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FSSPX: Französischer Distriktsoberer verurteilt skeptische Prioren

Pater Christian Bouchacourt, der Distriktsobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Frankreich (FSSPX), verurteilt einen Brief von zehn Oberen der Bruderschaft, welche eine Anerkennung der FSSPX-Ehen durch die lokalen Diözesen in Frage stellen.

Bouchacourt bedauert, dass die zehn ihren Brief geheim vorbereitet haben, ohne ihn den Oberen vorzulegen. Er kritisiert, dass sie ihre Sichtweise als die einzig wahre betrachten und glaubt, dass Gott diese Initiative nicht segnen wird, weil diese – wie er schreibt – interne Querelen und Spaltung produziert.

Bouchacourt bittet die Priester Frankreichs, den Brief zu ignorieren und kündigt an, dass die Theologen der Bruderschaft eine Antwort zur Anerkennung der FSSPX-Ehen vorbereiten.

Der Brief auf Französisch: FSSPX-Lettre aux Confrères: "Je condamne"

Bild: Christian Bouchacourt, © sspx.org, #newsGxuklkcacm
Rückkehr-Ökumene
Melchiades Erstens habe ich keine Meinung geäußert, sondern einen Tatbestand dargestellt und zwei Fragen gestellt. Zweitens ist die Vernunft nicht an den Stand gebunden. Es ließen sich viele Beispiele anführen, bei denen "einfache Laien" Klerikern überlegen waren. Drittens sind sich in dieser Sache offenbar diejenigen nicht einig, die in ihr "bewandert sind".
Übrigens sollte man auch nicht mit …More
Melchiades Erstens habe ich keine Meinung geäußert, sondern einen Tatbestand dargestellt und zwei Fragen gestellt. Zweitens ist die Vernunft nicht an den Stand gebunden. Es ließen sich viele Beispiele anführen, bei denen "einfache Laien" Klerikern überlegen waren. Drittens sind sich in dieser Sache offenbar diejenigen nicht einig, die in ihr "bewandert sind".
Übrigens sollte man auch nicht mit der Standesgnade operieren. Nur ein Beispiel: Im Jahre 2012 wollte Bischof Fellay bereits ein Abkommen mit Rom. Ihm widersprachen aber die drei anderen Bischöfe der Bruderschaft, die ebenfalls die Standesgnade haben.
Wenn man dann noch das Maß der Standesgnade nach dem Rang des Klerikers in der Kirche bemessen wollte, dann hätte Papst Franziskus das höchste Maß an Standesgnade.
Melchiades
@Rückkehr-Ökumene
Vielleicht, so denke ich, wäre es an diesem Punkt am gescheitesten, dass wir, die wohl überwiegend nur einfache Gläubige sind, uns in unseren Kommentaren zurück ziehen und es jenen überlassen sich damit auseinanderzusetzen, die darin bewandert sind.
Denn eine Meinung ,ohne das notwendige Wissen,
ist wie eine Sandburg am Meer ;
Bei der nächsten Flut wird sie weggespült !
😉
Rückkehr-Ökumene
Die Gläubigen, die sich für das Wohl der Priesterbruderschaft St. Pius X. einsetzen, bilden in der Frage einer Personalprälatur zwei Gruppen. Die einen lehnen sie unter den gegebenen Umständen ab, weil sie eine solche erst dann bejahen, wenn Rom auf den Boden seiner Tradition zurückgekehrt ist. Damit ist diese Gruppe in Übereinstimmung mit dem Beschluss des Generalkapitels von 2006.
Die andere …More
Die Gläubigen, die sich für das Wohl der Priesterbruderschaft St. Pius X. einsetzen, bilden in der Frage einer Personalprälatur zwei Gruppen. Die einen lehnen sie unter den gegebenen Umständen ab, weil sie eine solche erst dann bejahen, wenn Rom auf den Boden seiner Tradition zurückgekehrt ist. Damit ist diese Gruppe in Übereinstimmung mit dem Beschluss des Generalkapitels von 2006.
Die andere Gruppe befürwortet eine Personalprälatur schon unter den jetzigen Umständen, falls gewisse Bedingungen erfüllt sind. Sie befindet sich in Übereinstimmung mit der derzeitigen Position des Generalhauses.
Zu diesen Bedingungen gehört, dass im Rahmen einer solchen Personalprälatur die Piusbruderschaft von den Ortsbischöfen unabhängig ist.
Bei der Regelung, die der Papst für die Assistenz bei der Eheschließung vorgenommen hat, ist das nicht der Fall und deshalb entsteht die Befürchtung, dass das auch auf anderen Gebieten der Fall sein wird, wenn eine Personalprälatur errichtet wird.

