sind die Opfer im weiteren Sinn gemeint. Jedes gute Werk, das wir zur Verehrung Gottes verrichten, kann als Opfer gelten. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig und die Gelegenheiten zahllos.

Dennoch müssen wir feststellen, dass ein Opfer nicht von selbst geschieht. So viele gute Werke und Mühen gehen gleichsam verloren, werden in gewisser Weise verschwendet, weil sie in keiner Weise zur Ehre Gottes verrichtet werden, weil sie nicht aufgeopfert werden. Das Aufopfern ist somit eine Kunst, die gelernt werden will. Die kleine Lucia stellt deshalb eine für uns sehr wichtige Frage: „Wie sollen wir opfern?“

Nichts verschwenden

Die Antwort des Engels zeigt uns den Wert der Opfer. Er möchte, dass möglichst nichts verschwendet wird. „Macht aus allem, was euch möglich ist, ein Opfer…“

Erkennen, wie wertvoll die Opfer sind

Er deutet auf die enorme Wirksamkeit des Opfers, erstens für die Sühne, zweitens für die Gnaden der Bekehrung, drittens, sogar für den Frieden des ganzen Landes. Vielleicht waren es die großmütigen Opfer dieser drei Kinder, welche dem schrecklichen Weltkrieg ein Ende setzten.

„nehmt die Leiden… in Ergebung an, und tragt sie geduldig.“

Schließlich erklärt uns der Engel, dass es auch große Unterschiede gibt bei den Opfern. Ein Opfer wird in dem Maß wertvoll, als es uns etwas kostet.

Die wertvollsten Opfer bestehen in den Leiden, die Gott schickt. Diese sollen wir vor allem nicht ungenützt vorübergehen lassen.

Erstaunlicher Weise verlangt der Engel zunächst keine zusätzlichen Bußübungen, obwohl das Bemühen um freiwilligen Verzicht große Bedeutung hat und von den Kindern später eifrig geübt wurde. Er verlangt zunächst nur unser liebevolles „Ja“ zu all dem, was uns etwas kosten wird. Auch für uns wird das Leben nicht angenehmer, nur weil wir das Opfern vergessen oder gar nicht beachten. Denn die Leiden bleiben niemandem erspart auf Erden.

Was der Welt am meisten verhasst und sinnlos erscheint, hat Gott erwählt, um es zum Wertvollsten zu machen. Bitten wir unseren Schutzengel, uns den Wert der Opfer stets vor Augen zu halten, damit wir kein Leiden in unserem Leben verschwenden.

Mit priesterlichem Segensgruß

P. Andreas Jeindl
Wochenbrief Nr. 2 / 2017 vom 22. Januar 2017

Text übernommen aus: www.priesterseminar-herz-jesu.de/index.php/wochenbrief.html
Bildquelle: lh3.googleusercontent.com/…/Eleva%25C3%25A7…
Vered Lavan
Eugenia-Sarto
Bitten wir unseren Schutzengel, uns den Wert der Opfer stets vor Augen zu halten, damit wir kein Leiden in unserem Leben verschwenden.
Ja, bitten wir darum, dass wir es lernen, alles auch die kleinsten Kreuze aus Liebe Gott oder der Muttergottes aufzuopfern.
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