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Heilwasser
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Die Beichtstühle sind immer noch leer

Leere Beichtstühle

Die Leute haben keine Sünden mehr. So jedenfalls der Eindruck
von ihrem Verhalten. Die meisten tun so, wie wenn sie sich selbst
genüge wären und weitgehend tun könnten, was sie wollen, denn
besonders böse seien sie ja nicht und somit bräuchten sie sich über
die Konsequenzen ihres Handelns keine Sorgen machen.
Viele leben nach wie vor in diesem Trott dahin, obwohl die
schlimmen Folgen jahrzehntelanger Glaubens- und Sittenlosigkeit,
religiöser Gleichgültigkeit und Verwahrlosung nun begonnen
haben, sich deutlicher auszuwirken. Die Auswirkungen
sind zweifellos da, ja wir haben sie schon gespürt und
es wird demnächst nicht besser werden. Nun ist die Zeit, wo die
Leiber leiden müssen und wenn der Leib leidet, dann schreit die
Seele nach Befreiung. Die Seele bringt das Herz in Zerknirschung
vor Reue und gesteht sich die Sünden ein. Das Gewissen drängt
zur Aufarbeitung und Wiederherstellung. So kann ein Neubeginn
in einer guten heiligen Beichte gewagt werden.

Und? Sind wir schon so sehr in Not geraten, dass wir endlich
unsere eigene Fehlbarkeit eingestehen? Haben die Menschen
schon erkannt, dass ihre Gesetzlosigkeit zur Hintanstellung
des Grundgesetzes geführt hat und nun einer Diktatur Tür
und Tor geöffnet sind? Gestehen sie nun endlich ein, dass die
Beseitigung und der Abriss alles Guten in Staat und Kirche
weg vom Frieden führt, der nur im Guten Bestand hat? Ist es
ihnen endlich einsichtig, dass der Humanismus nur eine mo-
derne Form des Glaubensabfalles und der Gottlosigkeit ist?
Ich bin nicht sicher, die Menschen verhalten sich größtenteils immer
noch wie störrische Esel, die meinen, alles besser zu wissen
als der Herrgott. Aber unser Herr und Gott, der Dreifaltige
Gott, ist der Einzige, der allmächtig ist und diese Notsituation
entscheidend wenden kann, denn die Menschheit hat sich
die letzten Jahrzehnte mit dem Bösen und seinen Prinzipien
so sehr eingelassen, dass er sie nun beherrscht, denn der böse
Geist (Satan/Luzifer) ist stärker als die Menschen. Die Men-
schen sind nicht so intelligent, dass sie den Karren selber wieder
aus dem Dreck ziehen können. Und darum werden die Menschen
ihre Fehlbarkeit und Schwachheit eingestehen und den Herrn
bitten müssen, dass Er eingreift. Dann wird Er auch eingreifen
und die Not wenden. Aber eines muss auch klar sein: Die
Menschheit hat sich soooo sehr gegen Gott versündigt, dass
sie schon ernst machen muss mit Reue und Umkehr. Ein laues
Lüftchen reicht da nicht aus, es braucht eine riesige Umkehr-
bewegung, so sehr hat sich die Sünde schon aufgetürmt.

Wie sieht es da aktuell aus? Die Beichtstühle sind immer noch
leer.
Die Menschen meinen immer noch, sie seien Herr der
Lage. Die Leute wollen immer noch nicht von ihren falschen
Wegen ablassen. Manche meinen, sie seien schon besser
dran, weil sie nicht die ganz bösen Wege eingeschlagen haben,
aber das können sie vergessen, denn wenn ihr Tun nicht von
Grund auf gut ist und wenn sie nicht von Grund auf die Wege
Jesu betreten wollen, werden sie wieder viel Böses durch ihr
kopfloses Verhalten verursachen. Die Beichtstühle sind immer
noch leer
und genau das ist das Kennzeichen, dass die Not noch
nicht so weit fortgeschritten ist, dass der Mensch vor Leid
ächzt und den Erlöser aufsucht. Und wer den Erlöser nicht
aufsucht, wird keine Erlösung erlangen. So einfach ist das.
Die Torheit, Sturheit, Blindheit und Gleichgültigkeit der
Menschen wird schon noch fallen, denn die Not wird noch
deutlich zunehmen. Wohl dem, der sofort umkehrt und den
katholischen Glauben ergreift. Er wird es leichter haben.

G. Pasquali: Ich und beichten! Wieso? (1964)

Joannes Baptista