In der Diskussion zu dieser Problematik scheint weithin vergessen zu werden, dass das Zweite Vatikanum, was die Abhängigkeit von den Ortsbischöfen betrifft, in dem „Dekret über den Dienst und das Leben der Presbyter, dazu eine Entscheidung gefällt hat, die besagt, dass auch in Bezug auf eine Personalprälatur die Rechte der Ortsordinarien bei der Inkardinierung und Exkardinierung von Priestern gewahrt bleiben müssen.
In der Tat heißt es in Abschnitt 10 dieses Dekrets, bei dem es um „Die Verteilung der Presbyter und die priesterlichen Berufungen“ geht, in Bezug auf die Inkardinierung und Exkardinierung von Priestern, u.a. von Personalprälaturen, dass diese „nutzbringend gegründet werden [können] denen – auf für die einzelnen Unternehmungen noch festzulegende Weisen und unter steter Wahrung der Rechte der Ortsordinarien - … Presbyter zugewiesen oder inkardiniert werden können.“[1]
Heißt das nicht, dass das moderne Rom bei und nach der Gründung einer Personalprälatur für die Piusbruderschaft in diese Priester und ggf. auch Bischöfe, „unter steter Wahrung der Rechte der Ortsordinarien“ hineinbringen kann? Wird sich der Papst über diese Bestimmung des Konzils hinwegsetzen?

[1] „Die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils“, Hrsg. P. Hünermann, Freiburg 2012, S.561.
Melchiades
Es scheint, dass die aufgestiegenen Versuchballon der Gerüchteküche in und um dem Vatikan ihre Wirkung erreichen und möglicherweise die Priore , wie auch andere so oder so auf diese " Ballons" herien gefallen sind.
Denn leider stellt niemand die Fragen innerhalb der Priesterbruderschaft St. Pius X., wie auch außerhalb : Wer hat eigentlich den größten Nutzen davon wenn sich die Piusbruderschaft …More
Es scheint, dass die aufgestiegenen Versuchballon der Gerüchteküche in und um dem Vatikan ihre Wirkung erreichen und möglicherweise die Priore , wie auch andere so oder so auf diese " Ballons" herien gefallen sind.
Denn leider stellt niemand die Fragen innerhalb der Priesterbruderschaft St. Pius X., wie auch außerhalb : Wer hat eigentlich den größten Nutzen davon wenn sich die Piusbruderschaft intern zerstritten hat ?
Denn so oder so, wenn man mit einem vermeindlich Stärkeren in Verhandlungen tritt bzw. getretten ist, hat man nur eine Chance eine Regelung nach den eigenen Vorstellungen als Forderungen aufzustellen und Absicherungen einzufordern, solange man in seiner Gemeinschaft selbst eins ist . Doch geht diese Einigkeit verloren oder wird gestört, so wird der Stärkere die gestellten Forderungen und Absicherungen nicht mehr Ernst nehmen bzw. so gar zurückweisen, und schon wäre die FSSPX genötigt ,bei einer möglichen Einigung mit Rom, zu Kreuze zu kriechen . Auch diese Überlegung sollte man vielleicht nicht außer acht lassen.
Josephus
Hoffentlich zerstreiten sich jetzt FSSPX nicht auch noch untereinander!
Eugenia-Sarto
@a.t.m Zu Ihrem letzten Kommentar ich Ihnen recht geben, wenn Sie mir auch heute eins in die Magengrube gegeben haben, wovon ich mich noch nicht erholt habe.
a.t.m
In meinen Augen dient die Diskussion rund um die Einigung der FSSPX mit Rom, besonders von Seiten Roms nur dazu um von den Wahren Problemen die derzeit in Rom anfallen abzulenken, denn warum hört man nun nichts mehr von der Dubia der 4 Kardinäle zu Amoris Laetitia ?? Lassen es sich die 4 Kardinäle wirklich einfach so gefallen das sie keine Antwort von PF erhalten?? Was ist nun mit der Aussage …More
In meinen Augen dient die Diskussion rund um die Einigung der FSSPX mit Rom, besonders von Seiten Roms nur dazu um von den Wahren Problemen die derzeit in Rom anfallen abzulenken, denn warum hört man nun nichts mehr von der Dubia der 4 Kardinäle zu Amoris Laetitia ?? Lassen es sich die 4 Kardinäle wirklich einfach so gefallen das sie keine Antwort von PF erhalten?? Was ist nun mit der Aussage von PF das die europäischen Flüchtlingslager als Konzentrationslager zu bezeichnen sind, weswegen die Jüdische Welt lauthals protestierte. Es ist eine Schande das die FSSPX als Ablenkungsmanöver missbraucht werden, aber wie man es hier sieht funktioniert es sehr gut und Rom kann bequem weiter wider Gott dem Herrn und seiner Kirche wüten.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen
pro_multis
Einheit schafft Spaltung...das wird in diesem Fall wohl leider auch so sein.
An dieser Stelle noch einmal ein Beitrag von mir, den ich heute mittag zum selben Thema geschrieben habe:

"Ich denke, daß die Priester einen gewissen Weitblick beweisen: Die Gehorsams-Keule hat schon die Petrusbruderschaft zu zahnlosen Tigern gemacht, aber dieses Thema hatten wir ja hier bereits öfter mal. Fakt ist, …More
Einheit schafft Spaltung...das wird in diesem Fall wohl leider auch so sein.
An dieser Stelle noch einmal ein Beitrag von mir, den ich heute mittag zum selben Thema geschrieben habe:

"Ich denke, daß die Priester einen gewissen Weitblick beweisen: Die Gehorsams-Keule hat schon die Petrusbruderschaft zu zahnlosen Tigern gemacht, aber dieses Thema hatten wir ja hier bereits öfter mal. Fakt ist, daß sich die Anerkennung des Ehesakramentes bei der FSSPX zunächst erst einmal auf künftige Eheschließungen bezieht...und die schönen, selbst entworfenen Formulare können zur Altpapier-Tonne gebracht werden: Ab sofort bekommt man die volle Ladung kirchenrechtlicher Hürden serviert, frei nach dem Motto: "FSSPX - Mehr Bürokratie wagen!".

Ich bin echt gespannt, mit welchem Enthusiasmus in den jeweiligen Ordinariaten auf Anträge der Piusbrüder reagiert wird; wahrscheinlich muß ein neuer Feiertag im 62er Kalender kreiert werden: Pflaumenpfingsten...bis dahin dürften (zumindest einige) heiratswillige Paare auf alle Papiere, Zustimmungen und Stempel warten müssen!

Interessant könnte es auch noch werden, wie scheidungswillige Ehepaare unter den Gläubigen reagieren, die von einem FSSPX-Priester getraut wurden: Manch einer könnte da Morgenluft wittern!

Früher habe ich es anders gesehen...aber heute denke ich, daß eine Vereinigung mit Rom zum jetzigen Zeitpunkt einem Suizid auf Raten gleichkommt; Selbsttötung mithilfe kirchenrechtlicher Strukturen!"

Ich weiß...der Vergleich ist natürlich nicht ganz passend, aber was soll's: Al Capone ist auch nicht wegen seiner zahlreichen Kapitalverbrechen verurteilt worden und in den Knast gegangen...letztendlich hat ihn der Umweg über das Steuerrecht zur Strecke gebracht!
SvataHora
Die Sedibischöfe haben eine römisch-katholische Sukzession.
SvataHora
@Zurigo84 - Ob es Ihnen gefällt oder nicht: diese Bischöfe sind gültig geweiht.
One more comment from SvataHora
SvataHora
Vielleicht muss das aber alles so sein, damit die Sedisvakanisten in Deutschland endlich mal einen Durchbruch erringen können. Die Bischöfe Dolan, Sanborn und Pivarunas aus den USA würden bestimmt gerne in Europa an Boden gewinnen. - Nach all diesem dämonischen Zirkus sehe ich das Fortbestehen der katholischen Kirche nur noch im Sedisvakantismus!
a.t.m
@SvataHora Dann können sie mir ja mitteilen, wann seine Exzellenz Erzbischof Lefebvre seine Unterschrift zum Protokoll vom 5. Mai 1988 öffentlich Wiederrufen, für Ungültig und Nichtig erklärte ??

Ach ja noch etwas, die FSSPX wird nicht zerbrechen weil sie ein Werk Gottes unseres Herrn ist, nur eines ist auch klar "Reisende soll man nicht aufhalten, weil wenn man diese daran hindert machen …More
@SvataHora Dann können sie mir ja mitteilen, wann seine Exzellenz Erzbischof Lefebvre seine Unterschrift zum Protokoll vom 5. Mai 1988 öffentlich Wiederrufen, für Ungültig und Nichtig erklärte ??

Ach ja noch etwas, die FSSPX wird nicht zerbrechen weil sie ein Werk Gottes unseres Herrn ist, nur eines ist auch klar "Reisende soll man nicht aufhalten, weil wenn man diese daran hindert machen diese nur Ärger und sorgen für Krawall.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen
SvataHora
Das Drecksspiel von "Franziskus" scheint aufzugehen: das sind schon mal die ersten Anzeichen der Spaltung. Erzbischof Lefebvre hat sich zeitlebens gegen jeglichen Kuhhandel gewehrt. Doch nun scheint die FSSPX zu zerbrechen bzw. ein Teil wird vom franz'schen Moloch verschlungen werden. Eine kleine Gruppe wird weitermachen wie bisher. Der Riss und die Spaltungen werden in der Praxis wie ein Blitz …More
Das Drecksspiel von "Franziskus" scheint aufzugehen: das sind schon mal die ersten Anzeichen der Spaltung. Erzbischof Lefebvre hat sich zeitlebens gegen jeglichen Kuhhandel gewehrt. Doch nun scheint die FSSPX zu zerbrechen bzw. ein Teil wird vom franz'schen Moloch verschlungen werden. Eine kleine Gruppe wird weitermachen wie bisher. Der Riss und die Spaltungen werden in der Praxis wie ein Blitz in das Leben der einzelnen Gemeinden einschlagen und Zwist und Misstrauen säen. Ein teuflisches Spiel: was keinem Papst Benedikt gelungen ist, scheint nun "Franziskus" zu gelingen.